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Sunset Park Gebundene Ausgabe – 20. Juli 2012


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Produktinformation

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  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Rowohlt; Auflage: 2 (20. Juli 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498000829
  • ISBN-13: 978-3498000820
  • Größe und/oder Gewicht: 14 x 2,9 x 21,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (32 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 229.561 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Den ersten Entwurf eines Romans schreibt Paul Auster noch immer mit der Hand, ein echtes Manuskript also. Die Arbeitsweise passt zu dem Autor, der mit seiner Frau zurückgezogen in Brooklyn lebt und nicht gern über seine literarische Arbeit spricht. Geboren wurde Auster 1947 in Newark, New Jersey. Seine Vorfahren waren jüdische Einwanderer aus Österreich. Nach dem Studium fuhr er als Matrose auf einem Öltanker zur See. Von 1971-74 lebte Auster in Frankreich. Danach hatte er einen Lehrauftrag an der Columbia University und war Übersetzer und Herausgeber französischer Autoren. Mit Romanen wie "Mond über Manhattan", "Die Brooklyn Revue" und "Unsichtbar" sowie seiner klaren, bildreichen Sprache avancierte er zu einem der erfolgreichsten US-amerikanischen Autoren.

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Eine scharfe Parabel auf eine ganze Nation, die nicht nur ökonomisch, sondern auch moralisch abgewirtschaftet hat (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Paul Auster hat mit Sunset Park seinen besten Roman seit langem geschrieben (Der Tagesspiegel)

Der ultimative Krisenroman und eines der unerbittlichsten Bücher dieses Sommers (Neon)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Paul Auster wurde 1947 in Newark, New Jersey, geboren. Er studierte Anglistik und vergleichende Literaturwissenschaften an der Columbia University und verbrachte einige Jahre in Frankreich. Heute lebt er in Brooklyn. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sein umfangreiches, vielfach preisgekröntes Werk umfasst neben 16 Romanen auch Essays und Lyrik.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Rainer Lingmann am 24. Juli 2012
Format: Gebundene Ausgabe
Ich bin ein großer Fan von Paul Auster, aber dieses Werk hat mich sehr enttäuscht. Schon seit einigen Büchern scheint es mir, dass Auster das Interesse daran verloren hat, Geschichten zu erzählen, in Sunset Park treibt er es auf die Spitze.

Eine Handlung hat "Sunset Park" nämlich ohnehin kaum, aber zwischen deren Reste und den Leser drängt sich hier ein penetrant schlauer Erzähler, der schon alles weiß und es dem Leser in etwas gelangweiltem Ton berichtet. Die Ereignisse passieren nicht, sondern sie werden im Nachhinein berichtet, gesprochen wird hauptsächlich in indirekter Rede.

Wie schon in "Unsichtbar" interessieren Auster hauptsächlich die Figuren des Romans, ihre Geschichte und ihre Motive, und so sind die Kapitel konsequent auch nach der jeweiligen Hauptperson benannt.

Dadurch könnte "Sunset Park" trotzdem ein schönes Buch sein, auch Updike hat schließlich ewig lange Betrachtungen des Innenlebens seiner Romanfiguren geschrieben und blieb dabei immer fesselnd. Der Erzähler in "Sunset Park" aber leiert die Geschehnisse herunter, berichtet sie mehr pflichtschuldig als packend oder so, dass man mitfühlen könnte.

300 Seiten lang habe ich mich gefragt, was all das eigentlich soll? Denn wenn schon die einzelnen Schicksale nicht berühren (sollen?), obwohl sie durchaus das Potenzial dazu hätten, dann würde man doch erwarten, dass wenigstens das Zusammentreffen des Hauptcharakters mit den drei wichtigsten Nebenfiguren in einem besetzten Haus Funken schlagen würde, aber auch das passiert nicht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Andreas Donder am 12. Dezember 2014
Format: Gebundene Ausgabe
„Sunset Park“ klingt nett, ist aber ein brüchiges Paradies. Die Sonne geht hier für einige Bewohner endgültig unter. Sie müssen ihre Häuser räumen. Ihre Heimat verlassen. Vor dem Hintergrund von Amerikas Immobilienkrise dreht sich die Story um Heimat und vor allem auch um die Hilflosigkeit von Menschen im Angesicht großer Umwälzungen wie Krieg und Krise. Und letztlich geht es auch um den Verlust des amerikanischen Traums. Ausgeträumt.

In einem der leerstehenden Häuser finden 4 junge Menschen eine vorübergehende Bleibe. Hier bündelt der Autor die Plots. Wie Auster seine Helden charakterisiert, wirkt wie akribische Fleißarbeit. Mit dem Ziel, Tiefgang zu erarbeiten, den das Werk leider nicht wirklich erreicht. Es bleibt ein Geflecht zufälliger Verbindungen - jeder ist mit jedem irgendwie verbunden.

Alice arbeitet an ihrer Dissertation und verdient ihr Geld beim Schriftstellerverband PEN. Ihre Tätigkeit wird eingehend gewürdigt. Und ergänzt sich harmonisch mit Morris Heller, dem Vater des Protagonisten. Der ist ja verdienstvoller Verleger, der sich unbekannten Autoren annimmt und das sogar erfolgreich. Alice Dissertation dreht sich mit der Analyse von William Wylers Film "Die besten Jahre unseres Lebens" um die Frage wie Männer nach ihrer Rückkehr aus dem Krieg sich wieder mit dem normalen Leben arrangieren können.

Sie können es nicht. Sie schweigen. Sie haben Kommunikation verlernt. Die Männer der nächsten Generation reden dagegen zuviel. Sie haben Kommunikation gar nicht erst erlernt.

Der Grund: beide, die alten, wie die jungen Männer, behalten traumatische Erfahrungen als Geheimnis für sich.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von BeaMilana am 3. Juli 2014
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Ich schätze Paul Auster seit mehr als gefühlten zwanzig Jahren, weil er sich, wie kaum ein anderer Autor mit Figuren am Rande der Gesellschaft und mit Literatur auseinandersetzt. Ich mag seine Einsamkeit, auch hier.

Im Zentrum des Romans steht Miles Heller, ein begabter und intelligenter Junge, der sich unerwartet von seiner Familie, einem Verleger und einer Schauspielerin, lossagt und nach sieben Jahren Abwesenheit von Florida nach New York zurückkehrt. Miles findet in einem besetzten Haus im Sunset Park, nahe eines Friedhofs, Unterkunft. Jeder seiner drei jungen Mitbewohner ist im Kampf mit sich selbst und auf der Suche nach Selbstfindung und Halt in der Gesellschaft.

Sunset Park ist ein äußerst vielschichtiges Buch, ein feines Psychogramm verschiedenster Figuren, das Auster uns offenbart und wie gewohnt, nicht ohne Reflexionen zur Literatur und zum Film, hier: "Unsere besten Jahre" von William Whyler aus dem Jahre 1946. Dennoch scheint mir die Geschichte überfrachtet. Dass Miles Trauma – ein vermeintlicher Brudermord belastet sein Gewissen –, sowie das Scheitern aller Figuren – ihre Zerwürfnisse, Fehltritte, Krisen, Ängste (der Verleger wird zum "Dosenmann"), Schicksalsschläge, (selbst die berühmter Footballlegenden), – als Gleichnis für das Scheitern und den Untergang Amerikas herhalten muss, missfällt mir, obwohl auch ich eine Moralistin bin.

"Solange man keine Verletzung davongetragen hat, kann man kein Mann werden." In Sunset Park geht es darum, die Verletzungen des Lebens zu überwinden.
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