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Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone Gebundene Ausgabe – 2003

171 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Blessing; Auflage: Blessing (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896672282
  • ISBN-13: 978-3896672285
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (171 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 69.825 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Mark Haddon wurde 1962 in Northampton geboren, studierte am Merton College, Oxford, Literatur und lebt heute mit seiner Frau und seinen Kindern in Oxford. Er hat viele Jahre mit geistig oder körperlich behinderten Menschen gearbeitet. Für das Kinderprogramm der BBC hat Mark Haddon Drehbücher geschrieben, die ihm zweimal den begehrten BAFTA-Preis eintrugen. Mit dem Roman "Supergute Tage" landete er auf Anhieb einen internationalen Bestseller und wurde in England mit dem renommierten Whitbread-Award ausgezeichnet.

Produktbeschreibungen

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Große Namen erweisen diesem Buch die Ehre. Ian McEwan, der sich erst vor kurzem mit seiner tiefenpsychologischen Fallstudie Abbitte als Fachmann für die Feinmechanik menschlicher Befindlichkeiten erwiesen hat, schwärmt vom "großartigen Porträt einer kindlichen Seele". Oliver Sacks, der berühmte Romancier und Neurologe, attestiert Mark Haddon "tiefe Einblicke in die autistische Seele, sehr bewegend, sehr glaubwürdig -- und sehr witzig." Dabei ist Christopher Boone, "15 Jahre, 3 Monate und 2 Tage", dem Helden dieser Geschichte, alles Witzige mehr als fremd.

Am liebsten wäre Christopher in einer Weltraumkapsel allein auf endloser Fahrt. Die Menschen, ihre Launen und Stimmungswechsel sind dem autistischen Jungen ein ewiges, kaum lösbares Rätsel. Seine Welt stellt sich als streng logisches Fakten- und Zahlenwerk dar. Er schätzt es nicht, angefasst zu werden, nimmt Speisen nur an, wenn sie einander auf dem Teller nicht berühren und nennt die Welt der Primzahlen sein Zuhause. Und Sherlock Holmes natürlich, der in seiner glasklaren Logik für den Jungen ein natürliches Vorbild darstellt. Folgerichtig schlüpft Christopher, als er Wellington, den Hund der Nachbarin Mrs. Shears, mit einer Mistgabel erstochen auffindet, in die Rolle des viktorianischen Superhirns.

Die Story, versehen mit zahlreichen Schautafeln, Zeichnungen und Tabellen aus Christophers überreicher Innenwelt, entwickelt gehörige Spannung und staubtrockenen Humor. Ganz gegen den Willen seines Vaters beginnt Christopher seine "Ermittlungen", wird mit einem mehr als unvermuteten Hundekiller konfrontiert, enttarnt ungeahnte amouröse Verflechtungen und löst so nebenbei das Geheimnis um seine "verstorbene" Mutter.

Wichtiger und spannender jedoch: Der Leser erhält ein seltenes und kostbares Seelenporträt eines Autisten. Wie lebt ein Junge, der das Mienenspiel seiner Mitmenschen nicht deuten kann? Der ihre metaphernreiche Sprache (Wörter wie "futtern" oder "Augapfel" sind für Christopher beständige Fallstricke) nicht versteht? Der immer die Wahrheit sagt? Dem ein strikter Tagesablauf alles bedeutet, neue Eindrücke hingegen zum gefährlichen Kollaps führen können? Durch den Spiegel von Christophers Auge erleben wir uns Menschen gleichsam als unlogische Geisteszwerge und emotionale Irrläufer, dauerbehindert durch Gefühle, Ressentiments, aber eben auch durch Zweifel und Skrupel. Mark Haddon hat uns mehr als einen Krimi geschenkt -- einen wundervollen Einblick in eine fremde Seelenwelt. --Ravi Unger

Pressestimmen

"Das großartige Porträt einer emotional zerrissenen kindlichen Seele. Haddon schreibt witzig-rau, weise und mit großem Einfühlungsvermögen." (Ian McEwan)

"So etwas Witziges und zugleich verzweifelt Wahres habe ich noch nie gelesen. Gleich zwei Exemplare kaufen: Man verleiht dieses Buch ja doch nicht." (Arthur Golden)

"... toll geschrieben, ein Buch, das man gerne von vorne bis hinten liest." (LESEN, Elke Heidenreich)

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34 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von GH am 4. August 2004
Format: Gebundene Ausgabe
Supergute Tage - das sind die tagebuchartigen Aufzeichnungen eines als "leicht autistisch" eingestuften Heranwachsenden über den brutal ermordeten Hund der Nachbarin, über schwarze Löcher im Universum, über die Rätsel der Liebe, über Primzahlen und ihre Anwendbarkeit,über das Ockhamsche Rasiermesser und über manch anderes.
Mit viel Einfühlungsvermögen erschließt uns der Erzähler, Mark Haddon, diese "sonderbare Welt des Christopher Boone", seines Romanhelden. Und vor Sonderbarkeiten strotzt diese Welt in der Tat: Christopher kann nichts mehr essen, wenn sich die Speisen auf seinem Teller berührt haben. Er bekommt Tobsuchtsanfälle, wenn zu viele Menschen um ihn herum sind. Er strukturiert sein Leben wesentlich nach den Farben rot (gut) und braun/gelb (schlecht), was mitunter zu erheblichen Kollisionen mit der "normalen" Welt führt. Sonderbar ist aber auch die mathematische Begabung von Christopher, seine Liebe für Primzahlen und sein Geschick im Beweisen von mathematischen Lehrsätzen.
Haddons Buch hat eine gewisse Nähe zu den Fallgeschichten von Oliver Sacks über psychotische Störungen. Während Sacks aber "reale Fälle" literarisch aufarbeitet, geht Haddons hier umgekehrt vor: Er schreibt eine literarische Geschichte, die er mit seinem Wissen über die Arbeit mit geistig und körperlich behinderten Menschen anreichert. Haddon schreibt aus der Ich-Perspektive und man muss ihm zur Wahl dieser Darstellungsform gratulieren. Über den ganzen Roman hindurch hatte ich tatsächlich das Gefühl, die Aufzeichnungen des Christopher Boone zu lesen und nicht einen Roman von Mark Haddon über christopher Boone.
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62 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Der Buchvorleser VINE-PRODUKTTESTER am 4. August 2003
Format: Gebundene Ausgabe
Christopher Boone ist 15 Jahre alt und fühlt sich am besten, wenn alles streng nach Plan abläuft, Bekanntes um ihn herum ist, keine Menschenansammlungen auf ihn einstürmen, sein Essen getrennt auf dem Teller liegt und er komplizierte mathematische und physikalische Probleme in seinem Kopf wälzen kann. Christopher Boone ist ein autistischer Jugendlicher, der bei seinem Vater lebt, auf die Sonderschule geht und für das Mathe-Abitur lernt, seine Lehrerin Siobhan ob ihrer Ratschläge und Ideen mag, vor kurzem seine Mutter verloren hat und für Sherlock Holmes schwärmt. Als in der Nachbarschaft ein Hund ermordet wird, begibt sich Christopher auf die Suche nach dem Täter und tritt dabei unbewusst und zunächst unbemerkt eine Lawine los, die sein Leben spürbar verändern wird.
Mark Haddon, der früher Kinderbücher und Drehbücher verfasste, hat mit seinem ersten Roman „Supergute Tage oder die sonderbare Welt des Christopher Boone" (Karl Blessing Verlag)eine zutiefst berührende, glaubhafte Geschichte über einen behinderten Jungen geschrieben, der in seiner eigenen Welt lebt und es den Erwachsenen schwer macht, ihn zu verstehen. Liebe und Zärtlichkeit, Nähe und Geborgenheit finden bei Christopher krankheitsbedingt keine Gegenreaktion und führen somit ungewollt zu manch heikler Situation, die es im alltäglichen Leben zu meistern gilt. Dem Leser öffnet sich mit diesem wunderbaren Roman eine für ihn unbekannte Welt und er lernt Christopher zu verstehen, der einerseits ein mathematisches Genie ist und sich andererseits in der Öffentlichkeit manchmal wie ein Dreijähriger benimmt.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von R.S. am 22. Juni 2005
Format: Gebundene Ausgabe
Der Autor Mark Haddon sammelte in der Vergangenheit einige Erfahrung bei der Betreuung von autistischen Menschen. Aus diesem Wissen heraus schuf er nun ein Buch, das sich genau diesem Thema widmet. Dazu entwickelte er die Figur des Christopher Boone, eines fünfzehnjährigen Jungen der an Aspergersyndrom (leichte Form des Autismus) leidet. Christopher ist der Icherzähler der Geschichte. Er geht zur Sonderschule, denn er findet sich in der "normalen" Welt nicht zurecht. Er spricht nicht mit Fremden, begibt sich nicht in unbekanntes Gebiet, wird von Menschenmengen zur Unbeweglichkeit begleitet von Schreikrämpfen gezwungen, usw.
Das Buch beginnt damit, dass der Pudel der Vis-à-Vis-Nachbarin mit einer Heugabel erstochen wurde. Christopher - der ein Liebhaber von Sherlock Holmes ist, aber Sir Conan Arthur Doyle verachtet - will den Fall aufklären. Dazu muss er vieles unternehmen, was ganz gegen seine Überzeugungen und Lebensansichten ist - so muss er zum Beispiel mit Fremden sprechen. Je weiter er jedoch vordringt um so mehr wird über sein Leben offenbar - und auch über jenes seiner Eltern. Seine Suche nach dem Täter stürzt ihn in eine Krise.
Ich hielt die Darstellung des Rainman durch Dustin Hoffman immer schon für einen Geniestreich, doch bei dieser Lektüre stieg meine Hochachtung weiter. Das Buch ist bittersüß, man ist zerrissen zwischen den Gefühlen. Die Kaltschnäuzigkeit mit der Christopher hochemotionale Tatsachen betrachtet ist fesselnd. Die klar logische Strukturierung seines Lebens, aber auch die Unfähigkeit mit der normalen Welt umzugehen ist ebenso mitreißend wie die wunderbare Beschreibung wie er es dennoch schafft über seinen Schatten zu springen.
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