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Swimming Pool
 
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Swimming Pool

Charlotte Rampling , Ludivine Sagnier , François Ozon    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (43 Kundenrezensionen)
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Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Keiner von Ozons Filmen gleicht dem anderen, und doch verbindet sie alle eine stilistische Brillanz, die durch ihren Variantenreichtum noch viel stärker strahlt. Aber bei aller Virtuosität hat sich Ozon doch auch einen Sinn für das Spielerische, das Leichthändige und Trügerische bewahrt. Er spielt mit allem und jedem, mit den Genres und den Geschichten, der Kamera und den Schauspielern, aber am meisten spielt er mit dem Zuschauer. Und selbst wenn man sich dessen ganz und gar bewusst ist -- wie bei seinem psychologischen Thriller Swimming Pool -- wird man doch immer wieder von ihm überrascht.

Wie schon in früheren Filmen Ozons ist die Ausgangssituation auch hier äußerst simpel. Zwei Frauen, wie sie kaum verschiedener sein könnten, treffen in dem französischen Landhaus des Verlegers John Bosload (Charles Dance) aufeinander. Die eine ist seine Starautorin Sarah Morton (Charlotte Rampling), die sich in einer tiefen Krise befindet und in der Abgeschiedenheit des Hauses wieder zu sich und zu ihrem Schreiben finden will. Die andere ist Bosloads 20-jährige Tochter Julie (Ludivine Sagnier), deren Leben sich auf eine endlose Reihe von Affären und One-Night-Stands zu reduzieren scheint. Natürlich geraten die beiden ständig aneinander, und jedes Mal offenbart sich eine neue Fassette ihrer Beziehung, die längst nicht so einfach und so klar definiert ist, wie man zunächst glaubt.

Swimming Pool ist nach Unter dem Sand der zweite Film, den Ozon ganz auf Charlotte Rampling zugeschnitten hat. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt aller Szenen. Selbst wenn die Kamera Ludivine Sagniers Körper und Sex Appeal in Szene setzt, sind sie kaum mehr als eine Folie, vor der Charlotte Rampling ihre Rolle in all ihren Nuancen entfalten kann. In der ersten Hälfte des Films gleicht ihr Spiel einer Studie in Neurosen. Wie sie all ihre Triebe und Impulse zu kontrollieren sucht, wie sie ihren Hunger nach Leben sublimiert, ist zugleich komisch und tragisch. Sie zeichnet das Porträt einer Frau, die schlichtweg verlernt hat zu leben. Erst durch die Begegnungen mit der so überaus körperlichen Ludivine Sagnier, die sie mit jeder Bewegung, jedem Blick herauszufordern scheint, beginnt sie lockerer zu werden. Von Szene zu Szene scheint Charlotte Rampling mehr aufzublühen. Die Art, in der sie erst zaghaft und dann immer selbstsicherer ihren Körper wieder entdeckt, hat etwas Magisches.

In dem boulevardesken Musical 8 Frauen hat Ozon ein ironisches Spiel mit den Konventionen des "Whodunits" getrieben. Die Situation in dem eingeschneiten Haus hätte direkt aus einem Roman von Agatha Christie stammen können, doch letztlich hat Ozon schon damals gar nicht nach dem Mörder gefragt, seine Aufmerksamkeit galt vielmehr den komplexen psychologischen Beziehungen zwischen den Frauen. Mit Swimming Pool geht er nun gleich mehrere Schritte weiter in dieser Richtung. Wie in den Romanen von Patricia Highsmith und Ruth Rendell steht hier nicht mehr das Verbrechen im Zentrum sondern dessen Psychologie. Der Täter steht eindeutig fest, seine Beweggründe sind das eigentliche Rätsel, dem man im Endeffekt nie ganz auf den Grund gehen wird. Wie Ozon letztlich alles in der Schwebe hält, gleicht einem kleinen erzählerischen Wunder, das auch wiederholtem Sehen standhält. --Sascha Westphal

Kurzbeschreibung

"Sarah Modwell, eine erfolgreiche englische Kriminalautorin steckt in einer schweren Schaffenskrise. Um sich von ihrer Depression abzulenken und zu neuer Inspiration zu finden, verbringt sie den Sommer in dem französischen Landhaus ihres Verlegers. Da taucht dessen Tochter auf und wird für Sarah eine neue Quelle der Inspiration."

Movieman.de

Moviemans Kommentar zur DVD: Trotz des gloriosen Tones reicht es insgesamt nur für ein Gut, da das Bild bei den akustischen Standards nicht ganz mithalten kann. Ein paar kurzweilige Interviews und Cast & Crew-Infos runden das Unterhaltungs-Paket "Swimming Pool" ab. Der Film ist in seiner langsamen Intensität von einer bestechend analytischen Qualität und wird natürlich auch von der großen Charlotte Rampling getragen. Neben dem Krimi-Plot werden psychologische Problem geschlechtsspezifischer Betrachtungen des eigene Alterungsprozesses augenscheinlich und der Film gewinnt mit jeder Filmminute weitere Erzähl-Dimensionen hinzu. Kunstvolle Unterhaltung, hocheffektiv und mörderisch spannend: sehenswert

Bild: Die Schärfe könnte etwas packender sein, so daß Gesichter in Halbnah- oder Halbtotaleinstellungen etwas griffiger abgebildet würden und nicht bereits leicht konturschwach wie vorliegend (00.03.44, Gesicht, Halbnah). Artefakte halten sich weitgehend zurück und äußern sich allenfalls als Mattscheibeneffekte bei Schwenks (00.39.29, Schwenk über Blondine), dann aber durchaus unübersehbar. Bei sattem Kontrast aber noch gut ansehbar.

Ton: Ein sehr griffiges Sounddesign, das fast schon mit kaligraphischer Definition die Feinheiten der Kulisse herausarbeitet. Die Ambienz in einer Wohnung etwa klingt so lebensecht in den Details (Ablegen des Schlüssels, Nebengeräusche von draußen, 00.07.06, dass man akustisch in das Geschehen fast hineingezogen wird. Auch die Musik ist superb gemischt: weiträumig und mit gnadenloser Transparenz. Grandios. --movieman.de

VideoMarkt

Die erfolgreiche Krimi-Autorin Sarah Morton wird von ihrem Verleger John Bosload vom regnerischen London in dessen südfranzösisches Domizil geschickt, wo sie ihre Schreibblockade überwinden soll. Widerwillig macht sich die bärbeißige Lady auf in das abgelegene Sommerhaus ihres Brötchengebers. Nachdem der Kühlschrank gefüllt ist, Papier und Bleistift zurechtgelegt sind, kann mit dem Schreiben begonnen werden. Da taucht Bosloads Tochter Julie auf, ein Mann wird ermordet, und mit der Ruhe ist's vorbei.

Video.de

Nach seiner vielbeachteten Fassbinder-Adaption "Tropfen auf heiße Steine" und dem makabren Musical "8 Frauen" begibt sich Regisseur François Ozon nun auf Patricia-Highsmith-Terrain und findet sich beim subtilen Krimi ebenso gut zurecht wie bei all den anderen von ihm bedienten Genres. Zwei großartige Leading Ladies, Charlotte Rampling und Ludivine Sagnier, wunderschöne sonnendurchflutete Sommerbilder (Yorick le Saux) und die vertrackte Story garantieren nicht nur Fans von Suspense-Thrillern beste Unterhaltung.

Blickpunkt:

Mit faszinierender Leichtigkeit springt Frankreichs Wunderkind François Ozon mit jeder neuen Arbeit unbeschwert von Genre zu Genre. Auf sein ernstes Drama 'Unter dem Sand' und das berauschende Boulevard-Musical '8 Frauen' lässt er mit 'Swimming Pool' einen ebenso verspielten wie sinnlichen Krimi in der Hitchcock- und Highsmith-Tradition folgen, der fast beiläufig auch noch vom kreativen Schaffensprozess und der Erweckung einer fast verblühten Frau erzählt. Als einziger roter Faden ziehen sich durch Ozons Werk unglaublich starke und komplexe Frauenfiguren - und seine Lieblingsheroinnen Charlotte Rampling ('Unter dem Sand') und Ludivine Sagnier ('Tropfen auf heiße Steine', '8 Frauen') danken es ihm hier in diesem Zusammenprall von Jung und Alt, Lust und Pflicht, französischem Savoir vivre und britischer Steifheit mit leidenschaftlichen und freizügigen Darstellungen.[BR][BR]Vom verregneten Großbritannien ins sommerliche Südfrankreich reist die Krimiautorin Sarah Morton auf Anraten ihres Verlegers John Bosload um in dessen Landanwesen neue Energie zu schöpfen und unter der wärmenden Sonne eine verflixte Schreibblockade zu sprengen. Die ist freilich nur Ausdruck ihrer eigenen Verstocktheit, eines Mangels an Lebensfreude, an Lust und Sinnlichkeit. Nicht von ungefähr ist der titelgebende Swimming Pool im Garten des pittoresken Bauernhauses fortan Gradmesser von Sarahs Seelenzustand: Am Anfang von einer unansehnlichen Plane verdeckt, dann im Verlauf der Handlung davon befreit zunächst noch voller Blätter, Zweigen und Dreck und schließlich verlockend und verführerisch blau funkelnd. [BR]Diese Entwicklung wird in Gang gesetzt von Bosloads Tochter Julie, die unangemeldet ins Haus schneit und mit ihrer ungekünstelten, von keinerlei Moral gehemmten Art und ungezügelten Sexualität das exakte Gegenteil von Sarah darstellt. Was sich die Schriftstellerin bestenfalls in ihren geheimsten Träumen wagt, setzt das kleine Luder ohne Gewissensbisse um: Jeden Abend hat sie einen anderen Liebhaber, um sich bei Tag wie Gott sie schuf am Swimming Pool von ihren Eskapaden zu erholen. Eine überaus komplexe Beziehung entwickelt sich zwischen den beiden Frauen, die gekennzeichnet ist von Fragilität, Ambivalenz, etwas Neid, viel Konkurrenzdenken und schließlich Komplizenschaft, als eines der sexuellen Abenteuer Julies in einer Bluttat gipfelt und eine Männerleiche entsorgt werden muss. [BR]Eigentlich ist es eine auswegslose Situation, in der sich die beiden Frauen auf einmal befinden. Aber Ozon katapultiert die beiden mit einem furiosen doppelten Salto und cleveren Finten aus der Sackgasse und lässt alles Gezeigte obendrein mit einem augenzwinkernden Schlussgag in einem anderem Licht erscheinen, der auch den Kriminologen und Wahrscheinlichkeitskrämern im Publikum eine harte Nuss zu knacken gibt. Alle anderen können sich einfach an einem hinreißenden Film ergötzen, der witzig ist, raffiniert, sexy, etwas geheimnisvoll und ungeheuer unterhaltsam. Das liegt sicherlich auch an der unprätentiösen und doch sehr genauen Inszenierung und der unaufdringlichen Kameraarbeit, die zwar mit kleinen Schwenks klare Informationen gibt (beispielsweise als Sarah vor dem Computer sitzt und die Kamera auf ihr leeres Bett zoomt), und die Charlotte Rampling und Ludivine Sagnier eine sehr sinnliche Bühne bereitet. Es ist wohl Zeugnis des Vertrauens zu dem Regisseur, wie entspannt sich Sagnier nackt und frech gibt, ohne wie ein Opfer zu wirken, während Charlotte Rampling ihre Erotik bis zu einer aufsehenerregenden Sexszene im dritten Akt mit großer Kontrolle ausschließlich im Gesicht ablaufen lässt. Niemand denkt vor der Kamera aufregender als sie. [BR]Und gleichzeitig wirkt alles, bei aller Verruchtheit und Tom-Ripleyscher-Unmoral, leicht und unverkrampft - wo man doch weiß, dass nichts im Film schwieriger ist als das. Dabei ist nichts einfacher, als in diesen Tagtraum einzutauchen wie in einen Swimming Pool - und sich durch dieses Szenario aus sexueller Erweckung, Eifersucht, Mord und Totschlag treiben zu lassen, als sei es nur altes Laub, das keinen Widerstand darstellt. ts.

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Stilvoll fesselnder Thriller über eine schreibblockierte Krimiautorin, die in ihrem Sommerurlaub eine ungewöhnliche Inspirationsquelle findet.

Kurzbeschreibung

Um sich für ihren neuen Roman inspirieren zu lassen, zieht sich die erfolgreiche britische Krimiautorin Sarah Morton in das französische Landhaus ihres Verlegers zurück. Als dort eines Nachts dessen 20-jährige Tochter Julie auftaucht, fühlt sich Sarah zunächst von dem hemmungslosen und rücksichtslosen Verhalten der jungen Frau massiv gestört. Bis sie allmählich in Julies provokantem und offen zur Schau gestelltem Liebesleben die Quelle ihrer Inspiration findet. Als sich die beiden ungleichen Frauen einander nähern, beginnen sich die Grenzen zwischen Fantasie und Wirklichkeit zu verwischen...

Produktbeschreibungen

Um sich für ihren neuen Roman inspirieren zu lassen, zieht sich die erfolgreiche britische Kriminalautorin Sarah Morton (Charlotte Rampling) in das französische Landhaus ihres Verlegers zurück. Als dort eines Nachts seine 20jährige Tochter Julie (Ludivine Sagnier) auftaucht, fühlt sich Sarah zunächst von dem hemmungslosen und rücksichtslosen Verhalten der jungen Frau massiv gestört. Bis sie allmählich in Julies provokantem und offen zur Schau gestelltem Liebesleben die Quelle ihrer Inspiration findet. Als sich die beiden ungleichen Frauen einander nähern, beginnen sich die Grenzen zwischen Fantasie und Wirklichkeit zu
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