Nach " Greatest palace music ", auf der Will Oldham alias Bonnie " Prince " Billy eigene " Palace " Stücke nochmals aufnahm, und gewisse kommerzielle Kompromisse nicht zu überhören waren, bringt er nun mit seinem congenialen Partner Matt Sweeney die phantastische CD " Superwolf " auf den Markt.
Und er klingt wieder authentisch, alles ist handgemacht, gepickte Gitarre, E - Gitarre, Bass, Schlagzeug, manchmal ein Hauch Keyboards ( " Rudy Foolish ", " I gave you " ) oder Glockenspiel ( " Death in the sea " ). Gesang und Begleitung, alles klingt live, ungekünstelt.
" My home is the sea " ist ein großartiger Opener, der leise beginnt mit E - Gitarren Break und leisem Ausklang und zeigt die perfekte Harmonie von Oldham und Sweeney, die sich auch in den akustischen Stücken ( " Beast for thee ", " What are you waiting for ", " Bed is for sleeping " ( wenn das Wort Songperle je auf ein Lied zutraf, dann auf dieses ), " Only time running " )fortsetzt. Und dann fetzt bei " Geat und ram " nach leisem Beginn im Refrain und am furiosen Ende die E-Gitarre zu großartigen Harmonien a la Crosby, Stills und Nash. Ein weiterer Höhepunkt ist das fast 8- minütige " Blood embrace " mit perlenden Gitarrenläufen, geflüsterten Dialogen, voll Spannung und Magie. Will Oldhams Stimme variiert ausdrucksstark, erinnert mich manchmal an den späten Towns van Zandt, perfekt ergänzt von Matt Sweeney, dessen Kompositionen einen zusätzlichen Kick geben ( und dabei war und ist Will Oldham sicherlich ein hervorragender Songwriter ).
Insgesamt verbreitet die CD eine wundervoll magische Stimmung, man muss einfach zuhören und entdeckt stets neue Feinheiten.
Also Zeit nehmen, ein Glas Wein, CD einschieben und Superwolf genießen.