Heiliger Strohsack, ist das eine Granate. "Supremacy of Steel" wird eröffnet von einem Megagerät namens "Bloodsteel", eine Abfahrt wie Painkiller auf Speed! Danach geht es mit dem fetten, flotten ( hehe )
"The Beast of bray road" weiter. Sänger Sean Peck erzählt hier bei jedem Song mit sehr ausführlichen Lyrics seine Storys, Meinungen und Erlebnisse, welche zum Nachdenken, aber auch zum Schmunzeln, nur selten zum Weghören anregen. Während man auf den letzten Alben der Amis ganz klar alte Iced Earth als Orientierung nennen kann, ist bei SOS für CAGE Verhältnisse doch mehr Abwechslung geboten. Man bangt zu Schnellem, lauscht erhabenen Jag Panzer-Refrains wie dem "King of the Wasteland",
um danach beim vierten Song nostalgisch der Verbeugung vor dem Ursprung des Heavy Metal zu folgen. "Metal Empire" handelt vom Aufbruch und Werden unserer Mucke auf der Insel, ein sehr geiler Text, in dessen Refrain der Albumtitel gepackt ist! Für mich einer der absoluten Höhepunkte auf diesem Riesenalbum! Überhaupt ist das mit Comics bebilderte Booklet und die Lyrics mit so viel Liebe gestaltet, ein echter Gegenwert und absolut unvertretbar zum Download für echte Metaller! Das alle Musiker echte Könner sind, davon zeugt der nächste Song "War of the undead",
mit einer fetten Bassline zu Beginn des Infernos. Dann wirds Maiden-lastig im positivsten Sinn und "Flying Fortress" widmet sich, sehr Sabaton-mäßig, dem leidigen Kriegsthema! Sehr griffig und ein echter Headbanger ist "Doctor Doom", hier gefallen besonders die genialen Gitarrenläufe hinter dem Gesang. Bereits auf dem letzten Album hat sich S.Peck der deutschen Geschichte angenommen, auch dieses Mal ist ein Part auf dem Klasse-Album vertreten. Es handelt von "Anneliese Michel", welche Ende der Sechziger Jahre mit einem Exorzismus unter die Erde gebracht wurde. Dieser Song könnte im besten Sinne auch auf einem King Diamond Album stehen - unfassbar abigeil!
"Braindead Woman" geht auch wegen dem Text bei mir etwas unter, den hätten sich die Burschen schenken können, da auch die Mucke diesem Killeralbum nicht ganz gerecht wird. Danach wird wieder Musik gemacht, bei "The Monitor" gehts nicht um Klaus Bednarz, sondern um einen Kriegsstrategen. Richtig genial wird es mit "Hell Destroyer vs. Metal Devil" - ohne Worte! Zum Schluss gibts auf meiner Fan-Edition noch was für die Ami-Patrioten, "Blood, White & Blue", ein Song, der wegen Text und Sound auch von Iced Earth stammen könnte. Bei der üblichen CD-Version ist "Skinned Alive" der Schluss-Song, ein Midtempo-Gerät als krönender Abschluss. Fazit: CAGE veröffentlichen Ihr bestes Album, mit einem sehr guten, weil nicht zu aufgepushten Sound. Alle Instrumente sind auf der CD in Ihrer ureigenen Form gut zu hören. Auffällig positiv auf diesem Silberling sind die vielen schnellen, aber ultra-melodischen Solos, welche schnell ins Ohr gehen und mit dem neuen Gitarren/Bass-Duo sehr wohltuend den CAGE-Sound aufwerten. CAGE haben dieses Album mit so viel Herzblut eingezimmert, hier kommt nichts für die Stange, das ist Metal für die Ewigkeit! Für mich ein klarer Fall von Dauer-Rotation, Dauer-Rohr und ein absolutes Highlight im starken Metal-Jahr 2011. Kaufempfehlung für alle Vertreter der wahren Lehre! Hammerheart!