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Bruno (Hakan Orbeyi) ist ein gutmütiger, vier Zentner schwerer Koloss, der sich von seinem Freund Kalle (Oliver Korittke) beinahe zu allem überreden lässt. Nur von Kalles neuestem Plan, er soll an der in Riesa stattfindenden Sumo-Weltmeisterschaft teilnehmen, hält er wenig, auch wenn er ganz dringend Geld benötigt -- der Gerichtsvollzieher hat schon mehrmals bei ihm vorbeigeschaut, und ein Job ist auch nicht in Aussicht. Aber anders als Kalle geht es Bruno sowieso nicht so sehr um Geld, er lässt sich lieber von seinem großen Herzen leiten.
Lenard Fritz Krawinkel gelingt es, in Sumo Bruno auf poetische Weise Elemente eines sozialen Märchens mit denen einer skurrilen Typenkomödie zu verbinden. So überzeichnet wie Bruno, Kalle, der sächsische Samurai Akashi (Martin Seifert), die zierliche Balletttänzerin Anna (Julia Richter), in die sich Bruno verliebt, und deren widerlicher Freund Lucky (Tim Wilde) zunächst auch wirken, angetrieben werden sie von sehr realen Träumen und Sehnsüchten.
Jedem von ihnen gewährt Krawinkel, den eine überschwängliche Liebe für seine Charaktere leitet, zumindest einen Moment, in dem ihr Innerstes offen liegt. Man muss sie und ihre Darsteller einfach mögen, besonders Hakan Orbeyi, der Bruno noch in den unmöglichsten Momenten eine unantastbare Würde verleiht, und die bezaubernde Julia Richter, deren Natürlichkeit und Herzlichkeit die Leinwand regelrecht erstrahlen lässt. Sumo Bruno mag etwas Provinzielles, vielleicht auch typisch Deutsches haben, aber gerade das macht seinen Charme aus. --Sascha Westphal
Spitzenklasse Film, schwarzhumorig, aber leider ist die Handlung leicht voraussehbar.
Daher nur 4 von 5 Sternen.
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