Die Idee, einer geheimen Jugendbewegung, die die Wertegesellschaft ihre Eltern anzweifeln und deshalb daraus ausbrechen, ist gut. Auch der Umgang der Medien, Polizei und der Eltern mit diesem Phänomen ist realistisch beschrieben.
Aber das Hörbuch ist letztendlich trotzdem ätzend zu lesen.
Ich habe es mir zum Glück nicht gekauft, sondern nur für eine lange Autofahrt aus der Bibliothek ausgeliehen. Glück war auch, dass ich nicht gefahren bin, denn ich bin drei mal eingeschlafen. So "gut", kann selbst mein 7-jähriger sohn vorlesen. das Ende eines Satzes ist kaum zu erkennen, ja nicht einmal das ende des Buches. Ich habe nachgeschaut, ob ich noch eine CD vergessen habe, oder ausversehen nur den ersten Teil, ausgeliehen hatte. Ähnlich ging es mir, als plörtlich und ohne Vorwarnung die Ich-Erzählerin auftauchte. Ich hatte keine Ahnung wer das plötzlich sein sollte, war sicher ausversehen ein Kapitel übersprungen zu haben.
Man könnte meinen, dass die Autorin, dringend Geld brauchte und deshalb ein völlig unfertiges Manuskript beim Verlag einreichte.
Ein Ende gibt es nicht, nicht einmal ein offenes. Es geht nur einfach nicht weiter.
Der Wunsch des Lesers, zumindest ein bisschen Aufklärung über die geheimnisvolle Bewegung zu erfahren, wird bitter enttäuscht. Dabei wäre es sicher einfach gewesen einen Perspektivwechsel einzubauen.
Wie auch immer, ich finde es grässlich und ich bin davon überzeugt, dass man es nicht verstehen kann, aus dem einfachen Grund, dass es nichts zu verstehen gibt. Ich habe schon öfter die Erfahrung gemacht, dass ein Buch nur wirr genug geschrieben sein muss, dass alle Welt es in den Himmel lob. Das kommt dann wohl daher, dass sich keiner eingestehen will, dass er keine Ahnung hat, was das eigentlich soll.