...und kein Gras!" Als der bekannte Surfprofi Steve Addington(Matthew McConaughy) das zu seinen Freunden sagt, kommt alles andere als gute Laune auf. Aber: Was ist ein Surfer ohne Wellen? Addington, das schräge Unikum der Szene kann so jedenfalls nicht leben. Und die fehlenden Wellen sind nicht sein einziges Problem.
Als Addington von einer Tour in seinen Heimatort Malibu zurückkehrt, hat sich einiges verändert. Sein abgehalfterter Manager Jack(Woody Harrelson) verschafft ihm ein Update. Der Geldgeber Ben und Berry wurde an den Ex-Surfer Eddie Zarno(Jeffrey Nordling) verkauft. Der will Addingtons Bekanntheit nutzen, in dem er ein Videosurfspiel herausgibt, für das Addington interaktiv die Software produzieren soll. Will heißen: In einem Studio, mit Cyberbrille, auf einem festgepflockten Board im Arbeitsspeicher surfen. Klar, dass Addington da nicht mitmacht. Lieber hockt er am Strand und rauch einen Joint, als sich zu verkaufen. Aber Zarno ist ein harter Brocken. Er kappt Steves Finanzen, lässt Jack verhaften und fängt sich Steves Freunde mit einem Batzen Geld ein. Steve kann froh sein, dass es da noch die schöne Reporterin Dannie(Alexie Gilmore) gibt. Die hat schnell kapiert, was Zarno plant. Und wer weiß, vielleicht kann sie Steve helfen...
Ich weiß, es gibt nicht viele Menschen, die Allan C. Weisbeckers Buch -Captain Zero- gelesen haben. Aber wer das getan hat, der wird feststellen: So wie Weisbecker die Liebe zum Surfen ins Papier gemeißelt hat, so ist S.R. Bindler das mit Bildern auf Zelluloid gelungen. Ich habe noch nie auf einem Board gestanden, aber egal ob Bindler oder Weisbecker, beide haben mir exakt vermittelt, was diese seltsamen Typen nach den Wellen jagen lässt. Allein dafür lohnt sich das Anschauen von -Surfer, Dude- schon.
Desweiteren gibt es in den Nebenrollen ein wunderbares Wiedersehen mit Willie Nelson und Scott Glenn. Auch die Musik ist nicht zu verachten. Vom Reggae bis zu Eminem ist so ziemlich alles vertreten, was gute Laune macht.
Was mir besonders gut gefallen hat: McConaughys Darstellung des hüftsteifen Muskelpakets Steve Addington. Die bescheidene Requisite; wann sieht man schon mal einen Film, bei dem der Hauptdarsteller im gesamten Streifen nur eine Hose braucht. Die herrlichen Aufnahmen von der Küste und dem Ozean. Das locker-leichte Lebensgefühl, dass der Film transportiert.
Was mir nicht so gut gefallen hat: Es gibt einwandfrei zu viele "laserweiße" Zähne im Film.
Also, egal ob Surfer oder nicht, werfen sie einen Blick in den -Surfer, Dude-. Für McConaughy-Fans ein Muss, für alle anderen zumindest ein Versuch, mal zu erfahren, was eine Tube oder ein Spot ist. Mir persönlich hat -Surfer, Dude- wirklich gut gefallen.