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Systemneustart
 
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Systemneustart [Gebundene Ausgabe]

William Gibson , Hannes Riffel
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 491 Seiten
  • Verlag: Tropen Bei Klett-Cotta; Auflage: 1., Aufl. (Mai 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3608501134
  • ISBN-13: 978-3608501131
  • Originaltitel: Zero History
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 15,2 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 198.500 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

»Gibson lesen, heißt unsere Gegenwart als bereits eingetreteneZukunft zu begreifen.« New York Times

Ein abgetakelter Rockstar, ein undurchschaubarer Geschäftsmann und ein unsichtbares Modelabel: Sie alle sind verstrickt in ein unentwirrbares Geflecht gegenseitiger Verdächtigungen und Intrigen. Wieder einmal gelingt Gibsonein furioser Wirtschafts-Thriller. In einer Welt, inder Gut und Böse nicht zu unterscheiden sind.

Klappentext

Hollis Henry bekommt einen neuen Auftrag. Gemeinsam mit einem Junkie soll sie ein Underground-Label ausspionieren. Es geht um vielmehr als einzigartig geschnittene Hosen im Militarylook: Für eine Ausschreibung der amerikanischen Armee soll ein Konkurrent ausgeschaltet werden. Am besten ist es, niemandem zu trauen, vor allemnicht seinem eigenen Auftraggeber. Es gibt wohl kaum einen Autor in unserer globalisierten Welt, der Verschwörungstheorien so spannend erzählt wie William Gibson. Mit»Systemneustart« setzt er einen furiosen Schlusspunkt unter diebeiden Vorgängerromane »Mustererkennung« und »Quellcode«.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nur an dunklen Orten, abseits. Nur durch Mund zu Mund Propaganda. Nur heimlich.
So wird eine neue Mode verkauft, ein neues Label. Zumindest im neuen Roman vom Schöpfer des 'Neuromancer' und quasi Erfinder des 'Cyberspace', William Gibson. Der Abschlussroman einer Trilogie, die, in der Gegenwart angesiedelt, die Verehrung von Geld und den Ausdruck eigenen Seins durch den Besitz entsprechender Dinge, ins Zentrum der Erzählung rückt.

Kein Science-Fiction Roman, wie man es von Gibson lange Jahre, Jahrzehnte gewohnt war. Ein Gegenwartsroman mit dem zugrunde liegende Element der 'Heimlichkeit der Mode'. Welcher Modeschöpfer aber wäre so verrückt, seine absolut 'in' werdende Kreationen möglichst einer breiten Öffentlichkeit vor zu enthalten? Genau, einer, der weiß, wie man auf der Klaviatur der Web Gemeinde zu spielen hat, um einen Hype zu inszenieren.

Ein Sujet allerdings, das nicht sonderlich interessant wäre für die breite Öffentlichkeit, auch nicht für die Protagonisten im Buch, wenn nicht das große Geld (mal wieder) winken würde. Denn jene Kreationen an Jacken und Hosen sind genau das, was das Militär sich als neue Grundlage für die Uniform der Soldaten vorstellt. Und da winkt das große Geld. Und für das große Geld, da hat Hubertus Bigend (nomen est omen) eine Nase.

Mit einer Gruppe äußerst exzentrischer Menschen macht er sich auf die Suche nach den Designern hinter dem Label. Eine Suche, die (für den Leser) nicht nur leicht chaotisch beginnt und von ebenso chaotischen Figuren initiiert wird, sondern die auch im weiteren Verlauf des Buches eine ungemein verwirrende Abfolge nimmt. Hollis Henry, ehemalige Rocksängerin. Milgrim, ehemaliger Drogenabhängiger mit gängiger Erfahrung im Rahmen von 'Beschaffungen' außerhalb der Legalität. Und ein ehemaliger Basejumper ohne Beine. Das Team ist versammelt und stochert im Dunklen. Lange.
Klar, Hounds gibt's auch bei Ebay (im Buch), aber nur chinesische (die bauen eben alles nach), Hounds gibt's auch zu kaufen, aber nur für Insider. Hounds sind in, aber anscheinend nicht zu bekommen, vorweniger ist in Erfahrung zu bringen, wer Hounds herstellt. Und natürlich bleiben die Mitstreiter um Bigend herum nicht die einzigen, die sich verstärkt auf die Suche nach jener Kleidung machen, die scheinbar die Zukunft bedeutet. Selbst der Geheimdienst mischt letztendlich mit.

So schreitet, besser, taumelt der Roman voran. Und bietet Seite für Seite einen Blick auf die gegenwärtige Welt des Konsums, in der die richtige Hose deutlich wichtiger erscheint als eine wie immer geartete innere Haltung, in der die Mode das Soldatentum interessant macht und alle Gefahren nur mehr am fernen Horizont aufscheinen lassen. In diesen Beschreibungen hat das Buch seine Stärken. Da, wo Milgrim, der aufgrund seiner Entwöhnungskuren einiges an modischen Erscheinungen verpasst hat, auf die moderne, hippe, technisierte und formorientierte Welt trifft und genauso auf dem Mond hätte gelandet sein können. Jener Milgrim, der letztlich im Buch den Spiegel der Welt darstellt, in dem der Leser sich und auch sein Verfangensein in Labels, Touchscreens, Handys und Kaffeeläden mit Szene Faktor wiedererkennt. Eine Wertigkeit von Dingen, die ebenso absurd ist, wie letztlich die Grundidee des Buches. Es geht ja nicht um Geheimpläne für Plutoniumwaffen, um die Erfindung einer Weltneuheit, noch nicht einmal um Spionage im klassischen Sinne. Es geht nur um Jacken und Hosen. Bei klarem Nachdenken kommt man schon auf den ersten Seiten des Buches darauf, dass dies nun nicht einen solchen Aufwand wert ist. Wer aber denkt schon in realen und nüchternen Bahnen, wenn es darum geht, etwas zu besitzen, was alle haben wollen?

In der Form mäandert das Buch allerdings zunehmend immens aus, soweit, dass kaum noch jemand einen klaren Durchblick hat, wer nun was genau wo sucht und gegen wen er sich zur Wehr zu setzen hat.

Interessant im Blick auf eine Welt, süchtig nach Labels und damit nach reinen Äußerlichkeiten, mäßig im Erzählfluss und im Aufgreifen eines roten Fadens im Roman verbleibt ein zwiegespaltener Leseeindruck. Eine visionäre Kraft wie in den 'Neuromancer' Romanen zumindest ist in diesem Buch von Gibson nicht zu finden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kann danach noch etwas kommen? 26. September 2011
Von Amazon bestätigter Kauf
Das Ende der dritten Trilogie von William Gibson ist ein Kammerspiel in einer globalisierten Welt. Die Motivation der Akteure ist persönlicher Natur. Wie in einem Altman-Film sind es die Situationen der Menschen, die das Buch ausmachen, beleuchtet durch ihr eigenes individuelles Wahrnehmen. Der Gegenstand der Geschichte hingegen bleibt unbeleucht, zu groß und unfassbar, ist vom einzelnen nicht zu durchschauen. Die Geschichte entwickelt sich, weil die Akteure einander verpflichtet sind. Verträge, Freundschaft, Liebe, Markenwahn. Alle kommuniziern mit modernster Technik, müssen von Hotel zu Hotel jetten, immer in der Angst vor den Konsequnzen ihrer Handlungen, von abgehörten Gesprächen, von immer wieder neuen nicht einzuschätzenden Geschäftspartern. Keine science fiction sondern normale Paranoia in der Megacity.

Der Schluss ist eher schwach, "weil sich alle kriegen"
Wobei die letzte Trilogie insgeammt ein schon sehr ausgereiftes Lesevergnügen bedeutet.

Wird William Gibson nochmal eine Trilogie beginnen?
Was kann nach seinen phantastischen neun Büchern überhaupt noch Neues kommen?
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Kreis schließt sich 31. August 2011
Von Ralf F.
Mit dem Roman 'Systemneustart' ist Gibson ein würdiger Abschluss (?) der Reihe gelungen. Nach 'Mustererkennung' und 'Quellcode' schließt sich der Kreis und einige der Protagonisten haben nochmal ihren Auftritt.

Meiner Meinung nach ist die Story des dritten Bandes mindestens so gut wie in 'Mustererkennung' und das Ende auch überzeugender.
Einen Überblick über die Handlung, die Personen und die Vorgänge im Vorder- und Hintergrund habe ich nicht verloren.
Da gibt es, glaube ich, viel kompliziertere Romane...^^

Nach 'Quellcode' habe ich nicht den Fehler gemacht und vorab den Klappentext gelesen, denn ich wollte nicht wieder Gefahr laufen vom Verlag Infos zu erhalten, die zu viel vom Inhalt verraten und die Spannung rauslassen. Wenn gleich die Gefahr wohl unbegründet war, denn von Verlagsseite wurde dies wohl nicht widerholt...
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