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Symphonie der Toten: Roman (suhrkamp taschenbuch) Taschenbuch – 28. September 1998

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Abbas Maroufi wird 1957 in Teheran geboren. Nach der Grundschule muß er seine schulische Weiterbildung auf den Abend verlegen, um tagsüber Geld zu verdienen. Er leistet seinen Militärdienst ab und beginnt in der Freizeit zu schreiben. Das Ende seiner Militärzeit fällt mit der Revolution zusammen. Er studiert an der Universität Teheran Dramatische Literatur, muß das Studium aber aufgrund der revolutionsbedingten Schließung der Universität von 1980 bis 1982 unterbrechen. In den folgenden Jahren arbeitet er zuerst als Lehrer für persische Grammatik in der Erwachsenenbildung und später in der Musikabteilung der Stadthalle von Teheran. Da nach der Revolution Unterhaltungsmusik im weitesten Sinne verboten ist, erhält diese Arbeit eine besondere Brisanz. 1990 gibt er diese Tätigkeit auf und gründet die Zeitschrift Gardun (Himmelsgewölbe), die er als verantwortlicher Herausgeber leitet, bis er im Januar vom "Gericht für Presseangelegenheiten" wegen "Beleidigung" der islamischen Grundwerte zu sechs Monaten Gefängnis, zwanzig Peitschenhieben und zweijährigem Publikationsverbot verurteilt wird. Grund für das Urteil sind Beiträge verschiedener Autoren in Gardun, die angeblich Schmähungen der religiösen Werte und des Revolutionsführers enthalten.
Auf Grund internationaler Proteste wird das Urteil vorerst nicht vollzogen, jedoch wird der Zeitschrift Gardun die Lizenz entzogen. Der Autor kann überraschenderweise ohne Schwierigkeiten das Land verlassen. An der Bewerkstelligung der Ausreise beteiligt sind deutsche Stellen sowie der deutsche PEN (mit Günter Grass).


Zur Zeit lebt Abbas Maroufi mit seiner Frau Akram Abooee, einer Malerin, und den drei Töchtern in Berlin. Er hat die Buchhandlung Hedayat gegründet (Kantstr. 76). Die Zeitschrift Gardun, die er einige Zeit auch im deutschen Exil herausgebracht hat, mußte ihr Erscheinen aus finanziellen Gründen vorerst einstellen.
Maroufi hat in Iran zahlreiche Romane veröffentlicht. Am bekanntesten wurde seine Symphonie der Toten. Außerdem einige Erzählbände, Theaterstücke sowie Essays. Auf Deutsch erschienen ist außer der Symphonie (Insel Verlag, auch suhrkamp taschenbuch) der Roman Die dunkle Seite, eine Variation von Hedayats Blinder Eule (ebenfalls Insel Verlag). Der Blinden Eule, dem größten persischen Roman des 20. Jahrhunderts, hat Maroufi auch ein Nachwort gewidmet (siehe Die blinde Eule, Bibliothek Suhrkamp). Das Jahr des Aufruhrs, ein weiterer Roman Maroufis, wird derzeit übersetzt. Die Veröffentlichung ist für das Frühjahr 2005 vorgesehen (Insel Verlag). Im Verlag der Bamberger Universität ist ein Bändchen mit Erzählungen (zweisprachig) und einer sehr informativen Einleitung erschienen.
In Iran dürfen seit kurzer Zeit einige von Maroufis Werken neu veröffentlicht werden. Ansonsten erschienen sie in exil-iranischen Verlagen. Das gegen ihn ergangene Urteil ist bisher nicht aufgehoben worden.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Format: Taschenbuch
Abbas Maroufi trifft in "Symphonie der Toten" einen sehr schönen Ton, wie man ihn selten hört. Er schildert in diesem Buch das Existieren, manchmal Vegetieren einiger Menschen, deren Seelen vom Leben in ihrer engen, iranischen Stadt, von Neid, von einem schicksalhaft uneinsichtigen, verbohrten Vater zerstört werden. Dieses langsame, todtraurige Zermahlenwerden, die Vernichtung der Persönlichkeiten, wird wie Musik gespielt, mit einem trockenen Schmerz, der sich an manchen Stellen zum Wahnsinn krümmt. Virtuos wechselt die Erzählperspektive von Zeit zu Zeit; eine andere Person aus der Geschichte übernimmt dann die erste Stimme und erzählt weiter, aus ihrer Perspektive, in einer anderen Tonlage, einer anderen Stimmung. "Symphonie der Toten" ist ein sehr besonderes Buch, von großer künstlerischer Qualität und Meisterschaft. Es ist das Beste, was ich in den letzten Jahren gelesen habe.
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Format: Taschenbuch
Ein Buch, das den Leser zu fesseln vermag. Von Anbeginn spürt der Leser, dass er in Begriff ist, etwas Besonderes zu lesen; ja zu ERLEBEN. Maroufi schildert den unerbittlichen Kampf der Ignoranz gegen das Andersartige. Den schmerzhaften Versuch des Althergebrachten, etwas Neues zu verhindern. Er läßt immer wieder andere Akteure, aus unterschiedlichen Zeiten, die eine Geschichte weiter erzählen: Wie Wunschvorstellungen und Klischees, falsch verstandene "Tradition" und anerzogene Engstirnigkeit Neues verhindern, Neues vernichten. Ein ergreifendes Buch, meisterhaft erzählt. Durchweg traurig und doch so fesselnd. Maroufi, der Meister, weiß, wovon seine Geschichte erzählt. Auch das macht sie zu einem Meisterstück.
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Format: Taschenbuch
Der Roman "Symphonie der Toten" von Abbas Maroufi beschreibt das Schicksal einer Familie im Iran, deren Mitglieder sich gegenseitig zugrunde richten, bzw. an den Lebensbedingungen und Denkweisen der Menschen zerbrechen. Im Mittelpunkt stehen dabei die beiden Söhne Aidin und Urhan. Der eine, intellektuell begabt, möchte Schriftsteller werden, der andere steigt in die Fußstapfen des Vaters und wird Lebensmittelhändler. Aidin, der Dichter, wird von seinem Vater und Bruder zutiefst gedemütigt. Schritt für Schritt wird ihm die Möglichkeit zur künstlerischen Entfaltung, sozusagen die Luft zum Atmen, genommen. Als ihm sehr spät das Geschenk einer großen Liebe zuteil wird, ist es bereits zu spät... Maroufi vergleicht das Schicksal der beiden Brüder mit der Geschichte von Kain und Abel und spiegelt die Situation im Iran wider, geprägt von Unterdrückung und Intolleranz gegenüber Intellektuellen, Andersdenkenden und Frauen. Mit einer eindrucksvollen, bilderreichen Sprache, (ausgezeichnet übersetzt von Anneliese Gharaman-Beck) und ohne je rührselig zu sein, bewegt und fesselt der Roman den Leser bis zur letzten Seite. Ein ausgezeichnetes Buch!
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