Bevor ich den knarksigen, plärrenden Klang (den kann ich quasi als Experiment verkraften), aber vor allem Passagen, zumindest nach meinem Empfinden, absoluter Stagnation nicht selbst gehört hätte, hätte ich das niemandem geglaubt: Bei vielen anderen Aufnahmen bricht spätestens im zweiten Teil ein Sturm los und man wird belohnt. Diese Sinfonie verläuft aber hier so nüchtern und leidenschaftlos, dass ich immer dachte, es kommt noch was - bis sie zu Ende war. >Plopp. Immerhin leistete Sir Roger Norrington hier Pionierarbeit mit historischen Instrumenten (1988). John Eliot Gardiner, der zwar nicht für emotionale Exzesse bekannt ist, klingt im "Originalklang-Vergleich" meines Erachtens viel eleganter.