Zur Story: Der Gerichtsmediziner Arun erzählt seiner Frau (Konkona Sen Sharma) die Geschichte von Susanna Anna-Marie Johannes, einer anglo-indischen Frau, in die sich Arun bereits in seiner Kindheit verliebt und deren Lebensweg er immer wieder beobachtet hat. Sieben Mal war die schöne Frau in ihrem Leben verheiratet und alle ihre Ehemänner sind auf mysteriöse Art und Weise verstorben.
Zunächst heiratet Suzanna den Army Offizier Edwin Rodriques (Neil Nitin Mukesh), der durch eine Verletzung behindert ist und nicht glauben kann, dass eine Schönheit wie Suzanna ihm wirklich treu sein kann. Aus Eifersucht und Wut auf seine Frau fängt er bald an, seine Frau zu schlagen. Sie selbst kann diese Demütigung ertragen, doch als er in seiner Gewalttätigkeit verantwortet, dass Suzanna's Pferdehüter erblindet, beschließt sie, ihn zu töten.
Suzanna's zweiter Ehemann ist der Rocksänger Jimmy Stetson (John Abraham), der nach der Eheschließung zum beliebten Rockstar aufsteigt und dadurch sehr bald Drogen und anderen Frauen zugetan ist. Ihr dritter Ehemann, der Poet Wasiullah Khan (Irrfan Khan), ist ein liebevoller Ehemann bei Tag, der nachts allerdings seine sadistische Seite auslebt. Anschließend heiratet sie den russischen Spion Nikolai Vronsky, der allerdings eine zweite Ehefrau und Kinder in Russland hat. Ab diesem Zeitpunkt wird deutlich, dass Suzanna nicht mehr abwägt, wie sie ihre Ehemänner loswerden soll und es entwickelt sich der Beginn des geistigen Verfalls der jungen Frau...
Mehr will ich von der Story nicht verraten. Durch die früheren Werke von Regisseur Vishal Bhardwaj (speziell "Omkara" und "Maqbool") bin ich persönlich mit großen Erwartungen an den Film herangegangen. Leider wurden diese Erwartungen enttäuscht. Priyanka Chopra spielt ihre Rolle durchaus gut, die Figur an sich allerdings hat Probleme, überhaupt Sympathien zu erlangen. Während man am Anfang die Taten noch einigermaßen "nachvollziehen" kann, werden die Ehen und die Gründe, sich dem jeweiligen Ehemann zu entledigen, immer abstruser. Und während die Inszenierung Bhardwaj's interessant ist, farblich und atmosphärisch immer passend zur Stimmung der einzelnen Ehen, fühlt man sich spätestens nach der dritten Ehe gelangweilt, weder das Schicksal der Ehemänner noch das Suzannas interessiert irgendwann noch und damit wurde es für mich persönlich auch schwer, überhaupt noch das Ende sehen zu wollen.
Die Schauspieler neben Priyanka Chopra agieren auch durchweg gut, aber das Problem liegt wohl eher in der etwas lieblosen Figurenzeichnung des Drehbuchs.
Fazit: Man kann sich den Film antun, muss aber nicht. Er ist ein wenig wie ein Drama in sieben Akten aufgebaut, verfehlt auch seine Wirkung damit nicht vollends. Das Drehbuch hätte vielleicht weniger linear gestaltet werden sollen, denn die chronologische Erzählung der einzelnen Ehen hat mich nach der dritten Ehe bereits ermüdet. Dazu ein Soundtrack, der nicht im Gedächtnis bleibt und zu hohe Erwartungen im Vorfeld haben bei mir für eine derbe Enttäuschung gesorgt. 3 Sterne!