Für alle Uschi Glas Fans ist der Seriennachfolger von "Anna Maria" "Sylvia - Eine Klasse für sich" natürlich absolut obligat, keine Frage.
Darum habe ich mir die erste Staffel der Serie in den letzten Tagen auch angeschaut. En Block sozusagen.
Meine Meinung ist trotz der von mir vergebenen 5 Sterne etwas zwiespältig, da "Sylvia" stellenweise so "soapy" ist, daß es schon an "Trash" erinnert.
Damit will ich hauptsächlich das teilweise allzu Süßliche u. Liebliche der Serie anprangern.
Wenn Uschi Glas allzu gepreßt spricht, hat das mit Natürlichkeit nicht mehr viel zu tun, ebenso wenig, wenn sie "Dankee" statt "Danke" sagt, schon grenzwertig.
Trotzdem unterhält die Serie recht ordentlich, wenn auch nicht so gut wie "Anna Maria". Das kommt sicherlich nicht zuletzt daher, daß man es in dieser Serie doch hauptsächlich mit Schülern zu tun hat, was auf Dauer eben etwas öde ist, aus dem Alter ist man schließlich gottseidank raus.
Am meisten gestört hat mich in dieser ersten Staffel das einige Folgen etwas sehr "freizügig" waren, was sich darin widerspiegelte, daß beispielsweise eine Schülerin zur Prostitution gezwungen wurde (sehr glaubwürdig...), u. auch noch in mehr als nötig gewesenen Nacktszenen zu sehen war, oder einer Schülerin wurden K.O.Tropfen in ihr Getränk gekippt u. sie tanzte nackt mit fliegenden Brüsten, das war sicherlich auch dem verantwortlichen Sender SAT 1 geschuldet. Wie man weiß werden in diesen Werbesendern ja gerne mal "nackte Tatsachen" zur Steigerung der Werbeeinnahmen genutzt. Nur in einer Schülerserie bzw. Familienserie, dazu noch mit Uschi Glas, der Sauberfrau par Excellence der Nation, in der Hauptrolle geht so etwas rein gar nicht, unter aller Kanone muß ich sagen. Das war schon widerwärtig. Es bleibt ein übler Nachgeschmack.
Worum es in der Serie überhaupt geht ist schnell erklärt, eine Lehrerin wechselt von Hamburg in ihre alte Heimat Bayern, genauer gesagt München u. tritt dort an einem Gymnasium eine neue Stelle an. Die Serie beschäftigt sich mit dem Alltag der Lehrerin, sie heißt übrigens Sylvia Waldmann, u. ihren kleineren u. größeren Sorgen u. natürlich nicht zu vergessen, mit den Problemen ihrer zahlreichen Schüler, die teilweise allerdings an das Niveau einer Hauptschule denken lassen vom Verhalten her, aber keineswegs an das von einem Gymnasium.
Sylvia Waldmann lebt quasi nur für ihren Beruf, kein Problem, daß sie nicht lösen könnte, schon nervig irgendwo, aber eben heile Welt u. zum Entspannen prima geeignet, von daher gebe ich noch 5 Sterne, wenn mir diese Anzüglichkeiten auch gar nicht gefallen haben, sondern ich sie einfach nur unappetitlich fand, schließlich, it's a Soap u. die muss clean bleiben !!!
P.S.: Wenn ich mir das ganze 90er Jahre Ambiente so anschaue bin ich echt froh, daß wir dieses Jahrzehnt mode-u. ambientemäßig weit hinter uns gelassen haben. Mann, waren das fürchterliche Möbel u. Klamotten, grrrrr !!!