"Der Reinfall", hat mir als Hörbuch so gut gefallen, dass ich ganz gespannt war, auf "Sumpfbluten".
"Der Reinfall" wird von Jan Josef Liefers gelesen, der die akzentuierte, bissige Sprache zu unterstreichen weiß und mit seiner Vortragsweise das ohnehin turbulente Tempo der Krimikömödie noch anzieht. Wirklich gigantisch! Ich hatte selten so viel Spaß beim Hören.
Richtig enttäuscht bin ich nun von "Sumpfblüten".
Ich bin mir nicht sicher, ob die Buchvorlage schlechter ist oder ob es Dominic Raacke vergurkt. Ich komme irgendwie nicht dahinter.
Im Vergleich zu Jan Josef Liefers ist der Sprecher lahm.
Und ich denke, da die Buchvorlagen Carl Hiaasens nicht zuletzt ihren Witz und ihr Tempo daraus beziehen, dass der Autor verschiedene, von einander unabhängige Personen und Gruppen, an einen Punkt zusammenlaufen lässt, besteht die Gefahr, dass diese verschiedenen Fäden, an denen er zieht, verwirrend erscheinen. Ich hatte am Anfang noch Spaß, fand es dann aber immer undurchsichtiger und auch nicht mehr so originell.
Wie weit der Autor oder der Sprecher dafür Verantwortung tragen ist wirklich schwer zu sagen. Ein exaltierterer Sprecher hätte die verschiedenen Stränge vielleicht besser trennen können und die Story wäre klarer rüber gekommen.
Weil das erste Band und dessen Interpretation durch Liefers die Latte sehr hoch gehängt hat und das Hörbuch vielleicht ohne diesen direkten Vergleich gar nicht so übel ist, gebe ich noch drei Sterne.