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Sunbather [Vinyl LP]

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Vinyl, 19. Juli 2013
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Produktinformation

  • Vinyl (19. Juli 2013)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 2
  • Label: Deathwish (Indigo)
  • ASIN: B00CCEHW6W
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Disk: 1
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Disk: 2
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von WillyR am 29. Juni 2013
Format: MP3-Download Verifizierter Kauf
Wer sich die Mitglieder von Deafheaven ansieht (glattrasiert, kurze Haare, schwarze Hornbrille), würde nicht unbedingt erwarten, dass sie Black Metal spielen. Auch das Albumcover ist bewusst schlicht gehalten: Passend zum zentralen Motiv eines Mädchens, dass im Garten ein Sonnenbad nimmt, soll die Farbe wiederspiegeln, was man sieht, wenn man mit geschlossenen Augen in der Sonne liegt. Hier werden bewusst Heavy Metal Klischees aufgelöst. Tatsächlich ist die Musik auf dem zweiten Studioalbum der Amerikaner schwer zu kategorisieren: Doublebass-Gewitter, Blast Beats, schreiender gutturaler Gesang, knallharte Riffs gepaart mit etherisch schönen Klängen und akustischen Zwischenspielen, die einen beim Zuhören aufatmen lassen und das Black-Metal-Gerüst aufbrechen. Ist das Post Metal? Shoegazing? Post Rock? Odern eben doch Black Metal? Eine genreübergreifende Synthese aus allem? Letztlich egal, wenn dabei so ein geniales Album herauskommt.

"Sunbather" ist eine CD, aus der man keine einzelne Single herauslösen kann, sondern eher ein durchgehendes Meisterwerk aus sieben Kompositionen, das man von Anfang bis Ende durchhören sollte. Im Grunde sind es vier epische, überlange Stücke zwischen 09:14 und 14:37 Minuten, die durch drei kürzere instrumentale verbunden werden und aufeinander aufbauen. Und so sind Kontraste die wichtigste Konstante auf dieser Platte. Helles Sonnenlicht wirft dunkle Schatten, könnte man sagen. Die Instrumentalleistung ist großartig: Kerry McCoys Guitarrenspiel deckt ein breites Spektrum an Klängen ab, und Drummer Daniel Tracy weiß genau, wann er die Blast Beats zugunsten groovender Percussion zu unterbrechen hat, um den stetigen gezeitenhaften Wandel der Musik am Leben zu erhalten.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Mainstream_is_actually_weird_music am 8. Oktober 2013
Format: Audio CD
(Du-bist-auch-so'n)Hail Nutzer!

Es ist ja richtig was los im Black Metal Land. Da werden ökologisch-okkulte Utopien in den Raum geschmissen, alte Schminksachen fliegen aus dem Schrank, noch viel schärfere und dogmatischere Killernieten fliegen in den Schrank um zu verhindern das irgendwelche bösen Hipster noch mehr Mummenschanz und faschistoide Provo-Gegenkultur rauswerfen, da werden Leder- gegen Cordhosen getauscht (und umgekehrt) und wilde Partys mit ganz fremden Leuten (Postrockern, Shoegazern und anderen Fremdlingen) gefeiert bis das Ochsenblut auch wirklich jedem schmeckt. Da treffen sich Philosophiestudenten mit dem Proletariat und schreien ein bisschen in die tiefschwarze Nacht und ein sonnenverwöhntes Land namens Frankreich kämpft um die Vorherrschaft bis aufs Blut mit der gesamten nordischen Hemisphäre, während alte Idole zuerst aus dem Knast entlassen werden um dann wieder drin zu landen, und dann doch wieder nicht.

Es gibt derzeit jedenfalls kaum ein Genre das so offensichtlich in einer totalen Auf-, Ab-, und Zusammenbruchsstimmung ist.
Vielleicht aber, und davon gehe ich aus, brodeln diese Sachen schon länger, nur plötzlich interresiert es jeden.

Zwei Namen die in diesem Zusammenhang immer wieder fallen, und von einigen regelrecht als Aufrührer und Zerstörer einer gesamten Szene an den Pranger gestellt werden, sind LITURGY und ALCEST.

Klar, da gibt es noch Leute wie WOLVES IN THE THRONE ROOM usw. aber ich habe bewusst DIESE ZWEI NAMEN genannt, denn das hier vorliegende Album der Band DEAFHEAVEN, erscheint mir wie das Kind dieser beiden Kombos.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Benjamin Garelly am 27. Juli 2013
Format: Audio CD
Wenn man an Black Metal denkt, gibt es gewisse Erwartungen, die man damit verknüpft; ein Gefühl eisiger Kargheit, das den Hörer am Schopfe packt und in eine Grube existenzieller Verzweiflung wirft. Metal ist jedoch kein Genre, das sich darum schert einfachen Erwartungen zu entsprechen; es will sie zerstören und untergraben. Auf ihrem zweiten Album Sunbather unternehmen die in San Francisco beheimateten Deafheaven genau das. Ihren Sound mit Elementen von Shoegaze und Post-Rock befüllend, schafft die Band einen beeindruckenden Klangwechsel von erstickender Dunkelheit zu einhüllendem Licht. Aus vier ausgedehnten Tracks bestehend, die durch atmosphärische Zwischenräume verbunden werden, treibt das Album zwischen Stellen irrer Katharsis und kontemplativer Ruhe, die dem Hörer einen Moment des Innehaltens in seinen ausgedehnten Klangflächen erlaubt, bevor es eine weitere intensive Flut ekstatischer Emotion (und Blastbeats) loslässt. Auf beeindruckende Art schaffen es Deafheaven ein Album zu kreieren, das sich tonlich gesprochen, komplett anders zu jeder anderen Death Metal-Platte anhört, während es immer noch dasselbe Thema behandelt. Das Album beschäftigt sich mit Themen wie Tod, Reue, Zweifel, Verlust und Angst, aber das macht es durch poetische Ergründungen anstatt profaner Konfrontation. Dieser leichtere Ansatz gibt dem Hörer Zeit es tatsächlich zu verinnerlichen und über die Texte nachzudenken anstatt nur instinktiv zu reagieren, was eine insgesamt tiefgründigere Erfahrung schafft für diejenigen, die sich die Zeit nehmen das Album wirklich aufnehmen zu wollen.Lesen Sie weiter... ›
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