Switzerland ist das dritte Album der Detroiter um Dick Valentine und wie man leider sagen muss, auch ihr bislang schwächstes Werk. Nur - ein schwächeres E-Six Album ist noch immer eine an sich ordentliche Sache, weil sich die Band die Messlatte recht hoch gelegt hatte. Das Tempo ist etwas heruntergefahren worden und manchen Songs fehlt einfach der letzte Kick. Andererseits gibt dann auch klasse Hits wie 'Germans in Mexico' oder 'Mr Woman' zu hören. Letztlich ist es immer Dick Valentines Gesang, der es der Band erlaubt, noch die Kurve zu kriegen. Würde der Teufel ein Rockstar sein, er würde sich sicherlich exakt so anhören. Manche beschwerten sich, der typische Witz der Band sei inzwischen ein wenig abgestanden - ich kann das nicht ganz teilen, insbesondere der kurze Rausschmeisser 'Chocolate Pope' trieb mir vor Lachen die Tränen in die Augen (I bought my girlfriend a chocolate pope...such a delicious, delicous way to save her). Also unter dem Strich ein empfehlenswertes Album für Fans der Band, für Neueinsteiger nur bedingt.