Und diese möchte ich gleich voranstellen, als eine Art 'Warnung' für potenzielle Käufer. ,)
1) Obgleich der Manga eine Empfehlung ab 18 Jahren bekommen hat, sollte man deswegen nicht davon ausgehen, dass es übermäßig viele Sexszenen a la Finder gibt. Der Anteil an expliziten Stellen hält sich sogar ziemlich in Grenzen und wer hier viel dergleichen aufgrund der 18+ erwartet, dürfte enttäuscht werden.
2) Einer der Protagonisten, Shigure, wird teils sehr androgyn dargestellt, was mit dem Job zu tun hat, mit dem er und Ryunosuke sich über Wasser halten. Wer starke Vorbehalte gegen so etwas hegt, sollte wohl erst einmal im Buchladen in den Band hineinblättern, obwohl diese Darstellungsweise nicht allzu viel Platz einnimmt und meiner Meinung nach bei Shigure auch gut aussieht.
3) Die beiden sind ursprünglich Detektive, doch ihre Aufträge haben mit diesem Metier - so, wie man es sich für gewöhnlich vorstellen würde - nicht allzu viel gemein.
Nach diesen Vorbemerkungen kurz zur Story:
Ryunosuke und Shigure, ihres Zeichens Detektive, fehlt es an Aufträgen und so jobben sie notgedrungen in einer Schwulenbar. Nicht nur beruflich sind sie jedoch Partner, denn seit Ryunosuke Shigure bei sich aufgenommen hat, entspann sich eine schier unerschütterliche Liebe zwischen ihnen, die mit dem Auftreten von Ryus Bruder Toratsugu auf eine Probe gestellt wird...
Die Story ist nicht gerade weltbewegend, doch sehr liebe- und humorvoll umgesetzt. Besonders gut finde ich Shigures Charakter umgesetzt, der mit seiner Hintergrundgeschichte mit einer aufgenommenen, streunenden Katze verglichen wird und seine Handlungen und Eleganz lassen ihn teilweise tatsächlich so wirken.
Am Herausragendsten bei diesem Manga ist für meinen Geschmack der wundervolle Zeichenstil, der mir persönlich genauso sehr zusagt wie der Kae Maruyas, jedoch ist er weicher. Insbesondere die ausdrucksstarken Augen begeistern, Frauen sehen auch schön aus und dass Tokyopop uns am Anfang eine Farbseite mit Toratsugu und Sai gönnt, erfreut doch auch sehr.
Wer über ein paar inhaltliche Abstriche hinwegsehen kann, findet mit Suspicious (F)Acts einen flüssig erzählten, herzigen und humorvollen Augenschmaus, dessen vorhandene Gewaltszenen glimpflich von Statten gehen und im Übrigen nichts mit den expliziten Szenen gemein haben, bei denen Liebe wirklich Liebe ist. ,)