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Unglaublich, mit welcher Präzision der Mann alles in Grund und Boden trümmert! Sein Spiel passt allerdings auch perfekt zum mächtig aggressiven, vorwärts peitschenden Song-Material der Platte. Bei Strapping Young Lad wird jedes musikalische Extrem bis hin zum totalen Exzess gesteigert und die Grenze zum Chaos permanent gestreift, aber niemals wirklich überschritten. Harsche Death- und Thrash-Riffs treffen auf abgefahrene Lärmkaskaden und werden immer dann, wenn man es am wenigsten erwartet, von einer warmen Gesangs- oder Keyboard-Melodie konterkariert. Brutal, einzigartig, völlig entfesselt! Die sechs Jahre Warten seit dem letzten regulären Album City haben sich definitiv gelohnt. --Andreas Stappert
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Mit Syl läßt läßt Hevy Devy, wie er sich selbst gerne nennt, den Death Metal, rein gesangstechnisch sogar den Black Metal, wieder aufleben. Nach einem kuschelweichen Intro läßt "Consequence" keinen Zweifel daran, wo die musikalische Reise hingehen soll. Was die Gitarrenarbeit anbetrifft, hat man hier sogar die Tieftöner Morbid Angel aus Covenant-Zeiten noch übertroffen; so rotztief habe ich eine Gitarre selten stöhnen gehört. Mit Detox Pt. 2 bis 11 haben wir es aber überhaupt nicht zu tun.
Auch Knüppelgott Gene Hoglan läßt auf dieser Scheibe nun wirklich nichts anbrennen. Double-Bass Attacken wie "Consequence", pure Knüppelsongs wie "Relentless" (sogar erstmalig mit Blastbeats!) und "Dirt Pride" oder punktgenaue Rhythmus-Attacken wie auf "Bring Out the Young" setzen neue Maßstäbe. Schade ist nur, daß die Sneardrum produktionstechnisch in den Knüppelparts gegen die Bassdrum überhaupt nicht ankommt und stellenweise sogar komplett untergeht. Ansonsten haben SYL aber alles richtig gemacht. Das hört man besonders bei "Aftermath", das im hypergenialen Knüppelpart zwar stark an Detox erinnert, aber dennoch ganz andere Schwerpunkte setzt.
Musikalisch also alles bestens, denn die Brachialorgie wird herrlich atmosphärisch unterstützt durch tragende Keyboard-Teppiche, die ein Übriges dazutun. Komischerweise schafft es Mr. Townsend immer, nie einen negativen Gesamteindruck aufkommen zu lassen; alles fügt sich nahtlos in eine Gesamtkomposition zusammen. So wirken weder das Black-Metal-Gekreische in Dirt Pride noch der tragende, fast opernmäßige Gesang von "Force Fed", der an Ocean Machine Zeiten erinnert, aufgesetzt oder gar lächerlich. Das Gegenteil darf natürlich für die stellenweise immer noch herrlich sarkastischen Lyrics gelten. Für Abwechslung ist also durchaus gesorgt.
Hevy Devy hat wiedermal für eine Überraschung gesorgt und liefert ein Thrash-/Death-/Black-Metal-Industrial Vollbrett aller erster Güte ab, das Slayer wie Weicheier aussehen läßt. Bestens geeignet für Aggressionsabbau aller Art. Weiter so!
Die CD beginnt wie von SYL gewohnt mit einem Intro. Dies ist hier doch etwas melodischer und episch-klingender Ausgefallen, als es auf dem Vorgänger der Fall war.
Liedchen Nr.2 "Consequence" prügelt dann schon wunderbar los, gefolgt vom schnelleren "Relentless". "Rape Song" ist ein wunderbares Chaos, "Aftermath" glänzt mit einem herrlich melodisch-heftigem Chorus und einem nicht enden wollenden (und die Nackenmuskeln strapazierenden) Mittelteil. Ein weiteres Highlight ist "Force Fed", welches teils hymnische Ausmasse annimmt und trotzdem ein Brett ist.
Was mir an der CD auffiel und was mich auch etwas enttäuscht, ist, dass bei diesem Album der Synthie- und Sample-Krach, der bei "City" schon mal für den ein oder anderen 'Autsch'-Effekt sorgte, hier kaum mehr vorhanden ist. Der Anteil elektronischer Einflüsse wurde so ziemlich auch ein Minimum reduziert. Schade eigentlich. Ansonsten gibt es keine Beanstandungen. Die Produktion ist wirklich heftig geraten. Da wird man für eine gute anlage belohnt.
Gene Hoglan, seines Zeichens Schlagzeuggott, ist endlich mal richtig zu hören. Seine Doublebass, die fast allzeit präsent ist, walzt sowieso alles nieder.
Auch die Anderen machen ihre Sache sehr gut; spielen alle doch auf einem technisch hohen Niveau.
Devin schafft mal wieder zu Beweisen, dass sich "melodiös" und "brachial" nicht unbedingt ausschliessen. Seine Stimme setzt er diesmal doch etwas variabler ein; sei es nun Gesang oder Gekreisch, Devin schafft's schon!
Auch findet man eine gehörige Portion Grindcoreattacken und massig Grooveparts, die sich ohne zu moshen nicht überstehen lassen.
'Weniger Elektronik, mehr Breite' scheint das Motto des Albums zu sein.
Und wer bei der CD ruhig sitzen bleiben kann, dem ist eh nicht mehr zu helfen!!!
Anspieltipps:
2. Consequence
5. Aftermath
8. Force Fed
Drums: Blastbeat! Sprengsatz! Rasend! Schneller! Doublebassblastbeat! Verrückt! Krass!
Gitarre & Bass: Brutal! Tief! Aggressiv! Lesen Sie weiter...
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