David MacKay ist Physiker, wie jeder Leser sofort merken wird. Bei der Diskussion über nachhaltige und nicht-nachhaltige Formen der Energiegewinnung argumentiert er mit einer mit Zahlen und Fakten unterfütterten Klarheit, die man sich auch in der Politik wünschen würde.
Er zeigt mit viel Humor und Realismus auf, wie es um unseren momentanen Energieverbrauch bestellt ist (für was verbrauchen wir wie viel) und er stellt dem gegenüber, welche Möglichkeiten wir haben, diesen Verbrauch zu decken. Alles wird gut verständlich erklärt und in übersichtlichen Grafiken präsentiert. Eine innovative farbige Markierung des Textes zieht sich durch das ganze Buch, und verdeutlicht so die Zusammenhänge noch besser. Das Buch enthält zudem eine Fülle von Verweisen auf Fachliteratur und Weblinks.
Für physikalisch bewanderte Leser gibt es am Ende des Buches technische Kapitel, die auf deutlich höherem Niveau die physikalischen Details beschreiben.
Im zweiten Teil des Buches ("Making a difference") diskutiert er mögliche Verbesserungen in vielen Bereichen. Damit macht er eindrücklich klar, dass die Devise "Wenn viele Menschen viele kleine Dinge tun können sie viel bewirken" oft völlig falsch ist. Um große Veränderungen zu erreichen, wird sehr großer Einsatz nötig sein. Am Beispiel Großbritanniens stellt er zum Schluss mögliche Zukunftsszenarien der Energieversorgung vor.
Da die Debatte über Energieversorgung oft durch Unsachlichkeit und Emotionen geprägt ist, ist dieses Buch ein willkommener Versuch, dem entgegenzuwirken und eine vernünftige Diskussionsgrundlage zu schaffen. Sehr empfehlenswert für jeden, der sich für das Thema interessiert und fundiert mitdiskutieren möchte, und insbesondere für die Politiker und Entscheider aus der Wirtschaft.