Karriereumspannende Compilation mit Rarem, EP-Material, B-Seiten, Remixen und ein paar exklusiven Cuts. Punkmusik! Jetzt aber mal echt! "No Elvis, Beatles, or the Rolling Stones in 1977!" ("1977") - das ist rührend, weil es an eine Zeit erinnert, in der solche Slogans im Großen und Ganzen ausreichten, wenn man verdeutlichen wollte, auf welcher Seite man stand. Dazu rotzen die Gitarren, und Terry Chimes, der später durch den technisch versierteren Topper Headon ersetzt wurde, rumpelt einen eckigen Beat.
Aber sonst? "1-2 Crush On You" erinnert ja vom Titel und mancher Textzeile her fast an die TEENS (die ungefähr zur selben Zeit an den Start gingen aber ein bißchen was anderes vorhatten...), wenn das Thema "Abspritz-Druck" nicht mit der Zeit so sehr die Oberhand gewinnen würde. Das extrem ausgeschlafene"Groovy Times" hat akustische Gitarren und eine Mundharmonika (Es gab Zeiten, in denen Joe Strummer von seinen Freunden "Woody" genannt wurde...Die Mundharmonika wird allerdings von Mick Jones gespielt.), ist musikalisch und atmosphärisch ganz toll und nimmt den weiten Horizont von "London Calling" schonmal vorweg. Ähnliches gilt für "Gates Of The West". The Clash sind auf den meisten dieser Songs vom Punkrock des ersten Albums, aber auch vom Arena-Pogo der "Give 'Em Enough Rope", schon relativ weit weg. Und reichlich Reggae/Dub ist auch im Haus. Eine interessante Obskurität: The Clash spielen BOOKER T. & THE MGS' "Time Is Tight", und es funktioniert, auch wenn das schnurrende Hammond-Hook fehlt. Schöne Platte!