Aus der Amazon.de-Redaktion
Für den kalifornischen Gitarristen und Sänger Coco Montoya wird ein Traum in Erfüllung gegangen sein, wenn er nun, nach fast 30 Jahren im Musikgeschäft, ein Album bei dem legendären Chicagoer Blues-Indie Alligator veröffentlicht. Denn Montoya ist zwar ein waschechter Bluesrocker, aber einer, der im Unterschied zu Gary Moore oder Walter Trout sich seine ersten Sporen bei ziemlich normalen Bluesmusikern verdient hat, die von Rock und Pop keine Ahnung hatten. Und so einer, der bei Albert Collins angefangen hat und erst Jahre später dem britischen Bluespopper und Missionar John Mayall die Aufwartung machte, sieht es als ehrenhaft an, bei Alligator eine Scheibe machen zu können. Immerhin hat Alligator-Boss Bruce Iglauer einst Stevie Ray Vaughan nicht haben wollen, weil zu viel Bluesrock!
Kurz: Montoya ist ein Bluesrocker mit sturen Bezügen zu seinen Roots, dem Blues und Soul der Afroamerikaner. Auf Suspicion hört man das, auch wenn Produzent Jim Gaines gerne zu viel Krach macht. Dennoch leistet Montoya sich ein paar erstklassig gefühlvolle Soul-Grooves, erlaubt seinem Brett einige rotzige Soli, steuert drei eigene Werke bei und bezeugt seinem Guru, dem Bluesmann Albert Collins, eine schöne Referenz.
Die Gitarre brennt, aber sie brennt mit Gefühl. --Uli Lemke