Das Buch ist gut - leider mit Abstrichen.
Der Autor hat hier ein umfangreiches Rezeptbüchlein verfasst, das immer einige gesundheitliche Aspekte mit einfließen lässt. Das macht der Autor jedoch ohne Belege. Er stellt Behauptungen auf, die manchmal zu überdenken sind. So soll roher Quinoa der gekeimt und fermentiert wurde beispielsweise die ideale Babynahrung sein. Das ist aber wegen der enthaltenen Saponine (Bitterstoffe) nicht unumstritten.
Es werden große Mengen an Wildkräutern in die Gerichte gemixt. Die Gerichte überdecken den Geschmack der Kräuter. Das kann den Körper aber überlasten, wenn man alles so mischt und nicht mehr spürt, wann man genug hat. Außerdem werden auch gekeimte Hülsenfrüchtler wie Kichererbsen zum Rohverzehr empfohlen.
Die Rezepte hören sich sehr lecker und innovativ an. Bisher habe ich noch wenig nachgemacht. Was ich probierte war der Quinoa-Quark, bei dem Quinoa zuerst keimt, dann püriert wird und dann fermentiert wird. Leider hat es nicht geschmeckt. auch nicht die daraus hergestellten Sushi. Eventuell lag das aber auch an der Herstellungsweise! Der rohe Apfelstrudel war ganz annehmbar... Mal schauen, ob ich meine Kinder für Enzym-Nutella oder die anderen sich wirklich interessant anhörenden Rezepten begeistern kann.
Wer gerne hauptsächlich mit einem Hochleistungsmixer arbeitet und gerne viele Zutaten insbesondere Wildkräuter mischen möchte, der liegt mit dieser Rezeptsammlung richtig. Aber nur, wenn er nicht ausschließlich roh isst, denn dann können insbesondere durch die bedenklichen Stoffe in rohen Hülsenfrüchtlern und Pseudogetreiden Probleme auftreten.