Symbiose von Uwe Post sprudelt über vor neuen Ideen. Witzig und flott geschrieben, lässt es den Leser nicht los:
Im 22. Jahrhundert leben Menschen in einträchtiger Symbiose mit gezüchteten Spamtauben, Toilettkröten und Botenelfen. Die Politiker haben den Trend zur Korruption beendet und die Kaiserin der Welt wird in einer gigantischen Castingshow gewählt.
Bei deren Krönungszeremonie wird Aric fast zu Tode getrampelt, erscheint in einer Talkshow, wo er seine Liebe zur Kaiserin gesteht und wird von einer kaltblütigen Politikerin für ihre Zwecke missbraucht. Während die Massen im Web 3D unterhalten werden, setzen sich die Politiker und Konzernbosse still und heimlich nach Vyrroc ab, einem befreundeten Planeten voller heuschreckenähnlicher Intelligenzen, die genau die gleichen liebenswerten Charakterzüge haben, wie die menschliche Rasse.
Was sie alle zusammen verheimlichen, ist, dass ein Meteorit, der aussieht wie ein gigantischer weißer Hai, auf die Erde zurast und sie verschlingen wird.
Ausgehend von dieser grotesken Situation jagd Uwe Post seine Helden im Eilzugstempo durch die Geschichte, reißt vieles an, lässt aber auch vieles aus. Andere Autoren hätten aus diesem Stoff eine 10 bändige Saga gemacht und das ist auch mein einziger Kritikpunkt: So viel Themen in einem Buch von unter 200 Seiten unterzubringen überfordert den Leser manchmal. Da hätte ich mir manchmal mehr Detail gewünscht und mehr Zeit, die Figuren lieben zu lernen.
Insgesamt las sich das Buch flott und erfrischend und dank des unkonventionellen Ausganges (den ich hier natürlich nicht verrate) wobei der Hai nicht von Atomraketen in die Luft gejagt wird, gibt es von mir volle 5 Sterne.