Ob nun jemand den mit einem Trademark geschützten Promi- und Yuppie-Yoga JIVAMUKTI kennt (laut >New York [Exaggeration] Magazine< wird im New Yorker Zentrum "New Yorks best yoga class" angeboten) oder mag, spielt für die auf diesem Album zusammengestellte Musik von Gabrielle Roth & The Mirrors und Chloê Goodchild keine Rolle: Sie ist auch ohne den Beat und Schweiß der Jivamukti Yoga Class in Downtown Manhatten genießbar.
Die acht Titel stammen von verschiedenen Alben früherer Jahre. Darunter sind Kompositionen von Jai Uttal (>Ram" und "Elusinian Blue"), das von dem russischen Rocksänger (!) Boris Grebenshikov gesungene "CHEN REZI" (eine eigenwillige Interpretation des tibet. Mantras >OM mane padme hum<) sowie die von mir eindeutig favorisierten Titel "Self Inside self" der Sängerin Chloê Goodchild von ihrem 1998 erschienen Album >SURA< und "Medicine Dream" von Gabrielle Roth, ihrem Album >Trance< (1992) entnommen.
Jedem Titel sind mehrere Yogahaltungen (âsanas) zugeordnet. Dem beigefügten Diagramm mit Strichmännchen und knappen Instruktionen in Englisch lässt sich entnehmen, wieviele Wiederholungen oder Atemzüge empfohlen werden. Leichsinnigerweise wird auf dem Back-Cover behauptet: "Suitable for all practitioners."
Aber für jeden sind diese Übungen und das durch die Musik vorgegebene Tempo mit Sicherheit nicht!! Lediglich fortgeschrittene Yogis und im Hatha-Yoga erfahrene Zeitgenossen, die verantwortungsvoll mit den Risiken einer forcierten âsana-Praxis mit Musik umzugehen wissen, kann "Sundari" eine sinnvolle Ergänzung, Abwechslung oder Anregung in der eigenen Yoga-Praxis sein. Alle anderen sollten sich auf das Anhören beschränken - oder schon mal einen Termin mit dem Orthopäden respektive Chiropraktiker machen.