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Surfing the Void
 
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Surfing the Void [Import]

Klaxons Audio CD
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Produktinformation

  • Audio CD (23. August 2010)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Format: Import
  • Label: Pid
  • ASIN: B003TLRK4Q
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 534.326 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

Produktbeschreibungen

motor.de

Wohl niemand hätte erwartet, dass die zweite Klaxons-Platte handzahm werden würde. Doch "Surfing The Void" ist richtig bissig - zumindest am Anfang noch.

Man musste kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass die Klaxons mit ihrem zweiten Album keine Blaupause ihres Erfolgsdebüts "Myths Of The Near Future" (2007) produzieren würden. Aus Elektro-Indie aka New Rave ist jetzt mit "Surfing The Void" so etwas wie progressiver, psychedelischer Elektro-Rock geworden. So klingt die neue Platte nur bedingt poppig, auch wenn sie auf der anderen Seite nie wirklich zu einem abgehobenen Geräuschamalgam mutiert. "Surfing The Void" ist auf eine surreale Art kauzig. Oder wie tanzt man beispielsweise zum Titelsong oder dem Song "Cyberspeed", ohne ungewollt der nächste YouTube-Lacher zu werden? Eben.

Einen Sinn für die große, theatralische Geste und das Abgedrehte hatten die vier Engländer ja schon bei ihrem Debüt. Doch wie es scheint, haben sie ihre Neigung noch ausgebaut, dabei aber den einen oder anderen Refrain vergessen. Nicht, dass SIE ihn vermissen würden. Aber im Vergleich zum Debüt ist die Pop-Hit-Dichte mit Singles wie "Echoes" und "Twin Flames" eher klein gehalten. Das ist nichts Schlechtes. Nur anders. Und natürlich bedarf es eines größeren Aufwands, sich in Songs wie"Venusia" oder "Flashover" reinzuhören, wo man doch eigentlich an der Pop-Musik die Geradlinigkeit so schätzt. Mit ihrer neuen Platte machen es die Klaxons ihren Hörern nicht leicht, aber auch nicht unmöglich, sie zu mögen. Ein bisschen Geduld und entspannte Nerven braucht es anfangs schon, um sich einlullen zu lassen. Und wessen Bewusstsein sich auch beim dritten Durchlauf noch nicht erweitern lassen will, der starrt einfach drei Minuten lang die Astronautenkatze auf dem Albumcover an. Dann wird das schon.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tobi
Format:Audio CD
Surfing The Void. Wir befinden uns auf einer Welle des nicht Greifbaren. Es wird einem unmöglich gemacht, die angehende Leere mit Inhalten zu füllen. Vielmehr bezieht sich die Nominalphrase "das Nichts" auf das Gegenteil des Seins, die Verneinung und Abwesenheit des Seins, das Nichtsein, die Leere schlechthin. ' Surfing The Void ' lässt sich aus einer Reihe von Blickwinkeln beobachten, doch besonders zu Beginn werden wir nicht mehr als die scheinbare Leere finden, die aufgrund der Proportion von Spielzeit zu Inhalt mit einer übernatürlichen Materie vollgeladen wurde - so dass mit dem einfachen Blick dies nicht zu erkennen ist. Was ist die Folge? Wir können nichts sehen. Oder um es vereinfacht darzustellen: Man sieht den Wald vor lauten Bäumen nicht. Es erfordert bei der neuen Platte der Klaxons schon einen scharfen Blick für die wesentlichen Dinge, um eben nicht in diesen Zustand zu geraten, Herr über die Lage zu werden mit dem Ziel, das zweite Album nach abgeschlossener Therapie besser kennen zu lernen, es zu verstehen und zu wissen, weshalb dieses Album ein ganz besonders ist.

Und damit wir es verstehen können, braucht es einen logischen Aufbau und detailierte Einblicke in das Innenleben von ' Surfing The Void '. Doch beginnen wir zu Anfang mit den Grunddaten der Platte: Produziert wurden die zehn Stücke von Ross Robinson, der damit auch James Ford ersetzte. Das Label hört auf den Namen Polydor Records und aufgenommen wurde das zweite Werk im sonnigen Los Angeles, Kalifornien. Das zu den Fakten. Inhaltlich steigen die Klaxons mit ' Echoes ' in das eingängigste Stück von ' Surfing The Void ' ein. Es reitet ohne Umschweife auf psychedelischen Wellen, die Gischt bricht durch auftürmende Felsbrocken und die Gitarren benehmen sich, als ob Sie selbst auf den Wellen reiten würden. Ein wunderschöner Auftakt, der auch durch das zweite Stück ' The Same Space ' nicht gebremst werden kann. Doch man wird sich fragen, was zur Hölle denn hier passiert ist? Der Beat ist schwer und robust. Schlagzeuger Steffan Halperin ist nun ein vollwertiges Mitglied der Band und führt den Song an sein Ziel.

Insgesamt bietet ' The Same Space ' wenig Luft zum Atmen, abstrakte Geräusche brennen immer wieder mal im Hintergrund und zeigen zugleich das Selbstbewusstsein und den Mut, einen Track wie diesen so früh in die Platte einzubauen. Der Titeltrack ' Surfing The Void ' ist dagegen kurz, äußerst lebendig und knackig gehalten. "We're passing through the clouds of diamond dust", singt Jamie Reynolds im nächsten Stück ' Valley of the Calm Trees ' und bietet damit auch den nächsten Zellstoff für Sciencefiction-Romane mit Raumschiffen, Straßen voller glitzerndem Staub und schillernden Grundfarben. Der erste Durchlauf mag wenig substantielles für den Hörer bieten, ist die Ihm gebotene Welt einfach zu unüberschaubar, zu fremd und Refrains verstecken sich hinter wälzenden Soundteppichen. Vielleicht bleibt auch deshalb ' Venusia ' sofort im Gedächtnis hängen. Es ist das beste Stück der drei leicht verwirrten Jungs, mit einer hervorragenden Eigen-Dynamik und dem endenden Chor "Venusha / take me by the hands".

' Extra Astronomical ' klingt wie der letzte Ausruf einer bald zerbrechenden Welt, die Erde unter unseren Füßen brodelt, das Ende ist nah. Klebende Melodien fallen inmitten von Meteorschauern durch Trommeln und schreiben dabei kleine Mini-Epen, die es einfach beim ersten Mal nicht zu verstehen gilt. ' Twin Flames ' schwingt langsam durch finstere Aschewolken und bleibt damit der langsamste Song auf ' Surfing The Void '. Weiteres Highlight ist ' Flashover ' das mit vollem Rohr und ohne Rücksicht auf Verluste, fast schon geistesgestört durch kosmische Rockgeschwader prescht. Für uns einer der besten Tracks des Jahres. Mit ' Future Memories ' folgt ein krasser Gegensatz zu ' Flashover ' und gehört zu den drei, vier verschiedenen Pop-Songs auf der Platte. Und die Klaxons enttäuschen uns auch am Ende von ' Cypher Speed ' nicht: Mit einem Messer zwischen den Zähnen verabschieden sich die Londoner aus den letzten fünf Minuten und verschwinden wieder in Ihrem kostspieligen Wurmloch.

Insgesamt ist das neue Album hervorragend konzipiert, aber nie zu pedantisch, es ist kompliziert, bietet aber mit Geduld die Möglichkeiten es zu verstehen. Kühn und mit viel Mut zeigen uns die Klaxons, weshalb ' Surfing The Void ' mit einem breiten Grinsen über das Klischee vom schweren zweiten Album lachen darf. Ähnlich gesehen dürften das in diesem Jahr auch MGMT...
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Unter all den ... 23. August 2010
Von Martin Lorenz TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
... soziokulturellen Studien der letzten Jahre wird sich mit Sicherheit eine finden, die sich mit dem Wandel der Hörgewohnheiten nachwachsender Generationen beschäftigt. Dabei dürften dann garantiert Begriffe wie Download, Filesharing, iPod, MySpace und Klingelton auftauchen - das Stichwort "Konzeptalbum", angegraut und schon schwer zu Fuß, wird man wohl vergeblich suchen. Dabei wäre es interessant zu erfahren, ob sich die Veränderungen im Konsum mittlerweile auch auf die - sagen wir mal ganz schnöde - Produktion eines Albums niederschlagen. Oder andersherum gefragt: Warum spielen Bands heute noch Platten mit mehr als fünf Songs und einer Spieldauer von weit über zwanzig Minuten ein, wenn doch eh` nur die Singles von den Radiostationen aus dem großen Ganzen gepickt und in ein kunterbuntes und wenig anstrengendes Potpourrie verbastelt werden. So gesehen ist das, was die britischen Klaxons gerade auf den Markt geworfen haben, einmal mehr Stückchen Widerstand. Die Single "Echoes" ist ein schönes Beispiel für eingängigen Indiepop, wie ihn so locker wohl nur die Inselbewohner hinbekommen, doch spätestens beim programmatischen "Surfing The Void" ist Schluß mit lustig, hier wird der auf Stromlinie gebügelte Massengeschmack schon mal einem ersten Härtetest unterzogen - schräge, fast ungenießbare Riffungeheuer, wer solch einen Kontrapunkt setzt, der weiß, was er tut. Was das Thema Verträglichkeit angeht, liegen die Klaxons mit ihrem kantigen Progpop im Übrigen ziemlich nahe bei den vormals gehypten MGMT, auch deren aktuelles Album "Congratulations" geriet ja eher zum musikalischen Wechselbad, das sich dem Hörer erst nach mehreren Anläufen erschloß. Die Klaxons lassen auf ein dunkel anrollendes "Venusia" mit interpol- bzw. editorstauglichem Basslauf ein recht zerfasertes "Extra Astronomical" folgen, geradeso als hätten sie Angst, man könnte ihnen ein Zuviel an Harmonie zum Vorwurf machen. Das hat zur Folge, dass es auf Dauer etwas anstrengend wird, ihnen auf ihrer interstellaren Reise zu folgen, so apprupt sind die Kehrtwendungen und so vollgepackt die einzelnen Tracks, hier mehrstimmige Choräle (Twin Flames), dort Drumstakkato (Flashover, Cypherspeed), Ruhepunkte Fehlanzeige. Am Ende hätte man sich etwas weniger astronomisches Unwetter und etwas mehr Wohlklang gewünscht, nicht automatisch wird wegen des bloßen Mutes zur Verstörung aus einem unerwarteten Album auch gleich ein gutes.
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Format:Audio CD
Nachdem ich das Album "Surfing the Void" (2010) von den Klaxons jetzt mehrere Male gehört habe, muss ich sagen, dass es mich doch etwas enttäuscht hat.
Die Klaxons bedienen von ihrem musikalischen Genre her eine Mischung aus Hardrock, Indie und Britpop mit elektronischen Elementen. Von der Insel ist man als Musikliebhaber über die letzten Jahrzehnte ja schon mit richtig genialer Musik verwöhnt worden, wobei die Bands meistens eine klare Linie verfolgten, z.B. Punk von den Sex Pistols etc.
Die Klaxons gehören zu den neuen jungen Bands, die sich einer Mischung aus mehreren Musikstilen verbunden fühlen, was mich eher skeptisch stimmt.
Das Albumcover mit der Katze im Astronautenkostüm gefiel mir schon mal sehr gut und sprach mich an; es untermauert wahrscheinlich die musikalische Philosophie der Klaxons, spacig abgehoben irgendwo im Universum genüsslich die Leere von Zeit und Raum auszukosten, denn "Surfing the Void" bedeutet zu Deutsch so viel wie "Die Leere durchsurfen".

"Echoes" hat einen einprägsamen Sound, erinnert ein bisschen an Coldplay. Doch der dazugehörige Videoclip wurde leider ziemlich lahm und mittelmäßig produziert.
"The Same Space" kommt klangmäßig etwas schleppend daher, hat aber einen relativ ansprechenden Text, der zu mehr Mitmenschlichkeit aufruft nach dem spirituellen Motto "We share the same space".
Das Titellied "Surfing the Void" ist mit einigen Abstrichen dann vielleicht auch noch ganz interessant, hat bei mir aber keinen wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen können. Hier offenbarte sich für mich deutlich, dass die Klaxons eine junge Band sind, die sich noch nicht voll entfaltet haben, aber durchaus Potential besitzen.
Ganz anders "Venusia", das den Titelsong um einiges toppt und von der Melodie sogar dezente Ohrwurmqualitäten besitzt.
"Twin Flames" ist mein ganz persönlicher Favorit auf diesem Album. Der Songtext wurde von indischen Vorstellungen über Wiedergeburt der Seele und Seelenverwandtschaft bzw. Zwillingsseelen inspiriert. Es verfügt über einen melodiösen Chorus und ist ein schönes Liebeslied geworden, hier stimmte für mich alles gut zusammen, Sound und Lyrics harmonieren einwandfrei miteinander. Das merke ich an, weil ich der Auffassung bin, dass die Klaxons als Band zwar schon tolle Lieder schreiben können die über eingängige Melodien verfügen, aber sich textlich noch nicht voll entfaltet haben.

Das Album besteht zur Hälfte aus guten Songs, teilweise mit Hitpotential wie zum Beispiel "Echoes" oder "Venusia", die andere Hälfte ist für meinen Geschmack eher unterdurchschnittliches Mittelmaß. Einige Songs haben zwar gezeigt, dass da durchaus Potential vorhanden ist, aber insgesamt war mir das noch zu substanzlos. Ich konnte vor allem textlich keine klare Linie erkennen, was fast ein bisschen schade ist, denn die Liedkompositionen sind teilweise sehr gelungen.
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