Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Sulla: Eine römische Karriere
 
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Sulla: Eine römische Karriere [Gebundene Ausgabe]

Karl Christ
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe --  
Broschiert EUR 24,95  

Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: C.H. Beck Verlag; Auflage: 1. Aufl. (August 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406492851
  • ISBN-13: 978-3406492853
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 433.665 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Karl Christ
Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Besuchen Sie die Seite von Karl Christ auf Amazon

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon -Redaktion

"Mit seiner letzten, umfassenden Systematisierung der Herrschaft der römischen Aristokratie" steht er "am Scheitelpunkt der späten Römischen Republik. Sein Schatten liegt über der ganzen folgenden Epoche, mochten sich seine überragenden Nachfolger, Caesar und Augustus, auch noch so sehr von ihm distanzieren": Lucius Cornelius Sulla (138-78 v. Chr.), dessen skrupellose Herrschaft im einhelligen historischen Urteil ein Terrorregime war. Wer es wagte, sich in politische Opposition zu ihm zu setzen, wurde ohne viel Federlesen entrechtet, sein Vermögen eingezogen. Was weiterhin mit ihm geschah, wurde dem Belieben bestellter oder sich selbst bestellender Peiniger überlassen. So bedenken- und rücksichtslos Sulla dabei war, so unbeirrbar war sein stetes Bemühen, die Herrschaft des römischen Senats zu festigen und gegen alle staatszersetzenden Tendenzen zu verteidigen. Auch muss von seiner persönlichen aristokratischen Erscheinung ganz zweifellos erhebliche Faszination ausgegangen sein.

Der Marburger Historiker Karl Christ, dem wir unter anderem bereits glänzende Studien über Caesar und die Geschichte der römischen Kaiserzeit verdanken, zeichnet in seiner ebenso glänzenden Sulla-Biografie ein sehr detailliertes Bild von der fassettenreichen Persönlichkeit des Diktators -- und beleuchtet zugleich das politisch-gesellschaftliche Kräftefeld, in dem er agierte. Hatte Sulla es mit beeindruckender Souveränität vermocht, die Herrschaft des Senats gegen Angriffe von außen ebenso wie gegen die Zersetzung von innen zu schützen, so offenbarte sich nach seinem Rücktritt und baldigen Tod sehr schnell die tatsächliche politische Impotenz dieses Gremiums und der darin versammelten Einzelinteressen.

Christ kommt in seiner Untersuchung zu dem überzeugenden Ergebnis, Sulla sei zwar einerseits trotz seiner machtpolitischen Fähigkeiten letztlich kein "großer Politiker" gewesen. Andererseits könne man die historisch eminente Bedeutung der sullanischen Politik kaum überschätzen. So schreibt Christ: "Die Grundwidersprüche des Diktators liegen darin, dass er nur im eigensten Interesse und in jenem seines Heeres handelte. Er errang Macht und behauptete sie, um seinem persönlichen Ehrgeiz zu folgen. Doch derselbe Mann wurde darüber zum effizienten Bewahrer und Erneuerer der traditionellen Gesellschafts- und Staatsstrukturen. In seiner eigenen Person wie in seinem Verhalten und Handeln bewies Sulla ungewollt die historische Notwendigkeit einer monarchischen Leitung des republikanischen Imperiums." --Andreas Vierecke

Kurzbeschreibung

Karl Christs faszinierendes Portrait Sullas zeigt eine dämonische Persönlichkeit, die gleichermaßen von äußerster Risikobereitschaft, nüchternem politischen Kalkül und gnadenloser Härte im Umgang mit Feinden geprägt ist. Dem Autor gelingt es, die völlig unterschiedlichen, scheinbar einander widersprechenden Facetten im Leben des Protagonisten aufscheinen und dennoch, ohne zu harmonisieren, ein kohärentes Charakterbild entstehen zu lassen. Er zeigt jenen Sulla, der als tändelnder Aristokrat die zweifelhafte Gesellschaft von Schauspielern sucht, aber auch den mutigen Reiteroffizier, der seinem Gegenspieler Marius den Rang abläuft, und ebenso den Revolutionär, der mit seinen Truppen den Marsch auf Rom wagt. Dann wieder schildert er den zweckrational agierenden Diktator, der Rom kurzzeitig zu stabilisieren vermag, und schließlich jenen rätselhaften Mann, der auf dem Höhepunkt der Macht alle Ämter aufgibt, um unangefochten - wieder in der Gesellschaft der Gaukler - seine letzten Monate zu verbringen. Ein besonderes Verdienst dieses Buches liegt darin, die Wirkungsgeschichte der Hauptperson in einer kurzen tour d’horizon Revue passieren und dabei deutlich werden zu lassen, daß sie gleichermaßen für die Zeitgenossen wie für die nachfolgenden Generationen bis heute ein Faszinosum geblieben ist.

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden

 (Was ist das?)
Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
 

 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Wer sich für die Person Sulla interessiert, wird sich dunkel an das Namenpaar "Marius und Sulla" des Schulunterrichts erinnern, an mehr höchstwahrscheinlich aber nicht. Mein Interesse wurde durch die Lektüre von Otto Zierers Passagen zur römischen Republik in Band 7 ("Unsichtbare Krone") seiner weltgeschichtlichen Reihe "Bild der Jahrhunderte" geweckt, eine romanhafte, aber quellennahe Darstellung, die vielleicht heute belächelt wird, aber meines Erachtens immer noch gut lesbar ist.

Christs Abhandlung will keine Biographie im üblichen Sinne sein; die dünne Überlieferung ließe dies im übrigen auch gar nicht zu. Der historische Hintergrund wird in Kapitel I "Die Krise der römischen Republik" behandelt (S. 11-53). Die Lebensabschnitte Sullas werden in den folgenden vier Kapiteln (S. 54-139) auf knapp 85 Seiten geschildert. Der interessantesten Teile des Buches sind Christs Zusammenfassung der Rezeptionsgeschichte der Figur Sulla in der Historiographie (Kap. VI "Wirkung" S. 140-94) und seine abschließende Würdigung der "Persönlichkeit Sullas" (S. 195-212). Sie zeigen daß trotz der Dürftigkeit der Quellen Sulla als Typus eines Diktators ein Faszinosum geblieben ist, der in Dramen und historischen Romanen immer wieder aufgegriffen wurde. Christ beklagt jedoch, daß die Rezeptionsgeschichte bislang erst in den Anfängen stecke (S. 192). Daß Christian Grabbe in der nachnapoleonischen und Albrecht Haushofer in der nationalsozialistischen Zeit sich mit Sulla als Dramenstoff beschäftigten, ist ein hochinteressanter Aspekt, der den paradigmatischen Charakter der römischen Geschichte einmal mehr unterstreicht. Andererseits besteht durchaus die Gefahr, daß "aus den modernen Versuchen, diese widersprüchliche Gestalt in eine neuzeitliche Typologie einzubinden" (S. 195) eine Gestalt konstruiert wird, die mit dem historischen Sulla und dem Sulla der Quellen nur eine gewisse variierende Schnittmenge gemeinsam haben dürfte. Christ hebt mit Recht hervor, daß man eine Person wie Sulla nur im Kontext seiner Zeit verstehen könne - eine allgemein oft wiederholte platitüdenhafte Feststellung, die doch nichts an Wahrheitsgehalt eingebüßt hat. Sulla war kein ausschließlich autonom agierender Machtmensch, sondern "traf entscheidende Entschlüsse nicht auf Grund eigenen Willens und eigener Initiativen, sondern mußte im Gegenteil immer wieder auf Entwicklungen und Konstellationen reagieren, die seine Gegener herbeigeführt hatten" (S. 198)

Ohne die wesentlichen Punkte der vorangegangenen Rezensionen wiederholen zu wollen, möchte ich betonen, daß es sich bei Christs jetzt in dritter unveränderter Auflage (2005, 1. Aufl. 2002) vorliegendem kleinem Buch um eine nützliche Zusammenfassung des aktuellen Wissensstandes handelt und auch für "Einsteiger" ohne große Vorkenntnisse ein "Muß" darstellt. Man darf jedoch nicht erwarten daß man über die Vorgeschichte der römischen Republik komplett ins Bild gesetzt wird; hier ist vertiefende Lektüre unerläßlich. Auch die wirtschaftsgeschichtlichen Hintergründe der tiefgreifenden sozialen Konflikte der späten Republik kommen meines Erachtens viel zu kurz. An dem einleitenden Kapitel ließe sich Manches aussetzen oder ergänzen. Der nüchtern-sachliche Stil des Autors wirkt bisweilen etwas ermüdend und wenig fesselnd, entspricht jedoch der bescheiden anmutenden Intention des Autors, eine erste Orientierung "für einen breiteren Leserkreis" zu geben. Der Experte dürfte deshalb nichts Neues erfahren und dennoch wäre Enttäuschung fehl am Platz.
Ob das von Christ gezeichnete Bild Sullas "nahe an die Realität kommt", wie der letzte Rezensent O. Miller meint, ist allerdings eine kaum zu beantwortende Frage. Gerade die große Bandbreite an oft von den jeweiligen Zeitumständen geprägten und geleiteten Urteilen sowie die lückenhafte Quellenlage zeigen, daß es "die Realität" eigentlich gar nicht geben kann und wir uns nur mit einzelnen Aspekten auseinanderzusetzen haben, die jedoch kein abgerundetes Gesamtbild ergeben können. Aber das dürfte darüberhinaus ein grundsätzliches Problem der Geschichtswissenschaft sein.

Positiv hervorzuheben sind die ausführliche Bibliographie (S. 218-24) und ein gutes (leider heute nicht mehr selbstverständliches) Register. Die Karten haben eher dekorativen Wert (für Laien wären auch die heutigen Ortsnamen von Interesse).
War diese Rezension für Sie hilfreich?
27 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Vorab - Mich erstaunen die doch sehr unterschiedlichen Meinungen zu diesem Buch.
Ich muss dazu sagen, dass ich vor dem Kauf keine der Rezensionen gelesen hatte und mich darüber freute, endlich über diese interessante und umstrittene Persönlichkeit eine Biographie lesen zu können.

Ich wurde enttäuscht.

Da ich mich privat sehr mit eingehend mit G.Iulius Caesar und dem Ende der Römischen Republik befasse, gehört dazu natürlich auch die Person des L.Cornelius Sulla.
Man merkt an diesem Buch, das der Autor diese Zeitspanne ebenfalls als eines seiner Hauptgebiete betrachtet. Doch zusammenfassend kann man sagen, dass es nichts anderes darstellt, als eine Kurzabhandlung der politischen und militärischen Ereignisse wärend der Karriere Sullas, jedoch ohne einem Anspruch auf Vollständigkeit zu haben. Dabei steht die Person Sullas zwar im Mittelpunkt, aber weder sein Leben wird dabei eingehender betrachtet, geschweige denn, dass auf seine Rivalen eingegangen wird. (Gaius Marius wäre dabei z.B. sehr wichtig gewesen)
Alles macht den Eindruck, nur abgehandelt zu werden. Fakten werden nur aufgezählt und nicht belegt oder gar erläutert... bzw auf deren Bedeutung eingeangen. Hintergründe und Details fehlen ganz.
Der Anteil den die Biographie Sullas ausmacht ist einfach nur enttäuschen und auch die Ereignisse der Zeit werden nur kurz und knapp abgehandelt.
Sullas Rolle in Africa unter Marius - der Kampf gegen Kimbern und Teutonen - sein erstes eigenständiges Kommando im Bundesgenossenkrieg (geradezu lächerlich!).
Der Konflikt mit Mitridates wird dann etwas ausführlicher beschrieben - aber bitte erwartet auch dort nicht zu viel.
Beispiel: Er spricht die beiden Schlachten in Griechenland an und wertet sie als Meilensteine für einen Sieg eines unterlegenen Heeres. Fakten, Zahlen und eingehende Beschreibungen fehlen ganz.
Die wenigen Karten im Buch hätte man sich sparen können - angesprochen Orte sind zum Teil nicht abgebildet und strategische Pläne oder Routen die sein Heer benutzt hat sind nicht vorhanden.

Es ist wohl war, dass ich durch meine Studien zu Ceasar sehr verwöhnt bin, aber dieses Buch ist wirklich nur etwas für Leser ohne Vorkenntnisse - und gibt es die wirklich, wenn man sich für Sulla interessiert und diese Buch kauft?

Fazit: Dieses Buch ist nichts weiter als eine Kurzabhandlung der Geschichte wärend der Lebenszeit Sullas. Die Person selber wird wenig eingehend betrachtet - dafür umso mehr seine Gesetztesgebung und Erlasse. Details und Hintergründe fehlen sowohl zum Leben Sullas, zu seinen Gegnern und Vertrauten, als auch zu historischen Ereignissen.

Das ist nicht mehr als eine Wiederholung bekannter Fakten - ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Schade!

War diese Rezension für Sie hilfreich?
7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Was will man denn mehr ? 8. September 2005
Format:Gebundene Ausgabe
Nach der letzten, leicht vernichtenden Rezension weiter unten bedarf es eindeutig wieder eines kurzen Plädoyers für dieses Buch.

Offenbar sind moderne Werke, die sich mit der Person und den Zeitumständen Sullas beschäftigen nicht besonders zahlreich.
Vielleicht versucht Karl Christ gerade aus diesem Grund, ausgesprochen viele geschichtliche Aspekte in seine Monographie einfließen zu lassen.

Ich habe sie als Ergänzung zu anderen Büchern und zu einer Vorlesung (!) die im Sommersemester 2005 an der Uni Wien gehalten wurde, gekauft und finde, dass sie ihren Zweck voll und ganz erfüllt.

Zusätzlich zu geschichtlichem Basiswissen über die Zeit Sullas und deren Voraussetzungen bietet Christs Buch viele interessante Details, die mir geholfen haben, das bereits gehörte oder gelesene zu festigen.

Freilich: Wer mit diesem Buch anfängt, sich mit Sulla zu beschäftigen wird zweifellos überfordert sein mit der Fülle an geschichtlicher Information, die geboten wird.
ALSO: FÜR ANFÄNGER MEINES ERACHTENS GERADE NICHT GEEIGNET !

Es wäre allerdings sinnlos, Sulla bloß als Einzelpersönlichkeit verstehen zu wollen. Er ist, wie vieles andere auch, ein Produkt seiner Zeit. Und als solchen versucht Karl Christ ihn auch wiederzugeben.

Wer sich hingegen noch näher mit Sulla beschäftigen will muss auf fachliche Einzelbeiträge aus der alten Geschichte oder der klassischen Philologie zurückgreifen.
ODER auf Primärquellen, wie Sallust oder Appian.
Im Allgemeinen muss aber darauf hingewiesen werden, dass sich die Quellenlage zu Sulla recht schnell erschöpft. Man darf also auch hier keine Wunder erwarten.

War diese Rezension für Sie hilfreich?

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:


Ihr Kommentar