Pete Murray ist ein australischer Singer und Songwriter. Die sind überall beliebt, weil sie extrem lässig und cool sind. So wie Jack Johnson. Da kommt man auf seine Homepage und man sieht zuallererst ein Bild von ihm, auf einem Stuhl, im Meer, mit Surfer-Klamotten und natürlich einer Gitarre. Pete, Du machst es Dir selbst ganz schön schwer.
Auf seinen Platten, und so auch auf Summer At Eureka, begnügt er sich allerdings nicht mit seiner Gitarre, sondern hat eine Band um sich geschart, die mit Bass, Schlagzeug und Keyboard die Musik aufpeppen. Das führt dazu, dass diese größtenteils rockiger klingt als beispielsweise Jack Johnson, aber auch dessen Verträumtheit verliert. Zwar sind einige gute Melodieansätze da, doch die alleine können keine schöne Musik hervorzaubern. Vielmehr würde es auch Gefühl in der Stimme und den Texten verlangen. Weder das eine noch das andere hat Pete Murray, dessen Stimme sich durchgängig der Schnulzigkeit seiner Texte anpasst, wobei Letztere sich meist um Love Love Love drehen und sich dabei obsoleter Phrasen und unkreativer Liebesbeteuerungen bedienen.
Das alles ist absolut radiotauglich, weswegen Pete Muray auch schon unzählbar viele Nummer Eins Hits in seiner Heimat gelandet hat. Summer At Eureka passt sich wunderbar ein und viele werden die Lieder wunderschön und so herrlich sommerlich finden. Der Erfolg kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich um furchtbar einfallslose und daher vollkommen austauschbare Musik handelt.