Stagnation möchte ich Amon Amarth gar nicht vorwerfen. Das sie spätestens mit "Versus the World" ihren Stil gefunden haben, der nur in Nuancen weiterentwickelt wird, ist so und war auch immer gut so.
Auch "Surtur Rising" haut eigentlich in die gleiche Kerbe. Musikalisch, gesanglich und auch von der Produktion ist für mein Ohr alles beim alten geblieben. Wie gewohnt sind auch auf diesem Album wieder zwei, drei Songs drauf, die sich besser ins Ohr fräsen als der Rest, ohne dass Ausfälle zu verzeichnen wären.
Einzig und allein eine Tatsache fällt mir bei "Surtur Rising" ins Gewicht: sowohl die eher hitverdächtigen Kracher wie der Opener "War of the Gods" als auch ein Brett wie "Destroyer oft he Universe" können ihren musikalischen Ahnen schlicht nicht das Wasser reichen, ebenso wenig wie die Durchschnittsware. Es ist einfach alles eine Liga schlechter. Grauer Bundesliga-Alltag statt Spitzenspiel in der Championsleague.
Eine hörenswerte Alternative zum Original ist die Coverversion von System of a Down's Hit "Aerials" auf der limitierten Ausgabe der CD.