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Theron spielt die Rolle der Sara, die auf pathologische Weise Männer für genau einen Monat zu einer Liebesbeziehung verführt, um dann -- nachdem sie ihnen "geholfen" hat -- zum Opfer für den nächsten Monat überzugehen. Sie vermeidet längere Beziehungen, weil sie todkrank ist -- eine Tatsache, die durch hunderte von Medikamentenfläschchen offenbart wird, die sie in ihrem Arzneischrank versteckt. Reeves ist Nelson, der dynamische Werbemanager, der widerstrebend zu Saras "November-Mann" wird. Er ist beleidigend und herzlos, bis er die Wahrheit erfährt. An dieser Stelle macht Regisseur Pat O'Connor eine 180-Grad-Wendung, die unmöglich funktionieren kann. Theron macht das Beste aus ihrer Filmkrankheits-Routine, doch Reeves verliert endgültig den Boden unter den Füßen. Vergießen Sie eine Träne, wenn es unbedingt sein muss -- aber lassen Sie sich dabei nicht erwischen. --Jeff Shannon
Video Jakob Kurzinhalt
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Bild: Stehende Rauschfelder (Mattscheibeneffekt) mindern den Sehgenuß leider nicht unerheblich. Auch leichte Ruckler bei Kamerafahrten (00.05.10) lassen sich nicht übersehen. Allerdings versöhnen die sehr guten Kontrastwerte und wenn es nicht gerade unter Artefakten leidet, weist das Bild auch eine erfreuliche Schärfe auf. So bleibt das Werk optisch durchaus noch genießbar.
Ton: Die Tonmischung tut das Übrige, um der Disc noch eine gute Gesamtperformance in technischer Hinsicht zu verschaffen. Die Mischung ist perfekt und von einer erfrischenden Vitalität geprägt. Jedes Geräusch ist ortbar und auch kleinste Sounds (Wellen des Modellbootes, 00.53.17) werden authentisch abgebildet und der Musik-Score enthält sinnvolle Rechts-Links-Effekte (00.52.09). --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Sara Deever ist eine Alternative des neuen Jahrtausends. Sie lebt in der ehemaligen Hippiehochburg San Francisco, trägt kunterbunt zusammengewürfelte Klamotten, ist militante Veganerin und emanzipiert genug, sich jeden Monat einen neuen Liebhaber ins Haus zu nehmen. Nelson Moss hingegen ist das genaue Gegenteil von ihr. Der Yuppie geht völlig in seiner Karriere als skrupelloser Werbefachmann (à la Mel Gibson in 'Was Frauen wollen') auf und behandelt seine Freundin wie ein Möbelstück. Die Wege von Sara und Nelson kreuzen sich beim Verkehrsamt, und eine höchst unkonventionelle Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf.
Zunächst ist Nelson von Sara genervt, doch als er seinen Job und seine Freundin an ein und demselben Tag verliert, erklärt er sich widerwillig bereit, ihr 'Projekt' für den Monat November zu werden. Sie will ihm helfen, aus seiner seelischen Erstarrung auszubrechen und beibringen im Moment zu leben. Zuerst beraubt sie ihn seiner Statussymbole - teurer Anzug und Handy adé. Anschließend grasen sie unbeschwert und verspielt eine malerische Ecke von San Francisco nach der anderen ab. Natürlich wird auch fleißig der Liebe gefrönt, wenn vor der Kamera einer akzeptablen Altersfreigabe zuliebe zumeist auch nur angedeutet. Zur Monatshälfte erkennt Nelson beim Treffen mit einem unangenehmen Werbeboss (Frank Langella), wie sehr er sich bereits verändert hat und bittet Sara, ihn zu heiraten. Da sie unter einen schweren Krankheit leidet, lehnt sie ab. Nelson versucht verzweifelt, sie umzustimmen.
Die beiden Protagonisten haben die nötige Chemie, um diese Variante von 'Love Story' auf der Ebene funktionieren zu lassen, auf die es ankommt: Emotional entfaltet das Melo aufgrund der glaubwürdigeren Starpaarung allemal eine größere Wirkung als der vergleichbare 'Es begann im September' mit Richard Gere und Winona Ryder und reiht sich sympathisch neben 'Bounce - Eine Chance für die Liebe' ein. Unterstützt werden Reeves und Theron bei ihren Anstrengungen von einigen kompetenten Nebendarstellern, darunter 'Patriot'-Bösewicht Jason Isaacs als homosexueller Nachbar und der eine Zeit lang als 'Harry Potter' gehandelte Liam Aiken als gehänselter Nachbarsjunge, der in Nelson einen Vaterersatz zu finden hofft. Dass der mit gewohntem Einfühlungsvermögen unaufdringlich und ganz nah an den Figuren inszenierende Regisseur Pat O'Connor ('Tanz in die Freiheit') in der Schlussgeraden heftig auf die Tränendrüse drückt, liegt in der Natur des Subgenres: Nicht von ungefähr sind junge Frauen das Zielpublikum für diesen Midbudgetfilm, der keinem wehtut. ara.