Während die Band um Paul Heaton & David Rotheray,seit Ende der 80er Jahre in ihrer Heimat mehr als 15 Millionen Alben verkauft haben, dürften sie hierzulande den meisten lediglich durch ihre Single-Erfolge "Song For Whoever" und "Perfect Ten" bekannt sein. Mit dem neuen Album "Superbi" (benannt nach dem ehemaligen italienischen Profi-Fussballer Matteo Superbi)könnte es ihnen jetzt gelingen, auch ausserhalb Englands wieder Gehör zu finden.
"Superbi" fängt dort an, wo The Beautiful South mit ihrer letzten eigenskomponierten CD, "Gaze" aufhörten: raffiniert einprägsame Hooklines ("The Rose Of My Cologne", "Manchester", "The Next Verse", setzten sich unweigerlich fest, lassen aber immer wieder Raum Neues zu entdecken. Dazu gehört auch, dass auf den aktuellen Songs aus der Feder von Paul Heaton & David Rotheray auch Dobro-und Banjogitarren zu hören sind. Der ursprüngliche Soul-Pop, mit scharfen, kristallklaren Bläsersätzen wurde mit einer gehörigen Prise Country-Pop verfeinert ("Never Lost A Chicken To A Fox","Space". "From Now On", oder "There Is A Song" sind geschmackvoll musikalisch reduzierte Balladen, mit der abermals treffsicheren Poesiekunst Paul Heatons. Um das Gesamtbild abzurunden, hält "Superbi" auch noch den legitimen Nachfolger zum bislang grössten Hit ("A Little Time") parat: in "When Romance Is Dead" liefern sich Sängerin Alison Wheeler und Dave Hemmingway (neben Paul Heaton zweiter Sänger der Band aus Hull)
ein offensives Doppelpasspiel in bittersüssen Tönen, voller zynischer Lyrik (..."You´ll Know When Love´s On The Slide,Whenever You´re Talking The Kids Go Outside"...).
Kurum: The Beautiful South gelang mit "Superbi" ein weiterer grosser Wurf, aber das war ja anders auch nicht zu erwarten.