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Seit seinem großen Hit aus dem Jahr 1992 "Kein Schwein ruft mich an" haben sich Max Raabe und sein Palastorchester nicht auf ihrem nostalgischen Image ausgeruht, sondern stetig an der musikalischen Entwicklung weitergearbeitet und sich Herausforderungen unterschiedlichster Art gestellt -- wie jüngst bei Dreharbeiten zu Werner Herzogs neuem Film Invincible. Daneben blieb offenbar genügend Zeit, um im Studio das aktuelle Album Superhits 2 aufzunehmen.
Bereits der Vorgänger Superhits war nicht nur im deutschsprachigen Raum ein sensationeller Erfolg, sondern kam kurioserweise in die Top 10 in Russland und errang Platz Nr.1 in der Ukraine sowie Litauen. In der unvergleichlich charmanten und humorvollen Interpretation von Max Raabe ist hier Teil 2 einer höchst gelungenen Hit-Mischung zu hören.
Auf eindrucksvolle Weise demonstrieren Raabe und sein Orchester, wie sich der Soft-Cell-Klassiker "Tainted Love" in der Instrumentierung einer traditionellen Brass-Band ausnimmt, bevor sich das Charleston-Feeling langsam zum Pop-Beat umwandelt. Stücke wie "Uptown Girl", "Let's Talk About Sex" und "You're My Mate" unterzieht er souverän derselben Behandlung und bringt dabei völlig neuartige Fassetten dieser Titel -- und damit ihre eigentlichen Qualitäten -- zum Vorschein.
Das aktuelle Album Superhits 2 gleicht, wie bereits das vorherige, einer faszinierenden Zeitmaschine der jüngeren Popgeschichte, die ohne Weiteres dazu in der Lage ist, den Zuhörer in den Glauben zu versetzen, dass bereits der Urgroßvater ganz selbstverständlich Marc Almond gehört habe. --Andreas Schultz
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Also dann ... "Follow me and buy this CD" ... and everything is alright ...
Musikalisch durchaus ansprechend mit Klarinette, Akkordeon, quäkenden Backgroundchören und der knödelnden Stimme Raabes interpretieren sie u.a. Diana Ross` "Upside Down" mit einem Humptata - Rhythmus, bleiben bei Uncle Kracker`s "Follow Me" nah am Original und versuchen sich an Shaggy`s "Angel". Doch bei aller Liebe zu der Musik aus seligen Zeiten - leider klingt das alles sehr bemüht. Am Beispiel von "Another Day In Paradise" fällt es besonders auf: Im letzten Jahr von Ray-J sowie den Gregorians gecovert können diese englischsprachigen Poptitel in den vorliegenden Version nur verlieren, da sie leider nur den Charme des Aufgewärmten besitzen. Als Gag sind ein paar Stücke ganz erträglich, doch auf Dauer wäre es besser gewesen, wenn sich das Palastorchester wie zuletzt in ähnlicher Form Götz Alsmann verborgenen Schätzen der deutschen Musik aus dieser Zeit zugewandt hätte.
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