Aus der Amazon-Redaktion
Der Filmemacher Morgan Spurlock, der fünf Mal von der Filmschule der University of Southern California abgelehnt worden war, gewann beim Sundance Film Festival 2004 den Preis als bester Regisseur für diese alarmierend persönliche Untersuchung der Gesundheitsrisiken der von Fast Food überhäuften U.S.A.. Spurlock setzt sich selbst dreißig Tage lang unter intensiver ärztlicher Aufsicht einer strengen Diät aus McDonalds Gerichten aus, um herauszufinden, was mit ihm passieren wird. In weniger als einer Woche erfahren sein durchschnittlich trainierter Körper und sein inneres Gleichgewicht eine dunkle und hässliche Wandlung: Spurlock setzt Fett an, seine Cholesterinwerte schießen nach oben, seine Organe kriegen auch was ab und er leidet unter Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, zeigt Symptome einer Abhängigkeit und nachlassender sexueller Energie. Dieses Experiment ist zu offensichtlich, als dass man damit eine komplette Dokumentation füllen könnte Spurlock untersucht während der meisten Zeit des Films die Art und Weise, wie sich Fast Food Firmen ihren Weg in die Speisesäle von Schulen und die Herzen von kleinen Kindern schleichen, die Stunden in den Spielräumen von McDonalds verbringen. Fritten haben noch nie ekliger gewirkt.
--Tom Keogh
Movieman.de
Der Vergleich mit Michael Moore liegt nahe, wäre aber eine Gemeinheit, denn Spurlock unterstellt nichts, er behauptet nichts Unhaltbares, sondern er zeigt in umpolemischer Weise Fakten auf. Natürlich hat der Film Längen, aber er bleibt in gewisser Weise objektiv, so objektiv wie die Leberwerte des Delinquenten. Es werden hohen Stellen unangenehme Fragen gestellt und ein Top-Manager der Ernährungsindustrie läßt sich zu der Äußerung hinreißen, die Industrie selbst sei Teil des Problems der amerikanischen Überernährung mit all ihren katastrophalen Folgen für die Volksgesundheit - er verlor seinen Posten, wie es im Abspann heißt. Nervend sind die Statements von Spurlocks Freundin, aber etwas aufrüttelnd und streckenweise sehr unterhaltsam ist der Film. Fazit: sehenswert
Moviemans Kommentar zur DVD: Nettes Doku-Bild, Doku-Sound, das Thema vertiefende Extras.
Bild: Die Video-Produktion liefert natürlich keine 70mm-Bildeindrücke, aber doch ein recht solides Bild. Die Schärfe ist halt etwas begrenzt und zeichnet Gesichter in Halbnaheinstellungen (01.04.55) bereits etwas verwaschen und liefert auch sanfte Konturenschatten, aber das Bild ist weitgehend stabil und liefert einen Handfesten Doku-Touch. Bei gutem Kontrast und geringem Rauschen durchaus gut ansehbar.
Ton: Der Film agiert fast völligt Effekt-frei außer in einer Animationssequenz, in der blubbernde Fettgeräusche einen sanften Raumeindruck erwecken (00.58.50). Die Stimmen sowohl des Filmemachers als auch des deutschen Sprechers sind gut verständlich und einige Musik-Untermalungen klingen nett, aber Hollywood-Kino-Sound ist das nicht.
Extras: Die teilweise erschreckenden Interviews vertiefen die Gesundheits-Thematik des Filmes, der Trailer ist wunderbar plakativ... --movieman.de
VideoMarkt
Morgan Spurlock ist ein quicklebendiger New Yorker Filmemacher, der sich eines wachen Geistes in einem gesunden Körper erfreut. Bis er sich dazu entschließt, den Ursachen für die grassierende Fettleibigkeit seiner Landsleute nachzugehen, und 30 Tage lang jede Mahlzeit bei McDonalds zu sich nimmt. Gegen Ende seines grotesken Selbstversuchs leidet er unter Stimmungsschwankungen, erdrückenden Herzschmerzen und Libido-Verlust, wiegt zwölf Kilo mehr als zuvor und besitzt Leber- und Blutwerte in schwindelerregenden Höhen.
Video.de
Der in Sundance mit dem Regiepreis ausgezeichnete Dokumentarfilm von Debütant Morgan Spurlock begleitet den Extremfilmer bei seiner Tort(o)ur und erweist sich als witzige, hochinteressante und bisweilen ziemlich Appetit-zügelnde Arbeit auf den Spuren eines Michael Moore. Weniger polemisch als dieser, konzentriert sich Spurlock vielmehr darauf, mit sanfter Ironie aufzuklären, statt mit spitzem Zeigefinger anzuklagen, was ihm ein beachtliches Kinoeinspiel einbrachte.
Blickpunkt: Film
Ein Jahr bevor Doku-Guru Michael Moore sein neues Projekt über das amerikanische Gesundheitswesen in Angriff nehmen will, liefert Morgan Spurlocks in Sundance mit dem Regiepreis ausgezeichnete Dokumentation Präventivdaten. In einem grotesken Selbstversuch untersucht Spurlock die körperlich-seelischen Folgen der amerikanischen Fast-Food-Obsession, die längst auch international ein Seuchenproblem geworden ist. Für den gefestigten Durchschnittseuropäer, der tatsächlich noch regelmäßig das Ernährungsglück in der eigenen Küche findet, mag das Ergebnis weniger Tragweite haben als für amerikanische Big-Mac-Junkies. Aber unterhaltsame Aufklärungsarbeit leistet 'Super Size Me' dennoch, ohne dabei missionarisch oder polemisch zu wirken.
Regiedebütant Spurlock, der mit seiner Produktionsgesellschaft den MTV-Hit 'I bet you will' kreierte, spürt den gesellschaftlichen Veränderungen nach, die die Ausbreitung des Fast Foods begünstigten: das Leben im Zeitraffer, die Bequemlichkeit und auch der uramerikanische Wesenszug, alles größer haben zu wollen. So auch die angebotenen Fast-Food-Portionen, die bescheiden begannen, mittlerweile aber Super-Size-Format erreicht haben. Spurlock zeigt aber auch den Einfluss wichtiger Interessensverbände, der TV-Werbung und die Bedeutung konzernaler neben individueller Verantwortung.
Ohne die dreiste, manchmal zwischen Peinlichkeit und hohem Amüsement changierende Penetranz von Michael Moore oder Nick Broomfield, lässt Spurlock mit sanft ironischem Ton seine Fakten sprechen. Führt Interviews mit Ärzten, Anwälten, Konsumenten, geht in Schulen, um die erschreckenden Missstände in Ernährungs- und Sportfragen aufzuzeigen und liefert mit seinem masochistischen Selbstversuch die überzeugendsten Argumente. Einen ganzen Monat lang nimmt er drei tägliche Mahlzeiten ausschließlich bei McDonald's ein - mit der Vorgabe, die größten Portionen (Super Size) zu nehmen, sollte er am Counter danach gefragt werden. Diese Grundidee, die wie ein endloser Stunt bei 'Jackass' anmutet, ist brillant und witzig, während die regelmäßigen Selbstbeobachtungen beim Essen der Zucker-und Cholesterinbomben weniger amüsieren als quälen. Wie eben auch Spurlock selbst, der wie seine Ärzte gelassen seine Aktion beginnt, um sie, einigermaßen geschockt und krank, schließlich zu beenden. Um 25 Pfund schwerer, mit Schäden an Herz und Leber, gibt Spurlock mit seinem Extremexperiment überzeugend Warnung, wohin der Weg auch bei reduzierterem Konsum langfristig führt. Im harmlosen Fall zum sporadischen Übergeben aus dem Autofenster (geöffnet), im schlimmsten Fall zur operativen Magenverkleinerung, die hier mit einer Reise ins Speckgewebe, begleitet von Walzerklängen, angetreten wird.
Dass viele Schulvorstellungen 'Super Size Me' buchen werden, ist angesichts der Machart und der zentralen Konsumentengruppe relativ sicher. Dass aber auch insgesamt im Kino gute Ergebnisse erzielt werden können, ist sehr wahrscheinlich. kob.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Entspannte, faktenintensive Dokumentation über einen Mann, der sich einen Monat nur von McDonald's-Produkten ernährt.
Kurzbeschreibung
Warum sind die Amis so fett? Der New Yorker Filmemacher Morgan Spurlock ging dieser Frage auf den Grund. In einem Selbstversuch ernährte er sich 30 Tage lang nur von Produkten der größten Fastfood-Kette der Welt. Das Ergebnis war schwer zu glauben. Es war noch drastischer als erwartet, sodass der begleitende Arzt auf einen vorzeitigen Abbruch des Versuchs drängte. Spurlock hatte 25 Pfund zugenommen, erschreckende Leberwerte und Blutwerte, die die Alarmleuchte aufblinken ließen. Morgan Spurlock fragt in seiner intelligent-satirischen Dokumentation nach der Verantwortung der Konzerne und Konsumenten und nach dem unglaublichen Profit, der mit Fastfood gemacht wird. Aber Spurlock belässt es nicht bei der Kritik am viel gescholtenen Marktführer. Er nimmt alles unter die Lupe und auseinander, was mit Fastfood irgendetwas zu tun hat.
Produktbeschreibungen
Warum sind die Amis so fett?
Der New Yorker Filmemacher Morgan Spurlock ging in "Michael-Moore- Manier" dieser tief schürfenden Frage nach und ernährte sich im Selbstversuch 30 Tage lang nur von Produkten der größten Fastfood-Kette der Welt. Erstaunliches kam zu Tage: 25 Pfund mehr auf den Rippen, Leberwerte zum Erschrecken und Blutwerte, die seine Ärzte in höchste Alarmbereitschaft versetzten...
In seinem top-satirischen, in Sundance 2004 mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichneten Film, fragt Spurlock nach der Verantwortung der Konzerne und Konsumenten, nach dem großen Geld, das mit der "Fastfood-Kultur" gemacht wird und nach den Möglichkeiten, die schwergewichtigen Amerikaner wieder zu einem gesünderen Volk zu machen. Ein ironischer Schlag in den Magen, angereichert mit viel Fett und Fakten über eine