Kurzbeschreibung
"Unter Berücksichtigung der Psychologie von C.G. Jung schlägt Hedwig von Beit einen neuen Weg der Märchen-Interpretation ein. Sie sieht die Märchen im Raum der Seele, als Darstellungen seelischer Ereignisse in der Form symbolischer Bilder. Damit wird erreicht, was die Märchenforschung bisher vergeblich versucht hatte: es wird möglich, die rätselhaft weite und allgemeine Verbreitung eines Grundstoffes gleicher Motive in den Märchen der Völker der Erde zu erklären und darüber hinaus den Sinn der Märchen zu erfassen. Hedwig von Beit untersucht eine Reihe von charakteristischen Märchen, zieht andere zum Vergleich heran und umfaßt dabei die große Zahl der bisher erschienenen Märchensammlungen und die wesentliche Literatur." Der zweite Band 'Gegensatz und Erneuerung im Märchen' schließt unmittelbar als Ergänzung an den Band 'Versuch einer Deutung' an. Die Märchen dieses Bandes zeigen in ihrer geheimnisvollen Sprache wesentliche Probleme auf, deren Meisterung vom Menschen auf seinem Entwicklungsgang gefordert ist, und es ergibt sich von neuem, daß der Volksmund in seinen Erzählungen die innere Bilderwelt darstellt, mit welcher der Mensch sich während seines Lebensweges auseinandersetzen muß. "Die eingehenden Einzelanalysen, die wechselseitige Erhellung der Märchen und Mythen, der Vergleich mit Vorstellungen des Volksglaubens, der Alchemie, der Gnosis bringen ... so viel Aufschlußreiches, für die Märchenforschung Neues, daß diese das große Werk künftig gern zu Rate ziehen werden."