Pressestimmen
Buchnotiz zu : Neue Zürcher Zeitung, 12.10.2000
Etwas überdimensioniert findet "W.E." den Teil des Bandes, der sich mit der Bedeutung der Bahn für die Region Surselva beschäftigt - sowohl im Text- wie im Fotoanteil; nicht jeder Bewunderer der Region ist ein "Eisenbähnler", schlussfolgern wir daraus. Dennoch lohnt das Buch "W.E."s Meinung nach, vor allem wegen des Beitrages von Leo Tuor, der als Schriftsteller und Schafhirte im Val Sumvigt lebt. Er portraitiert seine Landsleute teils poetisch, teils sehr frech, aber immer zupackend und treffsicher. Fabiola Carigiet hat neun Kurzprotraits von Bewohnern der Surselva beigesteuert. Im Anhang befindet sich ein Serviceteil, der Kultur, Brauchtum, Sehenswürdigkeiten der Gegend -und natürlich alle Angebote der Bahn, schmunzelt "W.E." - enthält.
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Landschaft am jungen Rhein
W. E. Bahn, Land und Leute sind der Inhalt des Bandes «Surselva Landschaft am jungen Rhein», wobei zumindest was den Bildanteil betrifft die roten Zugskompositionen der Rhätischen Bahn und der Furka-Oberalp-Bahn dominant sind. Peter Krebs schreibt in seinem Beitrag «Die inszenierte Landschaft» ausführlich von der Bedeutung der Bahn für die Surselva; ein Buch für die grosse Gemeinde der «Eisenbähnler» mit schönen Aufnahmen von Peter Donatsch also. So einseitig darf man das Buch aus der Reihe der Regionenporträts (bereits erschienen ist der Band über das Engadin) nicht positionieren. Unrecht täte man insbesondere Leo Tuor, der als Schriftsteller und Schafhirt im Val Sumvigt wohnt und mit bildhafter Sprache Land und Leute beschreibt, teils poetisch, teils erfrischend aufmüpfig, immer sehr zutreffend. Allein schon seines Textes wegen lohnt sich der Kauf des Buches. Fabiola Carigiets «Danunder?» sowie neun Kurzporträts von Bewohnerinnen und Bewohnern der Surselva charakterisieren die Einheimischen, und ein Serviceteil weist u. a. auf Besonderheiten hin, auf Sehenswürdigkeiten und Landschaften, auf Kultur und Brauchtum und selbstverständlich auf Bahnangebote. -- Neue Zürcher Zeitung
Über den Autor
Leo Tuor, geboren 1959, verbrachte siebzehn Sommer als Schafhirt auf der Greinahochebene. 1989 - 2000 Arbeit an einer sechsbändigen Werkausgabe des rätoromanischen Dichters und Kulturhistorikers Giacun Hasper Muoth. Leo Tuor lebt in Val. Er schreibt Erzählungen, Kurztexte und Essays.