Dieses relativ späte Werk (3 Jahre vor Bobs Tod) ist sicherlich eines der interessantesten und besten Alben von Bob Marley und seinen Wailers, obschon die meisten enthaltenen Lieder außerhalb des "Spezialistenkreises" nicht bekannt sein dürften : Lediglich "So much trouble in the world", "Africa Unite" oder "One Drop" tauchen ab und zu als Auffüller in den diversen Best-of Compilations auf. Dabei gibt es auf dieser CD noch weitere Perlen zu entdecken : "Babylon System" und "Zimbabwe" überzeugen mit einprägsam monotonen und wunderbar tiefen Bassläufen, auch das melodische "Ambush in the night" weiß zu gefallen. "Wake up and live" enttäuscht meiner Ansicht nach voll und ganz, es wirkt lediglich wie ein müder Abklatsch des berühmten "Get up, stand up". Wichtig zu erwähnen ist auch, dass die Betonung der "African Roots" der Rastafari (eigtl. ja der gesamten Menschheit) auf "Survival" besonders deutlich zum Vorschein kommt, wie aus den Rhythmen beispielsweise in "Zimbabwe", aus einem kurzen Blick auf das Cover und aus einem tieferen Blick in die beigefügten Texte ersichtlich wird. Es finden sich auf dieser CD keine Gute-Laune-Lieder wie "Trenchtown Rock" oder "Kinky Reggae Party", jeder einzelne Track hat eine eigene Botschaft, die sich in durchgehend ernsten und oft schwerfällig wirkenden Klangkleidern präsentieren. Dies ist jedoch wertfrei gesagt/geschrieben und soll nicht als Kritikpunkt verstanden werden.
Fazit : Wer Bob Marley's Musik kennenlernen möchte, tut sich mit Compilations wie "Legend" wahrscheinlich leichter, für "fortgeschrittene" Fans ist "Survival" jedoch ein Pflichtkauf !