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VINE-PRODUKTTESTERam 13. August 2011
Die ganz nahe Zukunft in den USA: Wirtschaftlich spielt die einstige Supermacht keine Rolle mehr, dafür stecken sie nach einer Invasion in Venezuela auch militärisch gehörig in der Bredouille. Ein Euro kostet mehr als acht Dollar und Leitwährung ist längst der Yen; als mächtigster Mann der Welt gilt der chinesische Generalbanker.

Lenny Abramov, der reichlich naive Sohn jüdisch-russischer Immigranten, literarisch interessiert und wahrscheinlich der letzte Tagebuchschreiber Amerikas, kehrt nach einem einjährigen Auslandsaufenthalt in Rom zurück nach New York und muss schon bei der Einreise feststellen, dass das politische Klima rauer geworden ist: Polizei und Militär prägen das Stadtbild. Doch Lenny hat andere Dinge im Kopf; ist er doch frisch verliebt: Eunice Park heißt die Angebetete, eine wesentlich jüngere Frau koreanischer Abstammung mit familiären Problemen, die bald zu ihm zieht und das Glück zunächst perfekt macht.

Allerdings plagen Lenny auch Probleme, denn er ist 39 und gehört in einer Gesellschaft, die dem Jugendwahn frönt, längst zum alten Eisen. Seine Arbeit für einen Konzern, der den Superreichen Lebensverlängerung verspricht, konfrontiert ihn täglich mit dieser Tatsache und auch die jungen Konkurrenten im Job setzen ihm gehörig zu. Und so taumeln Lenny und Eunice in eine fragile Beziehung, während sich um sie herum die ökonomischen und politischen Krisen zuspitzen und die Ausgestoßenen der Gesellschaft zu rebellieren beginnen...

Gary Shteyngart zeichnet durchaus überzeugend ein düsteres Zukunfts(?)bild der Vereinigten Staaten, die sich als Folge der nachhaltigen Wirtschaftsturbulenzen zu einer Mischung aus Polizeistaat und Militärdiktatur entwickelt haben. Da man sich den Gläubigern aus Europa und China in strahlendem Glanz präsentieren möchte, sind Säuberungsaktionen beim unterprivilegierten Teil der Bevölkerung an der Tagesordnung, während diejenigen, die noch Arbeit haben weitgehend mit sich selbst beschäftigt sind.

Mit ihren "Äppäräts" genannten Kleinstcomputern werden permanente Rankings erstellt, gemessen wird dabei alles Erdenkliche, neben Kreditwürdigkeit auch die wirklich wichtigen Dinge wie personality und fuckability. Weiterer unabdingbarer Bestandteil des Daseins ist das GlobalTeens-Network (eine Art überdimensioniertes Twitter), mit dem rund um die Uhr Belanglosigkeiten in alle Welt geblasen werden. So feiert der Analphabetismus fröhliche Urständ, Bücher sind verpönt und auch deshalb ist Lenny, der seine Wohnung mit Literaturklassikern gefüllt hat ein Außenseiter, ein stiller Rebell. Doch auch eher unpolitische Menschen wie er und Eunice können sich nicht entziehen der normativen Kraft des Faktischen.

Der Autor selbst begegnet diesem geschilderten Verfall der Sprache und Kultur mit sorgfältigen und präzisen Formulierungen, bisweilen poetisch, aber nie antiquiert. Der Roman ist aufgebaut aus sich abwechselnden Tagebucheinträgen (Lenny) und Textnachrichten (Eunice); ein gekonnt eingesetztes Stilmittel, das die Gegensätze des ungleichen Paares verdeutlicht, denn "Super Sad True Love Story" ist trotz aller implizierten Kritik an den realen oder fiktiven politischen und sozialen Verhältnissen eben auch eine Liebesgeschichte. Es kommt nicht allzu oft vor, dass ich unseren Feuilletonisten uneingeschränkt zustimme, aber hier ist die Euphorie angebracht, das Buch sollte man gelesen haben.
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TOP 500 REZENSENTam 16. Februar 2012
Dies ist eines dieser Bücher die man verschlingt und da dann der ganzen Welt mitteilen möchte: kauft es, liest es; bitte!

Dabei mach es der Autor dem Leser anfangs nicht ganz leicht - "Super Sad True Love Story" beginnt holprig. Die beiden ungleichen Charaktere bekommen erst im Verlauf der Geschichte Haut und Knochen, der Wechsel von Tagebucheinträgen und Emailkonversation ist anfänglich verwirrend. Der Hintergrund einer nicht all zu fernen Welt (ca. 20-25 Jahre in der Zukunft), in der die USA wirtschaftlich am Geldtropf Chinas, Arabiens und Norwegens hängt, ein Krieg gegen Venezuela das letzte imperiale Aufbäumen darstellt und die Bewohner aufgrund des zur Verfügung stehenden Einkommens in soziale Kasten eingeteilt werden, ist nicht all zu weit hergeholt. Einparteienstaat, Überwachung und Staatsterror sind an der Tagesordnung. Dabei leben die Einwohner der einstigen Supermacht in einer rein medialen Welt, in der Informationen nur noch gestreamt, nicht aber um Hintergrund und Zusammenhänge aufbereitet werden. Bücher sind nahezu unbekannt. Altern ist die größte Angst dieser Generation.

Vor diesem Hintergrund geht es letztlich um eine Beziehungsgeschichte zwischen einem ungleichen Paar, egal ob es das Alter, die sozialen und kulturellen Hintergründe oder das eigene Lebensverständnis betrifft. Der eine klammert sich an der Jugendlichkeit seiner Partnerin, während diese finanzielle Sicherheit in einer turbulenten Welt sucht. Er sieht in ihr die Lebenfreude, die er nur in Büchern findet, sie sieht den formbaren Mann, der Hilfe braucht und trotzdem Anker und Vaterersatz sein soll. Das ganze kulminiert, als das bestehende System der USA zusammenbricht und aus der Zweierbezieung eine Dreiecksgeschichte wird, Verrat die enge Freundesgruppe zu spalten beginnt und die weltlichen Zersetzungserscheinungen die privaten kaum noch in den Schatten stellen können. Familiere Konflikte, soziales Elend, Aufstand und politische Desorientierung erhöhen das Temo der Geschichte und laufen letztlich zu einem passenden aber alles andere als kitschigem Ende zusammen, das vieles auflöst, aber auch einiges offen lässt.

Mehr zu schreiben würde Teile der Geschichte vorrausnehmen und ich möchte einfach wirklich jedem empfehlen, "Super Sad True Love Story" selber zu lesen, zumal man neben einer erstklassig konzipierten und umgesetzten Geschichte auch noch reichlich Lesestoff für seinen Kindle erhält. Gern gegebene 5 Sterne!
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am 23. Dezember 2012
Dystopia in future America, not too far removed from our present state. Brilliant read, nice techie imaginings, absolutely loved it.
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am 4. April 2013
Klasse Geschichte, sehr kurzweilig, und hervorragend geschrieben. Ein interessanter und erfrischender, aufruettelnder Ausblick auf eine moegliche Welt der nahen Zukunft. "Lovestory" vor allem im Titel, das Buch ist jedenfalls keine Schnulze (meilenweit davon entfernt!!!) Unbedingt lesenswert!
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am 3. Februar 2016
Nichts ist langweiliger als ein Buch, das witzig (und nihilistisch) sein möchte. Eine fade Story in einem zerfallenden New York der Zukunft. Der Autor erreicht nie das Niveau, das einen Leser packen könnte.
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am 1. Februar 2014
hat mir gut gefallen, spiegelt überspitzt den Zeitgeist wieder.
Der im Buch beschriebene Niedergang der Supermacht USA regt an, über aktuelle Entwicklungen nachzudenken.
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am 22. Oktober 2011
Das Buch packt für mich viele Anregungen zum Nachdenken in eine Beziehungsgeschichte ein. Ich empfinde es als angenehm, dass es vordergründig immer um die eigentliche Beziehung geht, während im Umfeld viele spannende Entwicklungen beschrieben werden: z.B. Soziale Netzwerke, Weltwirtschaftsentwicklung, Niedergang der Wirtschaftsmacht USA, Verjüngungswahn, Schönheitswahn, Bedeutung von familiären Beziehungen, Bücher und Lesen vs. Scanning for Data. Die Entwicklungen sind immer auf ein Extrem hin beschrieben, wodurch man genug Stoff zum Nachdenken bekommt. Keine der Entwicklungen wird natürlich "wissenschaftlich fundiert" dargestellt. Es ist ein Roman. Deswegen empfinde ich das als genau richtig. Wer Lust hat, für sich selber mal über diese Themen nachzudenken, findet in dem Roman einen schönen Anlass dazu!
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am 1. November 2011
Wichtig: Diese Rezension bezieht sich ausschließlich auf das äußere Erscheinungsbild der gebundenen Ausgabe aus einer Bestellung und einer Ersatzlieferung von Ende Oktober 2011

Ich habe gerade das zweite Exemplar der gebundenen Ausgabe erhalten und mußte wieder feststellen daß die Seiten nicht korrekt geschnitten sind. Das sieht nicht nur furchtbar aus sondern ist auch wirklich unpraktisch beim Blättern.
Zum Inhalt selbst kann ich nichts sagen, da ich auch das Ersatzexemplar ungelesen retournieren und mir statt dessen die Taschenbuchausgabe bestellen werde.
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