Jeder kennt den bebrillten, Maßanzug tragenden Gitarristen in der zweiten Reihe der Eric Clapton Band, der Roger Waters Band und bei Bill Wymans Rhythm Kings. Doch wer erinnert sich an 60s Boy Group Amen Corners hohe Stimme in "Hello Suzie", an Fair Weathers "Natural Sinner" oder an den Solohit "Wide-Eyed And Legless"?
Alles Andy oder was?! 26 Jahre nach seinem letzten Solo-Album MEGA-SHEBANG ist "AFL" zurück ùnter eigenem Namen - mit einer Kollektion voller Rock-, Gospel-, Jazz- und Balladen-Kleinoden, die nur er so erschaffen kann. Wie einst unter der Ägide des Kult-Produzenten Glyn Johns inszeniert (Stones, Eagles, Faces, Joan Armatrading, schüttelt der unverwechselbare Waliser wieder Ohrwürmer heraus, die bleiben werden: Das bewegende "Hymn For My Soul" wurde gerade von Joe Cocker gecovert, "Bible Black Starless Sky" ist ein Walzer von Beatles-Qualität, und der "Zazzy"-Swing zeigt die humorvolle Seite des lebendigen, dabei weisen Songwriters. Eingespielt in zehn heißen Tagen mit Drummer Henry Spinetti (Clapton, Katie Melua), Dave Bronze (Clapton, Procol Harum, Dr Feelgood) und Rabbit (The Who)und vokal unterstützt durch P.P. Arnold (Small Faces), Carole Kenyon (Roger Waters) und Katie Kissoon (wieder Clapton), wird man sich schwer tun, aus dem Jahre 2006 ein melodischeres und originelleres Kleinkunst-Album zu finden. Ist man beim Encore-Waltz "When I Grow Too Old To Dream" von Oscar Hammerstein angekommen - einfach "Repeat" klicken.