Aus der Amazon.de-Redaktion
Wenn Richard Donners Film
Superman aus dem Jahre 1978 die Zuschauer glauben ließ, dass ein Mensch fliegen kann, dann erinnert Bryan Singers Folgefilm
Superman Returns aus dem Jahre 2006 einen daran, dass ein Superheldenfilm in der Lage ist, den menschlichen Geist zu erheben. Superman (gespielt von dem Newcomer Brandon Routh) kehrt zur Erde zurück, nachdem er fünf Jahre lang vergeblich nach seinem zerstörten Heimatplaneten Krypton gesucht hatte. Als sein Alter Ego Clark Kent ist er sehr darauf bedacht, zu seinem Job beim "Daily Planet" zurückzukehren und Lois Lane (Kate Bosworth) wieder zu sehen. Lois hat sich jedoch weiter entwickelt: sie hat mittlerweile einen Verlobten (James Marsden), einen Sohn (Tristan Leabu) und einen Pulitzer Preis, den sie für ihren Artikel "Weshalb die Welt Superman nicht braucht" erhielt. Als wäre das nicht genug, plant Supermans alter Erzrivale Lex Luthor (Kevin Spacey) die größte Landübernahme der Geschichte. Bryan Singer, der unter Comic-Heft-Freunden für seine Arbeit an den
X-Men-Filmen einen guten Eindruck hinterließ und für Kevin Spacey auch bei
Die üblichen Versächtigen als Regisseur tätig war, erweist dem ältesten Superhelden der Welt seinen Respekt und lässt ihn zugleich in einem neuen Blickwinkel erscheinen. Er leiht sich die großartige Titelmusik von John Williams und die Stimme von Marlon Brando als Jor-El, und die Geschichte, die von Singers
X-Men-Mitarbeitern Michael Dougherty und Dan Harris stammt, erscheint wie eine Art Fortsetzung der ersten beiden Superman-Filme (vorausgesetzt, man ignoriert, dass es jemals einen Teil drei und vier gab). Die humorvollen und romantischen Anklänge verleihen dem Film Herz, Singers Art-Deco-Metropolis ist oftmals atemberaubend, Spacey wirkt als Lex Luthor sowohl lustig als auch bösartig, und Parker Posey hat als Luthors Gespielin Kitty die besten Sprüche drauf. Aber Kate Bosworth wirkt mit ihren dreiundzwanzig Jahren zu jung als Lois, nachdem fünf Jahre vergangen sind. Es ist auch nett, Noel Nell, Jack Larson (beide aus der klassischen US-Serie "The Adventures of Superman" aus den fünfziger Jahren) und Eva Marie-Saint zu sehen.
Superman Returns ist eines jener Projekte, an dem scheinbar ewig herumgefeilt wurde, aber es war das Warten wert es ist der beste Superheldenfilm seit
Spiderman 2 und
Die Unglaublichen.
--David Horiuchi
Movieman.de
Bei "Superman Returns" handelt es sich um einwandfreies Actionkino, dass wirklich unterhaltsam arrangiert wurde. Für Freunde des Superman-Mythos wird definitiv einiges geboten, ein "normaler" Kinogänger hingegen mag von Story und Cast ein wenig enttäuscht sein. Das Fehlen von raffinierten Wendungen ist bei einer Länge von zweieinhalb Stunden leider auch etwas ärgerlich, dennoch wird man, wenn man nicht allzu hohe Ansprüche mitbringt, noch gut unterhalten, obwohl die Produktion in einem Vergleich mit Nolan´s "Batman Begins" natürlich nicht mithalten kann. Fazit: Was stürzt denn da vom Himmel?
Moviemans Kommentar zur DVD: Das Bild kann überzeugen, bietet aber keine Spitzenwerte. Mit dem Ton sieht das schon besser aus, vor allem was die Effekte angeht, die sich neben der angenehm vitalen Kulisse äußerst satt in den Raum ergießen. Die Extras sind sowohl ausufernd als auch vorbildlich hintergründig. Eine insgesamt sehr schöne Leistung!
Bild: Ein wenig brillanter in seinen Farben könnte das Bildmaterial schon ausfallen, denn häufig sind es eher matte und dunkle Töne, welche die Optik charakterisieren. Zwar mögen diese ästhetisch begründet sein, dadurch stellt sich aber kein wirklich atemberaubend leuchtendes, sondern eher ein recht rundes, natürliches Gefühl ein (braunstichiges Wohnzimmer, 00:19:24), was lediglich in den animierten Szenen von hoher Leuchtkraft zeugt. Weder Rauschen noch Artefakte stellen, bis auf minimales, seltenes Bildzittern in schnellen Schwenks (Schwenk über Park, 00:44:58) ein Problem dar und auch die Schärfedarstellung kann überzeugen, wobei hier keine Spitzenwerte erreicht werden. Gerade in Nahaufnahmen hätte noch ein wenig mehr Präzision drin sein können (Gesicht, 00:33:27), um eine wirkliche Höchstleistung zu bringen Wenn etwas an der Optik nicht vollkommen überzeugen kann, dann liegt das an mangelnder Beleuchtung. So ergeben sich die prinzipiell sehr angenehmen Kontrastwerte unter extremeren Lichtverhältnissen nicht ganz so schön aufgefächert.
Ton: Das akustische Material liegt in DD 5.1 vor. Schon in den ersten Sekunden des Vorspanns wird dabei klar, was die DVD alles kann (Supernova im All, 00:01:51). Zwischen Original und deutscher Fassung ergeben sich dabei keine wesentlichen Unterschiede. Auch die Synchronstimmen werden dem Original durchaus gerecht, sieht man einmal von der inhaltlichen Umsetzung, was heißt Übersetzung mancher Sätze ab. Effekttechnisch ist die DVD ein einziger Rausch, der durch die Filmmusik noch gesteigert wird. Feinen Details in der Kulisse wurde dabei ebenso viel Aufmerksamkeit geschenkt, wie den satten Effekten. Fast jedes Signal sieht sich motiviert mit in der Richtung spielerisch wechselnder Intention ausgestattet. Ein Donnern (00:04:57) dröhnt nicht nur von hinten, sondern wechselt motiviert von links vorne scheinbar mitten durch den Raum nach rechts hinten oder zwischen allen Richtungen leise hinter einem Dialog schwankend. Diese und ähnliche Details erweitern die Räumlichkeit mit großer Kraft und sattem Bassanteil und erzeugen eine überaus volle Atmosphäre, die sich zudem von einem gewaltig spannungsgeladenen Soundtrack unterstützt sieht. Eine wirklich tolle Leistung.
Extras: Auf Disc 2 finden sich folgende untertitelte Extras: "Ein Requiem für Krypton: Making >Superman Returns --movieman.de