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Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street
 
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Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street

Johnny Depp , Helena Bonham Carter , Tim Burton    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (174 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Johnny Depp, Helena Bonham Carter, Alan Rickman, Timothy Spall, Sacha Baron Cohen
  • Regisseur(e): Tim Burton
  • Komponist: Stephen Sondheim
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Warner Home Video - DVD
  • Erscheinungstermin: 18. Juli 2008
  • Produktionsjahr: 2007
  • Spieldauer: 111 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (174 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0019BSC3Q
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.099 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Nach jahrelangen Gerüchten stellt es sich nun heraus, dass Tim Burton genau der richtige Visionär war, um Stephen Sondheims Broadway-Meisterwerk Sweeney Todd zu verfilmen, und das Ergebnis ist ein makabrer und bewegender Musicalfilm, der so packend ist wie alles andere, was Burton jemals geschaffen hat. Diese Mischung aus klassischem Grusel, Theatralik, düsterem Humor sowie treffender und toller Musik ist in keinem Fall eine Musical-Komödie im klassischen Sinne, und dennoch handelt es sich um ein kraftvolles Werk, vielleicht sogar um eines der bedeutendsten des späten Zwanzigsten Jahrhunderts. Im Film spielt Burtons häufiger Mitarbeiter Johnny Depp Sweeney Todd, einen zu Unrecht angeklagten Mann, dessen Trieb nach Vergeltung ihn zum Mörder werden lässt (was einer Erzählung aus dem Neunzehnten Jahrhundert entspricht, die sich auf einen Barbier bezog, welcher damals tatsächlich gelebt hatte). Helena Bonham Carter, eine weitere Darstellerin in Burtons Standard-Riege, spielt Mrs. Lovett, des Barbiers Komplizin bei dessen unaussprechlichen Verbrechen. Es überrascht einen nicht wirklich, dass Depp eine hervorragende Wahl für Todds grüblerische Intensität und eruptive Wut darstellt, und er übernimmt sogar Gesangsparts, die so schwierig sind, dass sie oftmals auch in Opernhäusern aufgeführt werden (wobei er nicht im selben Stil singt wie der Broadway-Sänger Len Cariou und auch hin und wieder in den Pop-Bereich wechselt). Bonham Carter hat eine eher schwache Stimme und lässt den Humor der Broadway-Darstellerin Angela Lansbury vermissen, aber sie trifft die Töne und den Rhythmus und schauspielert gleichzeitig überzeugend – was bei einem Sondheim-Stück eine ziemliche Herausforderung darstellt. Kenner werden einige musikalische Passagen vermissen: „The Ballad of Sweeney Todd“ ist nur eine instrumentale Ouvertüre, und unter anderem fehlt der Refrain komplett – aber die solide Präsenz von Arrangeur Jonathan Tunick und dem Dirigenten Paul Gemignani liefern die Basis dafür, dass die Musik passt und sich klasse anhört. Und die Stimmung eines üblen Londoner Stadtviertels zur Viktorianischen Zeit wird im Film auch treffend und visuell überzeugend dargestellt.

Die herausragende Besetzung wird ergänzt durch Alan Rickman als fieser Richter Turpin, Timothy Spall als dessen schäbiger Büttel, Sacha Baron Cohen (Borat) als rivalisierender Barbier, Jamie Campbell Bower als junger Liebhaber Anthony, Jayne Wisener als dessen Objekt der Begierde und Ed Sanders als der junge Toby. Für Fans von Tim Burton und Johnny Depp, die glauben, dass sie Musicals nicht mögen, dürfte der Film eine Offenbarung sein (obwohl man angesichts der durchaus angebrachten blutigen Szenen nicht zimperlich sein darf). Für Fans des Broadway und von Sondheim ist dies sicher die beste Adaption, die man sich wünschen könnte. Und die Tatsache, dass während des Abspanns kein neu komponierter, nach einem Oscar heischender Song à la Josh Groban gesungen wird, macht die ganze Sache nur noch besser. --David Horiuchi

Produktbeschreibungen

Warner Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der..., USK/FSK: 16+ VÃ--Datum: 18.07.08

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90 von 110 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen zweifellos ein genialer Film, leider fehlen auf der europäischen 2 Disc Version im Vergleich zur amerikanischen einige Extras, 7. Juli 2008
"Sweeney Todd" ist für mich eine weitere großartige Zusammenarbeit von Tim Burton und Johnny Depp hier erstmals allgemein was zum Film, dessen Inhalt und meine Meinung dazu:

Der Barbier Benjamin Parker (Johnny Depp) führt mit seiner Frau und seiner Tochter ein glückliches Leben bis er von den mächtigen Richter Turpin (Alan Rickman) zu Unrecht in die Verbannung geschickt hat. Dessen Motiv ist Eifersucht: er will Benjamin Parkers wunderschöne Frau selber besitzen. Nach 15 Jahren gelingt Benjamin Parker mit Hilfe des Seemannes Anthony die Flucht, kehrt mit neuer Identität als Sweeney Todd nach London zurück und schwört Rache. Mrs. Lovett (Helena Bonhan Carter), die ein Fleischpastetengeschäft mehr schlecht als recht führt, erkennt Sweeney Todd / Benjamin Parker von früher und hilft diesen bei seiner Rache vor allem da sie ihn liebt. Diese Liebe beruht aber nicht wirklich auf Gegenseitigkeit Sweeney Todd wird in erster Linie von seinen Bedürfnis nach Rache bestimmt. Von Mrs. Lovett erfährt der ehemalige Benjamin Parker dass sich seine Frau, nachdem sie von Richter Turpin missbraucht wurde, vergiftet hat und seine Tochter Johanna von Turpin adoptiert wurde und gefangengehalten wird was seinen Hass nur größer macht.

Als der Straßenbarbier Adolfo Pirelli (genial gespielt von "Borat" Schauspieler Sacha Baron Cohen) Todd / Parker ebenfalls von früher erkennt und ihn erpressen will wird er zum ersten Opfer von Sweeney Todd während Pirellis Assistent Toby, ein etwa 12 jähriger Bursche in Mrs. Lovett eine Art 'Ersatzmutter' findet da diese ihn liebevoll behandelt während Pirelli ihn immer nur ausgenutzt und geschlagen hat.

Um den Mord an Pirelli zu vertuschen ist es Mrs. Lovett die auf die scheinbar Idee kommt aus den Menschenfleisch Pastetenfüllung zu machen. Sweeney Todd zeigt sich begeistert und nimmt Mrs. Lovett dadurch mehr wahr als zuvor - plötzlich scheinen die beiden was gemeinsam zu haben aber wirklich nahe kommen sie sich eigentlich nicht. Mrs. Lovett träumt zwar davon Sweeney Todd zu heiraten und mit ihn und den kleinen Toby, den sie adoptieren möchte, ein glückliches Leben zu führen aber für Todd steht nur die Rache an Richter Turpin im Vordergrund alles andere interessiert ihn kaum.

Auf der anderen Seite ist es der Seemann Anthony der sich in Parkers Tochter Johanna verliebt nachdem er diese am Fenster von Richter Turpins Haus erspäht.

Soviel erstmals zum Inhalt, für mich ist der Film auf seine Art und Weise ein richtiges Juwel, wenn man nicht wüsste dass es eine Musicalverfilmung ist würde ich sagen dass es ein typischer Tim Burton Film ist. Ein wenig mag man von der Machart und der düsteren Farben im Film an "Sleepy Hollow" denken, Johnny Depps Erscheinungsbild als Sweeney Todd erinnert auch irgendwie kurioserweise an Christopher Walkens Rolle als kopfloser Reiter von daher scheint der gute Tim Burton von sich selber etwas abgekupfert zu haben.

Was "Sweeney Todd" aber zu was besonderen macht ist die Musik und die ist meiner Ansicht nach erstklassig genauso wie die Gesangesleistungen der einzelnen Schauspieler. Dies mag anscheinend Ansichtssache sein, so habe ich von einigen Seiten gelesen dass Stephen Sondheims Musik in "Sweeney Todd" eher als sperrig und unzugänglich beschrieben wird, ich finde aber dass es durchaus Lieder gibt die hängen bleiben und ich ertappe mich immer noch dabei gewisse Melodien nachzusingen (vor allem "My Friend" und "Pretty Woman" sind echte Ohrwürmer). Es ist auch gerade die Musik durch die die Handlung des Filmes voran getrieben wird, man sollte nicht den Fehler machen bei den Liedern sich einfach nur zurückzulehnen und sich berieseln zu lassen, man muss schon auf die Texte der einzelnen Lieder achten da diese für die Handlung teilweise wichtig sind.

Auch wenn es den anderen Schauspielern gegenüber unfair klingen mag aber allen voran begeistert Johnny Depp mal mit einer Art Sprechgesang oder auch mit wunderschönen melodiösen Gesang wie in "My Friend". Dieses Lied gehört auch zu einen von mehreren Gänsehautmomenten, wenn Johnny Depp die Rasierklingen in die Hand nimmt dabei zum ersten mal im Film lächelt (auch wenn es ein diabolisches Lächeln ist) und diese im besagten Lied als seine Freunde bezeichnet ist dies ein ganz besonderer Moment.

Herrlich schräg kommt Sacha Baron Cohen als Adolfo Pirelli rüber, die Szene wo dieser von Sweeney Todd provoziert und zu einen "Rasierduell" herausgefordert wird, begleitet von einer ebenso schrägen wie genialen Gesangseinlage Cohens ("The Contest"), gehört wahrscheinlich zu den humoristischsten im ganzen Film.

Helena Bonham Carters Stimme ist manchmal etwas hoch aber sie macht ihre Sache ebenfalls sehr gut vor allem wenn es zu Gesangsduellen mit Johnny Depp kommt ergänzen sich die beiden ideal sei es bei "My Friend" oder den herrlich genialen "A Little Priest" wo Sweeney Todd und Mrs. Lovett darüber fantasieren welche ihrer Mitmenschen sich gut für die Füllung ihrer Pasteten eignen.

Ein weiterer ganz besonderer Moment im Film ist das erste Aufeinandertreffen von Sweeney Todd und Richter Turpin als dieser zu ihn in seinen Salon kommt um sich rasieren zu lassen. Während der "Rasur" singen Johnny Depp und Alan Rickman von schönen Frauen - "Pretty Woman". Und die beiden Stimmen liefern sich ein atemberaubendes Duett das für Gänsehaut sorgt, Alan Rickman begeistert mit wunderschönen tiefen Gesang während Johnny Depp ebenfalls seine Klasse zeigt.

Auch die anderen Schauspieler können gesanglich überzeugen sei es der Anthony Darsteller Jamie Campbell Bowen oder die Überraschung des Filmes schlechthin nämlich Edward Sanders der den kleinen Toby spielt. Ihn gehört einer der schönsten Momente in 'Sweeney Todd' wenn er für Mrs. Lovett mit '"Not While I'm Around'" eine Art Liebeserklärung singt,

Ich bin eigentlich gar nicht so ein großer Musicalfan aber "Sweeney Todd" hat mich sowohl von der Geschichte als auch von der Musik her total begeistert von daher kann ich jeden auch den Soundtrack empfehlen. Gerade wenn man den Film schon gesehen hat ist der Soundtrack die ideale Gelegenheit sich den Film mit den dazugehörigen Szenen noch mal vor Augen zu führen, noch dazu kommt dieser in der vollständigen "Deluxe Edition" mit einen 80 seitigen (!!!!) Booklet daher wo sämtliche Texte zu allen Liedern zu finden sind (von der sogenannten "Highlights" Version würde ich abraten, mit 3 Liedern weniger ist diese unvollständig und es gibt auch kein Booklet, keine Ahnung warum es diese unnötige Version überhaupt gibt)

Meiner Ansicht nach hat Tim Burton mit "Sweeney Todd" ein wahres Meisterwerk abgeliefert, für mich jetzt schon eines der Filmhighlights des Jahres 2008.

Soviel zum Film an sich, hier nun meine "Kritik" zur DVD bzw. deren Inhalt:

Es gibt 2 DVD Versionen, die "normale" 1 Disc Version bietet nicht allzu viel an Extras lediglich ein ca. 30 minütiger Bericht zum Film mit den Titel "Burton + Depp + Carter = Todd" ist hier oben. Die 2 Disc Special Edition bietet da schon etwas mehr und zwar sind hier folgende Extras zu finden:

1. "Burton + Depp + Carter = Todd"

2. "Sweeney Todd lebt: Die wahre Geschichte des teuflischen Barbiers"

3. "Musikalische Körperverletzung: Sondheims Swenney Todd"

4. "Swenneys London"

5. "Grand Guignol: Eine Theater-Tradition"

6. "Das Design für eine teuflischen Barbier"

7. "Ein blutiger Beruf"

8. "Der Refrain der Rasierklinge"

9. Fotogalerie

Prinzipiell sind da schon einige nette und interessante Berichte dabei, ich persönlich habe mir allerdings die amerikanische 2 Disc Special Edition bestellt diese beinhaltet nämlich im Gegensatz zur europäischen Version noch 3 zusätzliche Extras und zwar ein ca. 30 minütiges "Making Of Sweeney Todd", eine Pressekonferenz aus England und ein "Moviefone Unscriped" wo sich Tim Burton und Johnny Depp gegenseitig interviewen. Warum es diese 3 Sachen nicht auf die europäische Special Edition geschafft haben ist schon seltsam und sehr schade, gerade die Pressekonferenz und das "Moviefone Unscriped" sind total witzig mitanzuschauen -> bei der Pressekonferenz zeigen sich Tim Burton, Johnny Depp, Alan Rickman, Helena Bonham Carter, Timothy Spall und Richard D. Zanuck (Produzent) sehr humoristisch und nehmen sich teilweise gegenseitig aufs Korn was natürlich für viel Gelächter bei der anwesenden Presse und auch für den DVD Zuschauer sorgt.

Beim "Moviefone Unscriped" kommt es wie gesagt zu einen gegenseitigen Interview zwischen Tim Burton und Johnny Depp, die beiden suchen sich da Fragen aus der Fanpost raus und stellen diese jeweils an denjenigen an den diese gerade gerichtet ist so kommt es zu einen recht witzigen Zwiegespräch zwischen Tim Burton und Johnny Depp was sowieso irgendwie was besonderes ist, hier sieht man wieviel Spaß die beiden miteinander haben die 2 kennen sich ja schon ewig und sind gut befreundet.

Warum eigentlich das "Making Of Sweeney Todd" auf der eurpäischen DVD Version nicht auftaucht ist wohl das größte Rätsel, was für einen Sinn hat es bitte schön eine DVD zu veröffentlichen ohne das dazugehörige Making Of zum Film? Wie gesagt auf der amerikanischen Version ist dieses oben, auf der europäischen nicht. Das ganze finde ich ehrlich gesagt doch ärgerlich für die europäischen Fans, die... Lesen Sie weiter... ›
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45 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Teuflisches Musical!, 8. August 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street (DVD)
Lange musste ich warten, bis das geniale Duo Burton/Depp wieder etwas gemeinsam dreht.

Ich war damals fasziniert von "Edward mit den Scherenhänden", begeistert von "Sleepy Hollow", euphorisch bei "Charlie und die Schokoladenfabrik" und herrlich verzaubert von "Corpse Bride-Hochzeit mit einer Leiche".

Beide schaffen in diesen Filmen eine einzigartige Atmosphäre aus Finsternis, schrägem Humor, Tragik und allerlei Absurditäten.

Und diese Mischung gelingt aucb beim "Teuflischen Barbier".

Nur ist es diesmal unübersehbar düsterer und brutaler geworden.

Musikalisch ging es so weit, dass man die gesprochen Sätze an zwei Händen abzählen kann.Dies empfand ich die ersten 20 Minuten des Films als eher deplatziert.Zu dem Zeitpunkt hätte ich (fälschlicherweise) auch nur 3-4 Sterne vergeben.Doch die ständige musikalische Umrahmung schafft zwei Dinge:Es rundet das Gezeigte immer mehr ab und nimmt den-teilweise grausamen und äußerst brutalen-Mordszenen auf einmalige Art und Weise einen Teil des Schreckens.Ohne den Gesang wäre es sicherlich an einigen Stellen nahezu unerträglich geworden.

Dass Johnny Depp wieder einmal auf Höchstform seine Rolle spielt, ist sicherlich keine Überraschung, soll aber nicht unerwähnt bleiben.

Auch der Großteil der Nebendarsteller haben mich völlig überzeugt.

Was zu Schluss noch zu sagen bleibt, ist dass Tim Burton wiedermal ein Glanzstück gelungen ist, das in seiner Einzigartigeit die nächste Zeit nicht zu übertreffen sein wird.Uneingeschränkt empfehlen kann ich es daher jedem Cineasten mit Anspruch.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Es geht einem nicht mehr aus dem Kopf, 11. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street (DVD)
Es passiert höchst selten, dass sich Musik so ins Gedächtnis gräbt, und nun habe ich die Lieder dieses Films seit Tagen im Kopf. Ich gebe zu, ich mag Tim Burton-Filme, und Johnny Depp bedarf es keiner extra Lobhudelei - beide können anfassen und drehen, was sie wollen, es sind immer ästhetisch perfekte Kunstwerke. Nun also kommt "Sweeney Todd" auf DVD. Ich habe den Film im Kino verpasst, umd mir war schon etwas mulmig zumute, nachdem ich wusste, dass einige Kehlen aufgeschlitzt werden. Mutig also die DVD eingelegt und in den Film eingetaucht...

Wie bei "Sleepy Hollow" das Köpfeabschlagen ergeht sich das Meucheln mit Todds Freunden, seinen scharfen Silbermessern, in höchster Ästhethik, man gewöhnt sich nach kurzem Gruseln sogar daran. Kurioserweise wird beim schönsten Song des Films, "Johanna" am meisten gemordet: Sweeney erinnert sich voller Wehmut an seine Tochter, Seemann Anthony ist in sie verliebt und die Bettlerin ahnt all das Böse, was den Opfern widerfährt, dieses fünfminütige Terzett ist ein großartiger Höhepunkt. Die dunklen Bilder, die wie Stummfilmschauspieler geschminkten Darsteller, das stets lauernde Unheil, Bilder wie von Edgar Allan Poe beschrieben: Burton lässt sie Wirklichkeit werden.

Aber nun im Ernst: wer sich wegen der Gesänge aufregt, hätte sich vorher etwas informieren sollen. Wir haben es mit einer Musical-Verfilmung zu tun, da wird - wie es nun mal in Musicals üblich ist - gerne gesungen, sich schnell verliebt, getanzt, ach was soll's: wer hier meckert, hat das Gesamte einfach nicht genossen. Die Lieder fügen sich harmonisch in die Story ein, Depp, Alan Rickman, Helena Bonham Carter, der eitle Sacha Baron Cohen als erster Opfer und alle anderen Protagonisten spielen und singen so wunderbar, dass ich fast bestrebt bin zu sagen, dass ich Burtons besten Film gesehen habe. Gerade weil nicht jeder der Schauspieler aalglatt wie ein echter Sänger singt (obwohl Depp seinen Job bravourös macht), wirkt es authentisch. Die Lieder sind gespickt mit Anekdoten und Wortspielen (die dem Film vielleicht sonst hier und da fehlen mögen), man liest am besten den Film erst mit deutschen Untertiteln, dann mit englischen und zum dritten Mal sollte man sich dem Bilderrausch komplett in Englisch hingeben. Das allzu kurze Ende ist ein kleiner Wermutstropfen, aber was sollte danach auch noch groß erzählt werden?...

Nun: natürlich ist der Film Geschmackssache, nicht jeder mag das Morden, garniert mit hübschen Liedchen, ich aber bin von der Qualität und der Gesamtleistung aller hin und weg. Und nun bekomme ich die Bilder und die Songs nicht mehr aus dem Kopf... Die DVD lohnt sich für jede Minute, die Single-DVD hat noch ein kleines Making Of, aber ich werde bald zur Doppel-DVD greifen, da es mich nach mehr dürstet. Perfekt und ästhetisch - ich verneige mich vor dem genialen Duo Burton & Depp!
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