zugegeben, volksmusik alpiner prägung ist dank dem musikantenstadl nicht jedermanns geschmack.
doch wer einmal über den tellerrand hinaus schauen möchte, der findet in attwenger die besten und intellektuellsten vertreter an neuer musik mit heimatbezogenem einschlag (manche sagen volksmusik). und was bei einem von goisern bereits weichgespült ist, das ist hier absolut unverfälscht. und man glaubt kaum, was man alles mit einem schlagzeug/drumcomputer, einer elektronisch verstärkten harmonika und minimalistisch eingesetzter mundart aus dem mostviertel machen kann. und dabei ist es eben nicht absolut avantgard, sondern auf jeden fall hörenswert und hörbar.
vielleicht die bislang vielfältigste und reifste cd des duos. der traditionellen volksmusik angelehnte titel wechseln sich munter mit eher experimentellen elektro-tracks, bis zum letzten ausgereitzte und ausgedehnte titel folgen auf kurze songs. attwenger ist erwachsener geworden, aber noch lange nicht angepasst.
selbst der orf und der br kommen zur unterlegung von beiträgen nicht an ihnen vorbei.
und wenn attwenger gar live in die gegend kommen, dann wird gerne der terminkalender über den haufen geworfen.
wohl das kreativste, innovativste und beste, was österreich seit falco im bereich musik hervorgebracht hat.