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Vom Systemtrottel zum Wutbürger
 
 
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Vom Systemtrottel zum Wutbürger [Gebundene Ausgabe]

Eugen Maria Schulak , Rahim Taghizadegan
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 154 Seiten
  • Verlag: Ecowin Verlag; Auflage: 4., Aufl. (10. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3711000177
  • ISBN-13: 978-3711000170
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 15,2 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.546 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Rahim Taghizadegan
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Wenn zwei Philosophen sich unserer wirtschaftsgetriebenen Gesellschaft annehmen, dann kann das Ergebnis in Buchform zu gefährlichen Nebenwirkungen führen. Im Fall des Werkes "Vom Systemtrottel zum Wutbürger" droht dem Leser Selbsterkenntnis. Erst mag man sich amüsieren über den nützlichen Systemtrottel, den uns die Autoren so klar vor Augen führen. Mit fortschreitender Lektüre vermag man sich selbst zu erkennen. Und das schreit nach Veränderung. Das Buch ist ein Pfad zum mündigeren Bürger, zum glücklicheren Menschen. --NEWS, 29. September 2011

Kurzbeschreibung

Wir alle gehören dazu: tagaus tagein bewegen wir die Rädchen im System! Wir haben uns zu mediengelenkten Massenmenschen entwickelt, die dem Konsum und der Informationspflicht dienen.Wir alle sind nützliche Systemtrottel sagen die Philosophen Schulak und Taghizadegan.
Doch der Systemtrottel hat ausgedient und weicht mehr und mehr der allgemeinen Empörung und dem wachsenden Protestwillen. Dieses Buch tritt zunächst an, den Wutbürger in uns zum Leben zu erwecken. Es ist aber letztlich die Aufforderung, uns unseres eigenen Verstandes zu bedienen. Die beiden Philosophen betreiben Aufklärung im besten Sinne nicht mit erhobenem moralischen Zeigefinger, sondern auf amüsante und verständliche Weise. Zwar ist der Ernst, der sich hinter der vordergründigen Satire versteckt, bitter, und die Schelte trifft jeden von uns. Doch die Entlohnung ist wertvoll und wegweisend, denn die beiden Autoren sorgen für frische Luft in unseren Köpfen und Platz zum Denken. Sie versprechen uns entfremdeten Seelen die Wiederaneignung des Lebens und machen Mut, die Befreiung aus dem Hamsterrad anzutreten! Philosophisch gesprochen: dies ist der Garten, den es zu bestellen gilt.

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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Noch nie ging es uns so gut wie heute. Wir haben ungeahnten Wohlstand bei immer weniger Arbeit; jedes Jahr beschert uns der technische Fortschritt neues Spielzeug. Wir sind gebildet wie nie zuvor - klar, Bildung ist wichtig. Wir leben im ewigen Frieden; dass der Krieg einmal zu uns kommt, ist undenkbar. Uns geschieht kein Unrecht, denn wir haben den Rechtsstaat; wir sind frei, denn wir haben die Demokratie. Geht es uns einmal schlecht, sorgt der Sozialstaat für uns - geht es uns gut, tragen wir unseren Teil bei, diesen Sozialstaat zu erhalten. Politiker und Experten achten auf unser Wohl - und sind wir einmal der Meinung, sie würden es nicht tun, wählen wir sie ab und setzen bessere an ihre Stelle. Frei sind wir auch von der alten, repressiven Moral, die uns vorschrieb, was wir zu tun und zu lassen hatten. Wir leben ganz eindeutig in der besten aller Welten.

In einer meisterhaften, manchmal bis ins Bitterböse gehenden Satire gelingt es Schulak und Taghizadegan, die Leere dieser uns von Schule, Politik und Fernsehen eingetrichterten Behauptungen bloßzulegen. Tatsächlich sind wir als Stimm-, Konsum- und Produktionsvieh gefangen im immergleichen System-Trott, im sich sinnlos drehenden Hamsterrad, das uns Bewegung nur vorgaukelt. Den Luftschlössern, die man uns hingezaubert hat und die wir uns selbst erträumt haben, kommen wir so um nichts näher.

Irgendwann mag uns das aufgehen, mögen die Luftschlösser im Nebel verschwimmen oder gar zerplatzen. Dann mag uns unsere Lage bewusst werden und wir werden wütend. Wir verweigern den Gehorsam, empören uns, protestieren, besetzen bestimmte Straßen und Plätze. Darin erschöpft sich ein guter Teil der über die Medien transportierten Empörungsstimmung und der Empörungsliteratur der letzten Zeit. Doch das sind nur Umbau- und Renovierungsarbeiten an den Luftschlössern, vielleicht auch deren Neubau. Im äußersten Falle wird der Wutbürger zum Trottel eines neuen Systems.

Schulak und Taghizadegan gehen weit darüber hinaus. Sie lassen den sich die Maske des Wutbürgers übergestülpt habenden Systemtrottel nicht nur aus der Sicherheit des Hamsterrades durch dessen Gitter das System beschimpfen - nein, sie brechen mit ihm gemeinsam aus, sie wagen den Sprung auf den Boden der Wirklichkeit. Der Aufprall mag für viele schmerzhaft sein, und war es, wie anzunehmen ist, auch für die Autoren selbst. Doch nur diesen harten Boden lohnt es, zur Stätte unseres irdischen Wirkens, zu unserem Garten zu machen. Der eigene Garten bietet Platz für viel Schönes und Nährendes; ein Beet für Politik, für große Ideen und Ideologien, für ungefragte Einmischung in fremde Angelegenheiten findet sich in ihm nicht.

"Wir müssen unseren Garten bestellen", sagt Voltaires Candide. Dieses Buch bietet die philosophische Pflanzanleitung dazu.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Roland Düringers Inspiration 13. Dezember 2011
Von Agen
Format:Gebundene Ausgabe
das Buch, das hinter seiner Brandrede steckt - ein feines Werk, das dem dumpfen Gefühl, "das etwas nicht stimmt" Worte verleiht die über das oberflächliche "der Kapitalismus ist schuld" Gerede hinausgehen. Wer Düringer vorwirft, keine Alternativen/Antworten auf bestehende Fragen unserer Zeit zu geben/kennen, wird hier fündig - aber Vorsicht, man muss dazu den Schritt machen, fernab von "Systemfragen" zu denken und bei sich selbst suchen.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Nicht nur in den europäischen Vorstädten brodelt es. In London zieht der Mob plündernd durch die Straßen, in Berlin werden jede Nacht Autos angesteckt. In Dutzenden von Metropolen überall auf der Welt haben sich junge und alte Menschen zusammengetan zu einer Bewegung, die sie "occupy" nennen und die sich gegen die Macht der Banken und die Zerstörung einer irgendwie positiv gearteten Zukunft richtet.

Doch viele Menschen sagen sich: wir leben doch in der besten aller Welten. Noch nie ging es uns so gut. Wir haben eine Demokratie und einen Rechtsstaat, die Gaststätten sind voll, die Menschen werden immer fetter. So einen Wohlstand hat es doch noch nie gegeben in der Geschichte! Wo also kommt diese beispiellose Wut her, die da generationenübergreifend wächst?

Die beiden Autoren des vorliegenden Buches, die beiden Philosophen Eugen Maria Schulak, der in Wien eine philosophische Praxis betreibt und der Austroiraner Rahim Taghizadegan, der unlängst mit dem Buch "Wirtschaft verstehen" (FinanzBuch Verlag) Laien versuchte , die österreichische Schule der Ökonomie näher zu bringen, gehen davon aus, dass die Wut der Bürger in unseren Gesellschaften noch zunehmen wird. Auch deshalb, weil immer mehr Menschen erkennen, was die beiden schon lange ahnen bzw. wissen: unser unmenschliches und überbürokratisiertes System ist nicht mehr reformierbar. Das uns seit Monaten vorgeführte europäische Gerangel um diverse Rettungsschirme zeigt uns das exemplarisch. Es geht nur noch ums Geld, das die meisten nicht haben, bzw. ihnen noch genommen werden soll.

Die einzelnen Menschen laufen derweil wie in einem Hamsterrad. Dass der Burn-Out als Krankheit bei Frauen und Männern krass zunimmt, kann als Beleg dafür gelten.

Ohne moralisch erhobene Zeigefinger entlarven die beiden Autoren den heutigen Menschen als einen angepassten Systemtrottel. Doch die vielen Proteste und die neuen soziale Bewegungen zeigen, dass der bald ausgedient haben wird. Doch nicht nur das: immer mehr Menschen ziehen sich aus ihrem Hamsterrad zurück, steigen aus, wechseln eine unbefriedigenden Arbeit, sind mit weniger Konsum zufrieden und beginnen ihren jeweils eigenen "Garten" zu bearbeiten und zu pflegen.

In insgesamt 10 Feldern zeigen die beiden Autoren die Zwänge und gleichzeitig die Möglichkeiten, diesen zu entkommen:
* Information
* Bildung
* Beruf
* Geld
* Sicherheit
* Gesundheit
* Umwelt
* Kultur
* Beziehungen
* Politik

Sie nennen es eine "Abenteuergeschichte", die keine Utopie sei. "Sie bezeichnet keinen unmöglichen Ort für unmögliche Menschen. Sie ist zwar unwahrscheinlich, doch wird sie Wirklichkeit durch Schritte, die klein genug für reale Menschen sind. Sie erfordert Unwahrscheinliches: Mut, Klugheit, Maß, Gerechtigkeit - Ideen, die so unwahrscheinlich sind wie das Wunder des Lebens und keine Spur weniger real."

Die eigene Ratlosigkeit nicht mehr hinnehmen, sondern als Ausgangspunkt nutzen für neues Denken und kleine Schritte hin zu einem selbstbestimmten Leben.
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