Aus der Amazon.de-Redaktion
Mit seiner Geschichte des "zweitgrößten Gitarristen der Welt" hat Woody Allen zwar nur eine sehr wechselhafte Komödie gedreht, aber die Musik ist wirklich wunderbar. Sean Penn spielt Emmett Ray, einen verantwortungslosen, sich ständig in Frauengeschichten verlierenden Swing-Gitarristen im Amerika der großen Depression, dessen Ego bald genauso groß ist wie sein enormes Talent. Immer und immer wieder verkündet er: "Ich bin ein Künstler, ein wirklich großer Künstler", und beweist es jedes Mal, wenn er spielt und in die Höhen der überglücklichen Welt einer reinen melodischen Schönheit entschwebt.
Doch Samantha Morton stiehlt Sean Penn fast noch die Show als Emmetts stumme Freundin Hattie, eine unwiderstehliche Heimatlose, die an die jungen Heldinnen aus Charlie Chaplins Filmen erinnert. Uma Thurman verleiht ihrer Rolle als durch die Slums ziehende Angehörige der oberen Zehntausend und aufstrebende Schriftstellerin eine hochmütige Eleganz, wenn sie ständig Emmetts äußerst seltsame Gewohnheiten analysiert, zu denen auch gehört, dass er seine Freundinnen zum Rattenschießen auf eine Müllhalde mitnimmt.
Die an Vignetten erinnernden Geschichten Emmetts werden immer wieder durch Kommentare von Jazz-Fans und -Kritikern unterbrochen. Doch trotzdem ist Sweet and Lowdown weniger eine fiktive Dokumentation im Stile von Allens Zelig als eine Fortführung, der in sich selbst verliebten und verlierenden Künstler-Porträts, die er zuletzt mit Harry außer sich und Celebrity -- Reich und berühmt gedreht hat.
Aufgrund seines langsamen Tempos hat der Film teilweise etwas Schleppendes, und das Drehbuch wirkt zwischen den zentralen komischen Szenen oft zu trocken. Sweet and Lowdown schreit praktisch nach mehr von Allens typischen spielerischen Einfällen. Doch da ist auch eine bittersüße Zärtlichkeit und eine wirklich berührende Verletzlichkeit, die seinen letzten Arbeiten meist fehlte. Dank Zhao Feis Kameraarbeit, der zuvor unter anderem für Die rote Laterne und Der Kaiser und sein Attentäter verantwortlich war, ist dies seit Jahren Allens schönster und farbenreichster Film, der getragen wird von seiner grandios swingenden Musik und Sean Penns mürrisch-charmanter Darbietung. --Sean Axmaker
Video Jakob Kurzinhalt
In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts gilt er nach Django Reinhardt als "der zweitbeste Gitarrist der Welt": Der Jazzmusiker Emmet Ray, der sich mit Engagements in Nachtclubs über Wasser hält und seine Gagen ab und zu als Teilzeit-Zuhälter aufbessert. Der Legende nach ist er zweimal seinem Erzrivalen und heimlichen Gott Django Reinhardt begegnet - und jedes Mal in Ohnmacht gefallen. Neben der Musik interessieren ihn vor allem schnelel Autos, modische Kleidung und schöne Frauen. Alkoholexzesse, Spielschulden und Poolbillard prägen sein Leben. Doch wenn Emmet abends auf der Bühne zur Gitarre greift, sichert er sich jedes Mal von neuem einen Platz im Jazz-Olymp - wenn er es schafft, einigermaßen nüchtern und pünktlich zu erscheinen. Al er die stumme Wäscherin Hattie kennenlernt, scheint sein unstetes Leben für eine Weile zur Ruhe zu kommen. Doch Emmet ist viel zu sehr Egozentriker und selbstverliebter Künstler, als daß er sich ändern könnte. Er liebt weiterhin vor allem seine Gitarre, seine Ungebundenheit und seine nächtlichen Ausflüge zum Schrottplatz, wo er mit einer Pistole Jagd auf Ratten macht. Er verlässt Hattie und heiratet wenig später überraschend die glamouröse Blanche, eine halbseidene Möchtegern-Schriftstellerin. Als Emmet Blanche inflagranti mit dem zweilichtigen Leibwächter Al Torrio erwischt, verliert er gänzlich den Boden unter den Füßen. Sein letztes musiklisches Lebenszeichen ist die Aufnahme der von ihm komponierten Ballade "Unfaithful Woman". Wenig später gerät Emmet Ray in der Jazzszene in Vergessenheit.
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Für perfekten Monoton, der ja schließlich ein Stilmittel Woody Allens ist, darf es keine Abwertung geben, sagt die Stimme der Gerechtigkeit in mir, also auch in Anbetracht der feinen Bildwerte ein Gesamt-Gut. Traurig allerdings ist der Layerwechsel, der zwar außerhalb des eigentlichen Filmes liegt - nämlich direkt vor dwem Abspann - aber zwei Sekunden nach dem Musikstart plaziert wurde. Das klingt sehr unfein. Der Film ist einerseits ein Kniefall vor dem Jazz und vor musikalischem Talent, andererseits die Darstellung menschlicher Schwäche künstlerischer Genies. Sehenswert.
Bild: Ein wenig Grundrauschen und einige Artefakte, die sich in den vielen verrauchten Kneipenszenen zuweilen im Hintergrund in sanften Klötzchen abragieren (00.06.00) weist die Disc auf. Die Farben sind überwiegend prachtvoll, aber ab und an wirken Gesichter in der Abendsonne ein ganz klein wenig gelbstichig (00.36.20). Die Schärfe ist stechend und bildet Details mit großer Genauigkeit ab, etwa das Krawattenmuster bei 00.19.40 in einer Halbnaheinstellung. Im Zusammenspiel mit den hohen Kontrastwerten ergibt dies ein plastisches Gesamtbild.
Ton: Bestes Dolby Digital-Mono. Ein wenig höhnisch wirkt der tonal opulenten und fünfkanalige Dolby Digital Trailer vor dem monauralen Film, aber geboten wird halt sauberes, feines Mono. Rauschfrei und klar. so daß sogar die Musik richtig gut klingt (00.11.10). Es kommt niemals zu Überlagerungen von Dialog und Musik (00.20.00), auch wenn diese sehr laut ist. Fein. Mono. --movieman.de
VideoMarkt
Im Amerika der dreißiger Jahre erweist sich Emmett Ray als begnadeter Jazzgitarrist, der nur von seinem großen Vorbild Django Reinhardt übertroffen wird. Doch weil der unzuverlässige Emmett mindestens so viel Zeit für Glücksspiel, Alkohol und Frauen wie für seine Musik aufwendet, gerät seine Karriere immer wieder ins Stocken. Erst die Beziehung zu einem taubstummen Mädchen lässt ihn verantwortungsbewusster werden. Doch dann kehrt wieder der alte Schlendrian ein und mit Emmet geht's rapide bergab.
Video.de
Nach liebenswerten Lügengeschichten, etwa "Zelig" oder "Broadway Danny Rose", betört Woody Allen in seinem 28. Film wieder mit einer fiktiven Story, inszeniert diese aber als "Dokumentarfilm", sodass das Publikum ständig zwischen Schein und Sein, Phantasie und Wirklichkeit hin- und hergerissen wird. Ein großartig aufspielender Sean Penn ("Der schmale Grat") als Gitarrenviruose überzeugt ebenso wie Samantha Morton und Uma Thurman als dessen Gespielinnen. Die amüsante und zugleich niveauvolle Komödie wird nicht nur Woody-Allen-Fans begeistern.
Blickpunkt: Film
Mit der Karriere des unzuverlässigen Jazzgitarristen Emmett Ray geht es in den 30er Jahren zumindest vorübergehend bergauf, als er eine Beziehung mit einem taubstummen Mädchen beginnt. Als Doku präsentierte fiktive Geschichte, mit der Woody Allen an seine Klassiker "Zelig" und "Broadway Danny Rose" anknüpft.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Woody Allens Porträt einer fiktiven Größe der Jazzszene der 30er Jahre und Verbeugung vor dem legendären Django Reinhardt.
Kurzbeschreibung
In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts gilt er nach Django Reinhardt als "der zweitbeste Gitarrist der Welt": Der Jazzmusiker Emmet Ray, der sich mit Engagements in Nachtclubs über Wasser hält und seine Gagen ab und zu als Teilzeit-Zuhälter aufbessert. Der Legende nach ist er zweimal seinem Erzrivalen und heimlichen Gott Django Reinhardt begegnet - und jedes Mal in Ohnmacht gefallen. Neben der Musik interessieren ihn vor allem schnelle Autos, modische Kleidung und schöne Frauen. Alkoholexzesse, Spielschulden und Poolbillard prägen sein Leben. Doch wenn Emmet abends auf der Bühne zur Gitarre greift, sichert er sich jedes Mal von neuem einen Platz im Jazz-Olymp - wenn er es schafft, einigermaßen nüchtern und pünktlich zu erscheinen. Al er die stumme Wäscherin Hattie kennen lernt, scheint sein unstetes Leben für eine Weile zur Ruhe zu kommen. Doch Emmet ist viel zu sehr Egozentriker und selbstverliebter Künstler, als daß er sich ändern könnte. Er liebt weiterhin vor allem seine Gitarre, seine Ungebundenheit und seine nächtlichen Ausflüge zum Schrottplatz, wo er mit einer Pistole Jagd auf Ratten macht. Er verlässt Hattie und heiratet wenig später überraschend die glamouröse Blanche, eine halbseidene Möchtegern-Schriftstellerin. Als Emmet Blanche inflagranti mit dem zwielichtigen Leibwächter Al Torrio erwischt, verliert er gänzlich den Boden unter den Füßen. Sein letztes musikalisches Lebenszeichen ist die Aufnahme der von ihm komponierten Ballade "Unfaithful Woman". Wenig später gerät Emmet Ray in der Jazzszene in Vergessenheit...
Produktbeschreibungen
In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts gilt er nach Django Reinhardt als "der zweitbeste Gitarrist der Welt" Der Jazzmusiker Emmet Ray Sean Penn, der sich mit Engagements in Nachtclubs über Wasser hält und seine Gagen ab und zu als Teilzeit-Zuhälter aufbessert. Der Legende nach ist er zweimal seinem Erzrivalen und heimlichen Gott Django Reinhardt begegnet - und jedes Mal in Ohnmacht gefallen. Neben der Musik interessieren ihn vor allem schnelle Autos, modische Kleidung und schöne Frauen. Alkoholexzesse, Spielschulden und Poolbillard prägen sein Leben. Doch wenn Emmet abends auf der Bühne zur Gitarre greift, sichert er sich jedes Mal von neuem einen Platz im Jazz-Olymp - wenn er es schafft, einigermaßen nüchtern und pünktlich zu erscheinen. Als er die stumme Wäscherin Hattie Samantha Morton kennenlernt, scheint sein unstetes Leben für eine Weile zur Ruhe zu kommen. Doch Emmet ist viel zu sehr Egozentriker und selbstverliebter Künstler, als dass er sich ändern könnte...