Eine verrückte Liebeskomödie...diesen Eindruck macht „Sweet November" in der ersten Hälfte. Der Workaholic Nelson ist unsensibel, egoistisch, unhöflich, oberflächlich. Die sympathische Sarah ist das genaue Gegenteil - lebenslustig, durchgedreht, hyperaktiv, liebenswert, lieb und freundlich zu allen. Nun lernen sich die beiden durch einen großen Zufall kennen. Und eigentlich sollten sich die Wege auch wieder genauso schnell trennen. Doch irgendwie wird Nelson die Nervensäge Sarah nicht los. Schließlich hat sie es sich zum Ziel gesetzt, ihm zu helfen, denn in ihren Augen ist seine Lebensweise nicht gut für ihn, und kann nur unglücklich machen. Sie bietet ihm an, ihr „Mr. November" zu werden. Genauer heißt das, dass Nelson für einen ganzen Monat bei Sarah wohnen soll, damit sie ihm „helfen" kann. Nach ein paar Startschwierigkeiten zieht Nelson dann tatsächlich bei Sarah ein, die beiden verbringen eine wunderschöne und unbeschwerte Zeit miteinander. Und natürlich kommen sie sich sehr nahe. Bald stellt Nelson fest, dass Sarah ein dunkles Geheimnis hat.
Und hier kommt die absolut vorhersehbare Dramatik ins Spiel. Ja, vorhersehbar, das heißt aber nicht, dass diese Vorhersehbarkeit schlecht wäre und das Filmvergnügen schmälern würde. Man wartet förmlich darauf, dass etwas passiert, denn sonst hätte der Film wenig Sinn gemacht, und wäre einfach nur langweilig. Um was es sich dabei genau handelt, möchte ich jetzt natürlich verraten, aber man kann sich auf jeden Fall auf ein sehr tränenreiches Ende einstellen. Man empfindet es einfach als große Ungerechtigkeit, und ich für meinen Teil war richtig verzweifelt. Hier passt der Spruch „es sollte einfach nicht sein" wunderbar...
Sicherlich strahlt der Film sehr viel Kitsch aus, das möchte ich gar nicht abstreiten. Aber darauf sollte man sich nicht versteifen. Ich kann dieses Drama wirklich empfehlen, es ist absolut sehenswert! Zu guter letzt natürlich auch wegen der Top Besetzung! Also...anschauen!