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Entstanden ist die Idee während der Aufnahmen zum Soundtrack für Bridget Jones, zu dem Robbie den Klassiker "Have You Met Miss Jones" beisteuerte. Tatsächlich aber verehrt Robbie das so genannte Ratpack schon von jeher, das Trio Dean Martin, Sammy Davis junior und vor allem Frank Sinatra, und ihnen widmete er auch dieses Album. Wie wir bereits seit dem Queen-meets-Robbie-Song "We Are The Champions" wissen, kniet sich Robbie in seine Projekte in fast ungesunder Weise hinein. Robbie "war" damals Freddie Mercury. Und nun ist er mit einer unglaublichen Perfektion zu Frank Sinatra mutiert. Jedes Fitzelchen seiner Erscheinung, die Kleidung, die Fotosession, die Bewegungen und vor allem die aufwändige Instrumentierung mit dem kompletten London Session Orchestra und einigen Dutzend zusätzlichen Bläsern lassen Frankies Person und seinen Crooner-Sound der 50er und 60er wieder auferstehen. Wir hoffen nur, dass Robbie sich nicht an die Liter von Whiskey gewöhnt, die Frankieboy während seiner Konzerte in sich hineinschüttete.
Mit herrlichen Neuversionen im alten Stil wie dem Mackie-Messer-Song, "One For My Baby" (mit Sinatras 84-jährigem Pianisten Bill Miller) oder "Mr. Bojangles" (während dessen Aufnahme das gesamte Orchester in Szenenapplaus ausbrach) wird Robbie ein völlig neues, junges Publikum für Frank Sinatra und seine Crooner-Kumpels begeistern. Am großartigsten aber klingen die Duette: Das wundervolle "Somethin' Stupid", in dem Nicole Kidman überraschend perfekt die Stimme von Nancy Sinatra übernimmt. Dass "It Was A Very Good Year", das dank moderner Studiotechnik den originalen Frank Sinatra wieder auferstehen lässt, eine Idee der früheren Musiker von Frank Sinatra selbst war, rührte nicht nur Robbie, sondern nun auch uns zu Tränen.
Weiterhin grandios: "Well Did You Evah", jener witzige Partydialog aus dem Film High Society, in dem Saturday Night Lives Jon Lovitz unserem Robbie fast die Show stiehlt, "Me And My Shadow" mit Robbies bestem Freund Jonathan Wilkes, von dem wir nun dringend mehr hören wollen, "They Can't Take That Away From Me" mit Rupert Everett und das lustige "Things" mit der Schauspielerin Jane Harrocks. Aber auch die Solointerpretationen sind fantastisch, man hat das Gefühl, Robbie wächst mit seiner Aufgabe, wird mit jedem Song sicherer und stärker im schwierigen Crooner-Genre.
Natürlich könnte man auch zu den Originalen greifen. Aber Robbies Album macht einfach Spaß. Unverständlich jedoch scheint der Opener, das orchestrale und extrem kitschige "I Will Talk And Hollywood Will Listen", eine Schmalzorgie von Robbies kompositorischem Alter Ego Guy Chambers, die hier wirklich nichts zu suchen hat. Aber die 14 anderen Swingperlen entschuldigen diesen Ausrutscher. Swing When You're Winning sollte jeder besitzen, Rock-, Robbie- oder auch Frankie-Fan. --Kati Hofacker
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehr gelungen,
Von vschiko@t-online.de (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Swing When You'Re Winning (Audio CD)
Nein, er ist nicht Frankie-Boy und er ist sicherlich auch nicht Dean Martin oder Sammy Davis Jr. Diese CD soll nicht eine Kopie des Rat-Packs sein.Das soll und darf man nicht erwarten. Es gibt genug Spinner, die sich für einen zweiten Frank Sinatra halten. Nicht aber Robbie Williams. Er hat eine Hommage an diese Legenden geschaffen und ich finde, es ist ihm außergewöhnlich gut gelungen. Wer das Konzert in der Royal Albert Hall gesehen hat, der konnte erkennen, das er eine tolle Performance hingelegt hat (eigentlich wie immer), aber diesmal eben im passenden Rahmen. Er zeigt, daß er ein Entertainer ist und er kann es verdammt gut. Wenn ich mir die derzeitige Musiklandschaft ansehe, dann bin ich froh, daß es Künstler gibt, die sich an solche Projekte heranwagen. Daher kann die CD und die DVD nur überzeugen. Hoffentlich war es das Comeback dieser wundervollen Musik und hoffentlich darf man noch mehr erwarten. Übrigens bin ich fast vierzig Jahre alt und gehöre somit nicht zur üblichen Robbie-Fan-Gemeinde jüngeren Alters. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
32 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ungewöhnlich aber gekonnt !,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Swing When You'Re Winning (Audio CD)
Ich bin wahrlich kein Robbie Williams Fan, habe aber Hochachtung vor einem Sänger der in ein paar Jahren ein wirklicher Entertainer sein könnte.Das Album ist sicher als gelungen zu bezeichnen, obwohl es natürlich nicht an die alten Klassiker heranreicht. Dafür fehlt ihm ein wenig die Seele, die halt nun mal den Swing ausmacht. Trotz allem hat ein junger Musiker den Mut, sich an die wunderbaren Stücke des Swings zu wagen und das macht er verdammt gut. Natürlich reicht derzeit sein Können nicht an einen Frank Sinatra heran, das ist auch nicht der Sinn dieser CD. RW wollte einfach zu seinem Spaß diese Stücke neu einspielen und vielleicht auch ausprobieren, was daraus werden kann. Und es ist eine sehr gute Swingscheibe geworden !! Weiter so ! Ich kann diese CD jedem empfehlen, der für Swing etwas über hat. Es macht Spaß, die Klassiker in neuen Gewand mit einem famosen Orchester zu hören. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Eine nette "Einstiegsdroge"...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Swing When You'Re Winning (Audio CD)
ist Robbie Williams' CD "Swing when you're winning" geworden. Mehr allerdings auch nicht. Beachtenswert sein Mut, sich mit Sinatras zeitlosen Klassikern auseinanderzusetzen, teilweise sogar - Computer macht's möglich - im Duett mit "Ol' blue eyes" in "A very good year". Das ist sicherlich eine der stärksten Nummern der CD. Vor einigen Jahren hatte ich zu Sinatra nicht so den rechten Zugang, das war mir alles ein bißchen zu "altväterlich". "Swing when you're winning" habe ich mir eher aus einer Laune heraus gekauft, denn ich bin absolut kein Robbie-Williams-Fan, wollte aber gerne wissen, was er aus Sinatra macht. Vorab: Die Aufgabe hat er so gut gelöst, daß mittlerweile jede Menge Sinatra-Alben in meinem Plattenschrank stehen. Die einzige, allerdings große Schwäche dieser CD ist nämlich, daß die Originale einfach nochmal um Klassen besser sind - bis dahin fehlen Robbie Williams noch etwa 30 Jahre Lebenserfahrung, Bars, Clubs und sonstiges, um authentischer zu klingen. Seine Versionen sind einfach zu glatt. Dennoch: Wem Sinatra (noch) nichts sagt und wer einen kleinen Ausflug in die Welt von Big Band-Sound und Crooning machen möchte, dem sei dieses Album durchaus empfohlen.
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