Die Briten Paradise Lost sind jetzt nach der EMI bei Gun Records gelandet. Die früher als Initiatoren des Gothic Death Metal bekannten Musiker, sind nach dem sehr Depeche Modelastigen Host und dem irgendwie guten aber etwas kraftlosen Believe In Nothing, zu einer Mischung aus Believe In Nothing und One Second zurückgekehrt, es rockt, mit neumodischen Sounds verwoben. Die Stimme des Ex Growlers (lange ist es her) Nick Holmes hat seit meinem letzten intensiven Erlebnis mit der Band (One Second), noch mal eine Metamorphose erlebt, sie wirkt heller und klarer. Es scheint als wollen Paradise Lost die Fans der neueren Alben behalten und alte zurückgewinnen, jedenfalls regieren die Gitarre auf dieser Platte etwas mehr. Hoffentlich wirkt sich das auch auf die Liveshow aus, wegen der die fünf Musiker in den letzten Jahren des öfteren Kritik einstecken mussten. Lassen wir das Geplänkel und sprechen konkret über die Songs, wie oben erwähnt ist etwas Back To The Roots angesagt. Auf jeden Fall sind die Songs sehr gut, die bewährten Paradise Lost Melodien und ein sehr abwechslungsreicher Gesang von Nick Holmes lassen an alte Grosstaten denken. Das Keyboard ist mittlerweile ein wichtiger Bestandteil der Band geworden, am Besten gefällt es mir, wenn es im Pianosound klimpert, die manchmal eingestreuten neumodischen Effekte und kalten Drumsound gefallen mir dagegen nicht so gut, was aber von tollen Songs, die Tiefe besitzen wieder wett gemacht werden. Die früher von Gregor Macintosh bekannten Solos sucht man hier vergebens, hier ist alles kompakter und auf den Punkt gebracht, weniger verspielt. Im Interview sagte Nick aber, das der Drumsound besser ist als auf meinem Vorabtape.... Es sind einige Hits auf der CD, die natürlich kein zweites Icon darstellt, aber eine gute Platte, die nicht so relaxt und drucklos wie die auch nicht schlechte Believe In Nothing Scheibe klingt, die Briten haben also wieder mehr Biss und das war nötig! Freunde von Frauengesang, werden den Auftritt der Gastsängerin mögen, der sehr hitverdächtig geworden ist. Für meinen Geschmack könnte die Gitarren noch mehr braten, da denke ich schon wieder wehmütig an den alten Kram. Trotzdem ist Symbol Of Life eine gute Scheibe, mit der man verlorenen Boden zurückgewinnen kann. Paradise Lost müssen jetzt nur noch die Fans live überzeugen und der erfolgreichen Rückkehr steht nichts im Wege!