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Kundenrezensionen

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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Mai 2011
'Alte Eigenarten lassen sich nur schwer verändern'.
Diese fast schon Bauernweisheit ist fast in jedem Leben nachvollziehbar und ein einfacher Erfahrungswert, den auch die Autoren zunächst ins Felde führen.

Alte, eingefahrene Verhaltensmuster sitzen fest. Aber das muss nicht so bleiben, folgt man zumindest den Einlassungen der beiden Autoren im Buch. Egal, ob in persönlicher, privater oder beruflicher Hinsicht, Seite für Seite geben die Autoren Möglichkeiten und Hinweise an die Hand, wie eine effektive Veränderung gelingen kann, respektive, wie alte Verhaltensmuster durch neue ersetzt werden können, ohne dass dies zu einem lebenslangen Arbeitsthema zu werden braucht.

Mittels der Metaphern eines Elefanten (die Macht der Gewohnheiten, faul, kurzfristiger Befriedigung immer den Vorzug vor langfristigem Nutzen gebend) und eines Reiters (der, der den Elefanten steuern möchte, langfristig planend) und dem Bild des Weges (den der Elefant sich oft und oft einfach trampelt, um weiterhin seinen Gewohnheiten zu frönen, den der Reiter gangbar machen möchte, um Ziele zu erreichen), nutzen die Autoren passende und treffende Bilder. Das große Gefühlsleben voller Gewohnheiten, Unsicherheiten und der Neigung, immer nur eingefahrene Wege zu gehen, der Verstand als Reiter, der aber oft sich in sich selbst verfängt und letztlich zu viel denkt und wünschenswerte oder notwendige neue Wege, die aber gerade am Anfang holprig sein können und daher eine gezielte Leitung des Elefanten bedürfen. Hierzu muss der 'Elefant' motiviert werden, muss der 'Reiter' gezielt anleiten und dadurch der 'neue Weg' (als Bild für eine konkrete Lebenssituation) gangbare Gestalt annehmen. Der Elefant aber ist es letztlich, der die Sache mit der Veränderung bewerkstelligen wird. Gegen sein ständig drängendes Inneres kommt kein Mensch dauerhaft an, daher muss dieses Drängen in eine gewollte und konstruktive Richtung gelenkt werden.

Erfolgreiche Veränderungen, so die Autoren, haben daher immer ein gemeinsames Muster.
Es braucht eine emotionale Motivation für die inneliegenden Gewohnheiten, klare Direktiven für den Verstand, der ebenso klar Wegmarken setzt und anstrebt, und es braucht eine möglichst breite Planierung des 'neuen Weges' (einer neuen Lebenssituation). Letztlich also muss man die Situation verändern, um das Verhalten zu ändern. Der Elefant liefert hierfür, richtig motiviert, das Durchsetzungsvermögen, der Reiter den Plan.

Wenn also eine Veränderung erfolgreich erfolgen soll, dann braucht es zunächst völlige Klarheit und direkte Handlungsanweisungen für den Reiter, keine allgemeinen Floskeln wie 'Leb gesünder', die nur sofort zu rationalen Verwirrungen führen werden. Es braucht eine Motivation für den Elefanten, emotional eine Änderung zumindest unterstützen zu wollen und es braucht eine Planierung des Weges, soweit es möglich ist, damit nicht Hindernisse den Verstand vor Rätselaufgaben stellen, in denen er sich verstrickt oder die Gewohnheiten wieder erstarken lassen, da Unklarheit über den nächsten Schritt entsteht.

Flüssig und verständlich geschrieben, mit einer ständigen Darbietung von eingängigen Beispielen mit Aha-Effekt verbleiben die Autoren stets seriös. In ihrem Selbstverständnis legen sie kein Do-It-Yourself Buch zur einfachen und umgehende Veränderung vor, sondern eine Drei-Schritt Methode mit einer Vielzahl von Hinweisen an den Leser, wie Veränderungen 'leichter' werden können. Indem sie die Einlassungen einfach halten, entsteht ein ebenso leicht zu merkender Rahmen, der mit den konkreten Zielen dann gefüllt werden und durchaus auf den Weg gebracht werden kann. Vielfach werden Forschungsergebnisse erläutert und deutlich erkennbar, dass die Autoren in bester Weise eine Zusammenfassung neuester, wissenschaftlicher Erkenntnisse zum Verhalten des Menschen und zu Verhaltensänderungen verarbeitet haben. Erkenntnisse, die bereits in der Form des Buches im Hintergrund wirken, denn äußerst unterhaltsam geschrieben, mit Humor und vielen Beispielen emotionale durchaus motiviert, aber auch mit genügend 'klarem Futter' für den Verstand ebnen die Autoren durchaus den Weg zum Angang eigener Veränderungen, legen somit genau das im Buch vor, was sie als System vermitteln wollen.

Ein hoch motivierendes Buch mit vielen Ah-Effekten, die in den Raum stellen: 'So mach ich das jetzt!'. Empfehlenswert.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. April 2012
Das Buch befasst sich mit Änderungsprozessen in Teams oder bei Individuen, die über die Dressur hinausgehen und auf wirklicher Motivation beruhen.

Was das Buch gigantisch gut macht, ist ein Bild. Es ist das Bild eines Reiters auf einem Elefanten. Der Reiter ist unser Verstand (neurobiologisch: unser Cortex) mit seinen Plänen, Analysen und guten Vorsätzen. Und dieser Reiter versucht, einen Elefanten zu dirigieren, der unsere (nur teilweise bewussten) Wünsche, Begierden und Gefühle darstellt (das limbische System). Schon das Bild macht schlagartig vieles klar, woran die Ratgeberliteratur mit ihrer Bestärkung guter Vorsätze" sich die Zähne ausbeißt: Der kleine Reiter hat null Chancen, den Elefanten mit Appellen und Gewalt zu dirigieren. Wenn der Elefant eine süße Frucht im Dschungel erspürt, wird er darauf lostrampeln, egal wie verzweifelt der Reiter an den Zügeln zerrt. Gewiss: Der Reiter kann auch mal Kraft einsetzen, also mit Disziplin versuchen, den Elefanten auf ein bestimmtes Ziel hin zu lenken. Aber seine Kraft ist schnell erschöpft, und wenn der Reiter dann kraftlos in den Seilen hängt, hat der Elefant ganz freie Bahn.

Das faszinierende Bild von Reiter und Elefant wende ich ständig für mich an, seitdem ich davon gelesen habe. Ich ziehe Schlussfolgerungen, wenn es um meine eigene Motivation geht (Was sagt denn jetzt mein Elefant dazu?"). Und natürlich, wenn ich andere für etwas gewinnen will (Was kann ich seinem Elefanten bieten?") Chip und Dan Heath bieten eine Fülle von guten und strukturierten Vorgehensweisen, die die jeweiligen Stärken und Schwächen des ungleichen, aneinander geketteten Paares in uns verwenden, um trotz allem zum Ziel zu kommen. Ungeheuer spannend für Teams, die sich auf Ziele oder Vorgehensweisen einigen möchten und Energie in die Veränderung kriegen wollen. Für sie finden sich wichtige Tipps, wie z. B.:

* "Verkleinern Sie das Ausmaß der Veränderung". Damit ist gemeint, in Projekten schnell, schon nach den ersten Schritten, einen Projektnutzen zu organisieren. Dadurch wird dem Projekt Energie zugeführt, es wird selbsttragend.

* "Sprechen Sie das Gefühl an." Wenn wir nur mit Umsatzzahlen oder Kostengrößen argumentieren, aber unsere Ziele nicht mit attraktiven Bildern unterfüttern - dann sprechen wir nur das Reiterlein an, und der Elefant bleibt lustlos stehen.

Trotz dieser Buchvorzüge bleibt mir in der Darstellung eine Lücke. Es ist die Frage der Manipulation. Wer definiert die Ziele, in deren Richtung wir (unseren und andere) Elefanten locken? Kann ich (z. B. als Chef oder als externer Berater) mit der Switch-Methode andere Menschen zu Zielen führen, die nicht in ihrem eigenen Interesse sind? Wenn ich es könnte - dürfte ich es? Wer würde es merken? Wer würde mich hindern können? (Die Switch-Autoren thematisieren dieses Problem an einem Beispiel, verfolgen das Thema aber nicht weiter. Siehe Seite 177 im Buch.)

Zu diesen Fragen hat sich anhand des Buches der Heath-Brüder eine Diskussion auf unserem Blog [...]entsponnen (Artikel vom 2. April 2012). Wer Lust hat, kann sich (auch jetzt noch) an der Diskussion beteiligen.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Dezember 2011
Der Titel der Rezension verweist auf die Metapher vom übermächtigen Elefanten als Sinnbild für unsere emotionale Natur; und seinem Reiter als Sinnbild für unsere Ratio, welcher bemüht ist, den Koloss auf Kurs zu halten. Dies ist eines der Konzepte, welches sich als Leitbild duch das Werk zieht.

Zunächst eine Warnung: Wenig, von dem, was Sie in diesem Buch lesen werden, ist grundlegend neu. Denn Bücher über die Themen "Ziele erreichen" bzw. allgemein "Change" gibt es bekanntlich wie Sand am Meer. Warum ich trotzdem 5 Sterne vergebe?

Dem Brüderpaar Heath & Heath gelingt es (wie auch in Was bleibt: Wie die richtige Story Ihre Werbung unwiderstehlich macht für meinen Geschmack wie nur wenigen Autoren, ihre Inhalte derart eingängig und plausibel zu verpacken, dass ich tatsächlich versuche, zumindest die für mein Leben und meine Arbeit stimmigen Konzepte sofort auszuprobieren - im Gegensatz zu 90% der "Ratgeber", die nach dem Lesen folgenlos im Regal verschwinden. Und gerade das macht den Wert eines solchen Buches für mich aus.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Mai 2011
Wenn sich in Ihrem Leben irgendetwas zum Besseren hin verändern soll, dann ist dieses Buch genau das Richtige! Streng wissenschaftlich fundiert und trotzdem ausgesprochen unterhaltend, werden dem Leser zahlreiche Techniken, Tricks und Denkanstöße vermittelt, die positive Veränderungen ermöglichen oder zumindest sehr erleichtern. Dabei ist es ganz egal ob Sie 10 Kilo abnehmen, Ihre Mitarbeiter motivieren oder Ihre Schlüssel nicht mehr verlegen wollen. Ich glaube, in "Switch" lässt sich für fast jedes Problem ein Lösungsansatz finden.

Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen. Unbedingt lesen!
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wer glaubt, mit diesem Buch eine schnelle Anleitung zum Alles wird besser" in die Hand zu bekommen, liegt falsch. Auch wenn es flott und teilweise umgangssprachlich geschrieben ist, bleibt es nicht auf billigem Ratgeberniveau hängen. Das Autorenpaar hat sehr viel Fachwissen aus Psychologie und Verhaltensforschung hineingepackt, das gut verdaut werden muss, wenn man tatsächlich Nutzen aus der Lektüre ziehen will. Dennoch bleibt sie praxisnah und bietet Lesevergnügen, schon wegen der zahlreichen Beispiele und Zwischenübungen. Der Anhang mit der kompakten Anleitung und den gut gewählten Problemlösungen eignet sich hervorragend, um immer mal wieder nachzuschlagen und sich das Wesentliche in Erinnerung zu rufen. getAbstract empfiehlt das Buch allen, die bereit sind, für eine Veränderung die Ärmel hochzukrempeln.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Februar 2013
Das Buch handelt von Veränderung(en). Im kleinen (persönlichen) als auch im großen Rahmen. Die aufgeführten Beispiele sind sehr gut recherchiert und unterhaltsam zu lesen. Die dahinterlegende Theorie für Veränderung gliedert sich in drei Säulen:
Das bewußte Wollen (in der metaphorischen Sprache der Autoren DER REITER), die unbewussten Prozesse (DER ELEFANT, auf dem der Reiter sitzt) und die äußeren Bedingungen verändern (DER WEG des Elefanten).
Der REITER ist das, für was wir uns bewusst entscheiden (jeden Morgen joggen, der Gesundheit wegen), der ELEFANT das, was wir unbewusst wollen (weiter im Bett liegen, eine Pizza essen) und der WEG, alles was im Äußeren liegt (fehlende Joggingschuhe). Diese drei Säulen sind in weitere Unterpunkte gegliedert. Für alle Unterpunkte finden die Autoren sehr anschauliche Beispiele aus allen Bereichen (von persönlicher Veränderung bis hin zur Weltwirtschaft)und aus der ganzen Welt. Es macht sehr viel Spaß und isst inspirierend diese Beispiele zu lesen.
Zwischen den einzelnen Kapiteln sind immer wieder Problembeispiel und die Anwendung des "Switchs" mit allen seinen möglichen Aspekten.
Die Autoren können aufgrund ihrer Theorie sehr gut erfolgreiche/positive Veränderungen erklären (allerdings im Nachhinein). Was nicht gelingen wird, ist diese Theorie für aktuelle Probleme wirklich anzuwenden (zumindest nicht besser als den normalen gesunden Menschenverstand). Geschichte lässt sich im Nachhinein auch wunderbar erklären - allerdings hat es noch keinem Politiker geholfen die richtigen Entscheidungen zu treffen (aufgrund vorhandener Theorien). Bleibt also nur wieder der mehr oder weniger gesunde Menschenverstand.
Nettes lesenswertes Buch (alleine der Beispiele wegen) - seine Anwendbarkeit ist eher zu bezweifeln.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust", erkannte Goethe. Bereits Platon sprach von einem "rationalen Wagenlenker, der ein wildes Pferd zügeln muss". (14) Gemeint sind der rationale Verstand und die Emotionen, die beiden Systeme, die den Menschen steuern.

Chip und Dan Heath bauen auf dieser Erkenntnis ihr Buch auf, in welchem es darum geht, Veränderungen umzusetzen. Sie veranschaulichen ihre Thesen mit einem einprägsamen Bild von einem Elefanten (emotionale Seite) und seinem Reiter (rationale Seite).

Wie gelingt es dem (schwachen) Reiter, den (starken) Elefanten nachhaltig in eine bestimmte Richtung zu bewegen? Davon handelt das Buch. Aus dem beruflichen und privaten Alltag weiß jeder, dass es schwierig ist, Veränderungen umzusetzen.

Das Buch enthält wenig Theorie, dafür sehr viele Beispiele aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen. In getrennten Abschnitten stehen jeweils die Aspekte "Reiter", "Elefant" und "Weg" im Fokus. Die Ausführungen sind verständlich.

Das Buch wirkt typisch amerikanisch, beschrieben werden Erfolgswege und keine Misserfolge. Die Beschreibungen klingen plausibel. Dennoch bleiben Fragen offen: Wie hoch ist die Erfolgsquote? Wie nachhaltig sind die Veränderungen? Gibt es Nebenwirkungen?

Für meinen Geschmack hätten wenige Fallbeispiele ausgereicht. Das Buch könnte bei gleicher Aussagekraft auf die Hälfte reduziert werden. Es handelt sich um einen Ratgeber, den man lesen kann, aber nicht lesen muss, denn die Autoren vermitteln keine neuen Erkenntnisse über den Menschen.
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Die Brüder Chip (Professor an der Standford University) und Dan (Professor an der Duke University) Heath gehen mit viel Erfahrung und Forschungshintergrund (v.a. Entwicklungspolitik und Armutsphänomene) der Frage nach, wie Veränderung funktioniert. Sie kommen dabei auf gut 270 Seiten dargestellt – in ihre metaphorische Sprache gekleidet - auf drei Grundprinzipien:
1. Dem Reiter die Richtung weisen
2. Den Elefanten motivieren
3. Den Weg ebenen
Die letzten zehn Seiten widmen sie der Fragestellung, wie der Wandel in Gang gehalten werden kann.

Das Inhaltsverzeichnis kann dabei wie ein Rezeptbuch des „Wie?“ gelesen werden. Im ersten Kapitel geht es um die Frage, wie dem Reiter (unserer rationalen Seite) die Richtung gewiesen werden kann. Indem wir unserem Verstand aufzeigen, dass es bereits Wege gibt, das Ziel zu erreichen (auf positive Ausnahmen fokussieren), die einzelnen Schritte klar festlegen und das Ziel der Schritte aufzeigen.

Im zweiten Kapitel steht die emotionale Seite im Vordergrund. In Anlehnung an Jonathan Haidt nennen die Autoren diese „den Elefanten motivieren“. Wie? Indem das Gefühl eindrucksvoll angesprochen wird (mich hat hier das Beispiel des Changes in der Grundeinstellung der Buchhaltung einer sozialen Organisation beeindruckt, S. 130-132) und das Ausmaß der Veränderung in kleinen Häppchen verdaubar gemacht wird. Wenn ein solcher Prozess dann noch durch die positiven Effekte, die selbstlernende Teams erzeugen können, unterstützt wird, scheint das Thema Motivation zur Veränderung ein Selbstläufer werden zu können. Die Autoren prägen dafür den Slogan „Lassen Sie Ihre Leute an den Aufgaben wachsen“.

Im dritten Kapitel geht es um die Frage, wie eine solche initiative Change-Bewegung ihre Wirkung in die Breite entfalten kann. Die Vorschläge der Autoren: Das Umfeld verändern (wir alle kennen das Phänomen, dass wir bei großen Tellern tendenziell umfangreicher am Buffet zugreifen), Gewohnheiten herausbilden (z.B. die Laufschuhe schon abends bereitstellen, sodass ich beim Aufstehen sozusagen in meine Laufschuhe falle) und die „Herde“ mobilisieren (v.a. durch das Herstellen von sozialen Vergleichen; Wir kennen die Hinweise in Hotelbadezimmern, in denen auf das ökologisch bewusste Verhalten anderer Hotelgäste verwiesen wird).

Mit dem abschließenden vierten Kapitel erinnert das Autorenduo daran, dass es bei Veränderungen nicht um den großen Wurf, sondern viele kleine Schritte im Kleinen geht. Angelehnt an das Prinzip des Shapings aus der Verhaltenspsychologie sind auch die ersten Schritte hin zum Veränderungsziel wertzuschätzen – und nicht erst das finale Ergebnis.

Der Anhang fasst die vorherigen 280 Seiten dankenswerter Weise auf acht Seiten Pragmatismus zusammen. Für Change-Verantwortliche eine wertvolle Checkliste zur Reflexion der eigenen Vorgehensweise.

Für mich liefern Chip und Dan Heath mit dem vorliegenden Werk - in Ergänzung zu John P. Kotters acht Schritte der Veränderung, die eher die strategische Ebene der Veränderungsarbeit beschreiben - sozusagen die notwendige und aus meiner Beratungserfahrung in Change-Prozessen heraus unabdingbare Feinarbeit auf der Ebene der Change-Kommunikation. Unbedingt lesenswert!
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am 5. März 2015
Die Cheap Brothers zeigen Wandel nicht wie oft in de Organisation als das Problem, ein organisatorisches Konstrukt zu bewegen. Sondern sie fokussieren auf die Antipoden, die in jedem Individuum stecken: Rationaler Willes, etwas zu tun und emotionale Lust auf - Beharrung oder Wohlbefinden. Wenn sich Dinge ändern sollen, so müssen beide in Einklang gebracht werden.

Dazu beschreiben die Autoren drei Aufgaben: (1) Richtung geben (2) Motive aktivieren (3) Hindernisse wegräumen. Zu jeder werden drei Unterpunkte genannte, die es konkret anzusteuern gilt. Alles begründen Sie leicht lesbar, wissenschaftlich fundiert und durch Beispiele gespickt. Zudem werden Situationen geschildet, die man selber lösen kann - erfährt aber auch die Lösung der Autoren.

Ich empfehle das Buch für diejenigen, die nicht nur lesen, sondern zu Veränderungen auch ins konkrete Handeln kommen wollen. Relevant.
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am 21. Juni 2015
Ich habe mich bisher nicht an Sachbücher herangewagt. Um meine Skepsis abzubauen, kann ich dieses erste gelesene Buch sehr empfehlen, da es aufzeigt, warum es uns so schwer fällt, Veränderungen anzunehmen, und wie gut es gelingen kann, sich zu verändern. Manchmal war es schade, dass es so viele Beispiele aus der Wirtschaft gab, aber sie waren nachvollziehbar und nicht abgehoben.
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