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Moviemans Kommentar zur DVD: Nettes Doku-Bild, Doku-Sound, das Thema vertiefende Extras.
Bild: Die Video-Produktion liefert natürlich keine 70mm-Bildeindrücke, aber doch ein recht solides Bild. Die Schärfe ist halt etwas begrenzt und zeichnet Gesichter in Halbnaheinstellungen (01.04.55) bereits etwas verwaschen und liefert auch sanfte Konturenschatten, aber das Bild ist weitgehend stabil und liefert einen Handfesten Doku-Touch. Bei gutem Kontrast und geringem Rauschen durchaus gut ansehbar.
Ton: Der Film agiert fast völligt Effekt-frei außer in einer Animationssequenz, in der blubbernde Fettgeräusche einen sanften Raumeindruck erwecken (00.58.50). Die Stimmen sowohl des Filmemachers als auch des deutschen Sprechers sind gut verständlich und einige Musik-Untermalungen klingen nett, aber Hollywood-Kino-Sound ist das nicht.
Extras: Die teilweise erschreckenden Interviews vertiefen die Gesundheits-Thematik des Filmes, der Trailer ist wunderbar plakativ... --movieman.de
Das Problem an der Sache: Die meisten Leute - darunter Einige mit denen ich über die Doku gesprochen habe - verstehen die selbige vollkommen falsch.
Hier soll nicht unbedingt McDonalds an den Pranger gestellt werden, sondern der neue "american way of life". Natürlich ist es nicht gesund, wenn ich 30 Tage lang nur Burger "fresse". Aber wäre es gesund, 30 Tage lang Cordon Bleu, 30 Tage lang Fischstäbchen oder 30 Tage lang Rindersteak zu essen? Natürlich nicht, und kein Mensch der sich so einem "Test" unterziehen würde, würde es unbeschadeter überstehen als Morgan Spurlock. Diese Komponente kommt in dem Film leider nur schlecht rüber.
Kritisiert werden soll der Lebensstil: Tagtäglich stundenlang im Büro, vorm TV, der Playstation oder dem PC zu sitzen. Kinder und Jugendliche werden von den Eltern nicht mehr dazu angehalten sich anders zu vergnügen, Sport zu machen etc.
Ich möchte auch noch auf eine Sache eingehen, die mich sehr gestört hat: Es wird teilweise mit "Mitteln" gearbeitet, die nicht in so eine Doku gehören. Spurlock hat sich vor dem Test vegetarisch ernährt und schmeisst sich beim ersten McDonalds-Besuch 2 BigMac, 1 Liter Cola, eine riesen Portion Pommes etc. hinein. Da würde mir wohl auch das Kotzen kommen. Solche reisserischen Szenen als Anti-FastFood-Schocker zu verwenden, hat diese Dokumentation eigentlich nicht nötig.
Alles in Allem ist der Film gelungen, hat aber durchaus Schwächen.
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