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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Alle schönen Dinge finden irgendwann ein Ende,
Rezension bezieht sich auf: The System of the World: Volume Three of The Baroque Cycle: 3 (Gebundene Ausgabe)
Mit 'System of the World' (SotW) hat Neal Stephenson den letzten Teil seiner Baroque Cycle Triologie vorgelegt. Das Buch ist wieder sehr gut, ohne jedoch die atemlose Begeisterung auslösen zu können, die seine beiden Vorgänger bewirkten.Inhaltlich bringt Stephenson die hauptsächlich in Quicksilver begonnene Lebensgeschichte des Daniel Waterhouse zu einem runden Abschluss. Im Gegensatz zu den beiden Bänden vorher gibt es fast durchgängig nur eine Perspektive - die von Daniel Waterhouse - keine Wechsel und dadurch auch weitaus weniger Abwechslung als beispielsweise in Confusion. So dauert es dann auch verhältnismäßig lange, bis die Geschichte richtig in Fahrt kommt (ca. 140 Seiten); bis dahin wird dem Leser schwerpunktmäßig London geschildert. Viele Seiten beschreiben die Veränderungen über die Lebenszeit von D. Waterhouse, sowie seine Erinnerungen zu den Örtlichkeiten. Als sich die Story dann aber herauskristallisiert (und Jack Shaftoe in das Geschehen eingreift) ist sie fesselnd und unterhaltsam, ideenreich und überraschend, dynamisch und ausgefeilt, wie gewohnt. Dennoch meine ich rückblickend, dass Stephenson von den Bällen, die er über 3000 Seiten in die Luft wirft, am Ende nicht mehr alle auffangen kann. Ich hätte mir einen ausgearbeiteteren Anschluss an Confusion gewünscht. Viele (vermeintliche) Schwerpunkte, wie beispielsweise die Crew der Minerva oder das Thema der Sklaverei, spielen nur noch eine untergeordnete Rolle. Einige Ereignisse und Handlungsstränge werden nicht aufgelöst oder zusammengeführt. Ich werde das Gefühl nicht los, dass da noch 'mehr' hätte sein können; 'mehr' hätte erzählt, beendet und in einen Zusammenhang gebracht werden können. FAZIT: Stephenson hat sich die Latte mit den beiden ersten Teilen verdammt hoch gesetzt. Es ist keine Schande, dass er es nicht vollständig schafft, diesen hohen Erwartungen durchgängig gerecht zu werden. Keine Frage: Der Inhalt und Umfang, die Ideen und auch die Handlung in SotW reichen locker für zwei gute Bücher. Gemessen an Stephenson'schen Maßstäben allerdings, ist der dritte Teil des Baroque Cycle der Schwächste (daher 'eigentlich nur' 4,5 Sterne). SotW ist ohne Frage ein sehr gutes Buch - ein absolutes Muss für die Leser der ersten beiden Teile. Aber leider nicht der allübertreffende, grandiose Abschluss, auf den ich insgeheim hoffte. Aber - vielleicht ist SotW nicht das Ende der Geschichte. Immerhin liegen noch ca. 200 Jahre zwischen diesem Buch und Cryptonomicon - viel Raum für Geschichte(n). Beispielsweise um die Entwicklung der Wissenschaften weiterzuerzählen oder den Computer zu erfinden. ;-) Der Baroque Cylce als Gesamtwerk ist definitiv schon jetzt ein Klassiker! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
ein gelungener Abschluss,
Von
Rezension bezieht sich auf: The System of the World: Volume Three of the Baroque Cycle (P.S.) (Taschenbuch)
Erwartet habe ich ziemlich viel nach den beiden ersten Teilen und war somit sehr gespannt, wie Stephenson die Story weiterspinnt und wohin sich das alles entwickeln wird. Letztlich bin ich nicht enttäuscht worden und wer Band 1 und 2 gut fand, wird Teil 3 mit Sicherheit ebenso gut finden.Der Roman beginnt mit der Ankunft von Daniel Waterhouse im England des Jahres 1714, knüpft also an der Stelle an, die Stephenson im ersten Teil des ersten Bandes verlassen hatte - Daniels Aufbruch aus Boston zurück nach England. Damit ist zwischen Band 2 und 3 ein nicht ganz unerheblicher Zeitsprung vorhanden. Wie schon in Band 1 und 2 hält Stephenson seinen Stil konsequent durch, langsam und detailreich, aber im Vergleich zu den beiden vorherigen Bänden ist etwas mehr Tempo in der Handlung. Nichts desto trotz ist es nichts zum nebenher darüber hinweg lesen, einlassen auf das Buch muss sich wie schon bei Teil 1 und 2. Aber wer dieses Buch liest, kennt die beiden ersten schon und erwartet nichts anderes. Letztlich ist es wiederum spannend zu lesen, wie die zunehmende Kluft zwischen den verschiedenen politischen Strömungen in London zu politischen Verstrickungen bis aufs kontinentale Europa hin führt und welche Rolle Geld und Währung dabei hatte (und hat). Einige Höhepunkte waren für mich Daniels Club zur Aufklärung einiger Verbrechen, der letztlich von ihm vermittelte persönliche Disput zwischen Newton und Leibniz, die überraschende Rolle, die Jack spielt sowie Daniels Erlebnisse im Fleet Prison. Wie schon in Band 1 und 2 ist natürlich auch wieder die wunderbare Art mit der Stephenson diese Zeit zum Leben erwecken kann unübertroffen und es macht einfach Spaß immer wieder weiterzulesen. Wer ein furioses Finale im Stil eines historischen Krimis erwartet, also einen großen Knall am Ende, der mag vielleicht etwas enttäuscht sein. Meiner Meinung ist das aber überhaupt kein Kritikpunkt. Am Ende des Jahres 1714 wird klar, dass ein neues System entstanden ist und sich weiter entwickeln wird (politisch wie philosophisch) und dass unsere liebgewonnenen Freunde - mittlerweile gealtert aber noch immer mitten im Leben -, die mit dazu beigetragen haben, dieses System zu entwickeln, nun ein Teil davon sind und darin ihren jeweiligen Weg weitergehen werden. Das Buch endet sehr sanft und entspannt, gibt einen kurzen Ausblick was die Hauptpersonen später machen werden. Ich empfand das Ende als genau angemessen für die Größe und Art des Barockzyklus und habe das Buch mit einem Lächeln am Ende zugeklappt. Nach insgesamt fast dreitausend Seiten bin ich froh den baroque cycle gelesen zu haben und deswegen gibt es für Teil 3 volle Punktzahl. Und man darf gespannt sein, was Stephensons nächstes Projekt ist. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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