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Suicide

Suicide Audio CD
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Produktinformation

  • Audio CD (1. März 1998)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Pias UK/Bmg Rights Management/Mute (rough trade)
  • Spieldauer: 94 Minuten
  • ASIN: B00000APLI
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 77.678 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Produktbeschreibungen

Suicide

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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine schwere Bürde trägt der Erste... 21. Mai 2004
Format:Audio CD
...Industrial Punk <--- mit diesem Begriff konnten Mitte/Ende der 70er Jahre nur wenige etwas anfangen - Punk ja (obwohl die Sex Pistols anno '77 erst ihren Siegeszug in diesen Dingen begannen und es noch einige Zeit brauchte bis andere Bands wie die Ramones oder The Clash nachzogen) - aber was zum Teufel ist Indusrial!? Erst in den frühen 80er Jahren experimentierten erste Bands wie die Einstürzenden Neubauten mit den Straßensounds und ernteten immer noch jede Menge Unverständnis, wonach "sich die Popmusik nach und nach zum reinen Krach entwickelt".
Eine ähnliche Tortur durchlebte derzeit die Band "Suicide" aus NYC. Sie waren verhasst - auch verstärkt und bedingt durch den Umstand, dass Americas Jugend doch lieber zum gepflegten Ambiente der Disco-Saturday-Night-Ära das Tanzbein schwingen wollte, anstatt sich mit dem wahren, harten Leben in düsteren, versifften Clubs auseinandersetzen zu müssen.
Genau dies wollte Suicide. Die meisten Bands wollten originell sein, unterhalten, aber Suicide wollten genau das Gegenteil.
Da gab es einen Club, das CBGB, irgendwo in NYC, in einer Gegend, in der keiner wohnen wollte. In diesem Club bekamen sie die Möglichkeit, wenigstens einmal pro Woche aufzutreten. Bald kristallisierte sich ein Insiderpublikum heraus, bei dem Suicide punkten konnte.
Doch außerhalb dieses Clubs war die Welt etwas anders, und Suicides Karten dementsprechend schlecht.
Suicide - Selbstmord - Das wahre Leben. Kein Radiosender hat sie je gespielt.
Auf der 1. CD ist das erste Album zu hören, das dadurch auffällt, dass Industrialsound zu hören ist, der 1977 noch in den Kinderschuhen steckt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ghostrider go 27. Mai 2010
Von Jo day
Format:Audio CD
Suicide existierten schon Ende 1970... aber erst 1977 kam ihre erste Platte raus. Und schüttelte die Gitarrenfixierte Punkszene ordentlich durch. Das führte teils zu spontanen Hassbekundungen (bekannter Beilwurf nach Vega auf Nordeuropatournee), teils zu Kniefällen und herunterhängenden Kiefern. So etwas konnte doch nicht möglich sein. Vega's exaltierte, quasireligiöse, elvisschwangere Attitüde mit gekürztem Slang, überrumpelnden Moves und blitzschneller Diktion durchsetzte Art... ist unter anderem daran Schuld, dass ich Hip-Hip so elend langweilig finde. Die klingen ja wie grundlos motivierte dahersabbelnde Stümper neben Vega. Das ist dann etwa so, als würde ein Anfänger per Samplinghintergrund mit einer kosmischen Attraktion konkurrieren. Ich bin gemein. Aber diese Aussage kommt hin.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Innovative Töne aus der Vergangenheit 8. Oktober 2013
Format:Audio CD|Verifizierter Kauf
Da möchte man sich über eines der einflussreichsten Debütalben im Bereich der elektronischen Musik im Internet belesen und schon wird einem auf Seite Eins der größten Suchmaschine im World Wide Web die Telefonnummer der Seelsorge empfohlen. Sachen gibt’s. Und trotzdem ist der Schockeffekt immer noch garantiert, wenn man zum ersten Mal das Debüt Album von Suicide betrachtet. Das schlichte, blutverschmierte Coverbild sieht immer noch so bösartig und provokant aus, wie vor 36 Jahren und könnte genauso gut das Abschieds(-Kunst)werk eines Selbstmörders sein. Gegründet in New York City, das in den 70er Jahren mit abbruchreifen Häuserzeilen und drogenverseuchten Vierteln noch zum Inbegriff zur Großstadthölle zählte, war das Synthiepop-Duo schon damals einer der polarisierendsten Musikgruppen im US-Underground. Alan Vega zischt und kreischt ins Mikrofon während Martin Rev eisig technoide Rhythmen aus den Drumcomputer spucken lässt, die von minimalistischen, unruhig umher schwirrenden Melodien umkreist werden. Die Kompositionen mögen simpel gehalten sein, sind aber in ihrer Dringlichkeit so wirkungsvoll und nachhaltig, dass man noch heute viel über den Einfluss dieses ergreifenden Werkes der New Yorker liest. Denn selten dokumentierte bereits das Debütalbum schon so perfekt den Sound einer Band, wie das namenlose, erste Suicide-Album von 1977.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Proto-Electropop 1. April 2012
Format:Audio CD|Verifizierter Kauf
Alan Vega und Martin Rev machten unter dem Namen Suicide schon Electro-Pop, bevor es den Begriff überhaupt gab. Auf dem Debut Album von Suicide scheinen Elvis, Chuck Berry, Velvet Underground und The Stooges auf Kraftwerk zu treffen. Das Instrumentarium besteht dabei aber nur aus einer Farfisa-Orgel, einer billigen Rhythm-Box und ein paar Effektgeräten, mit denen Martin Rev dichte minimalistische repetetive Muster webt über die Alan Vega in coolem Sprechgesang kürzelhafte Texte flüstert, murmelt, bellt und kreischt. Mal klingt das aggressiv, mal bitter-süß, mal hat man das Gefühl einer sado-maso Performance bezuwohnen ('my black leather lady / my comic-book phantasy / come play with me' aus CHEREE) und das 10-minütige FRANKIE TEARDROP ist ein musikalischer Albtraum, der nur schwer zu ertragen ist.

Selbst im Punk- und New Wave-Jahr 1977 stießen Suicide dem breiten Publikum mit dieser Musik vor den Kopf und sind ein Geheimtipp geblieben. Ihr Debut-Album genießt heute zwar einen gewissen Kultstatus, hat aber nie die Anerkennung erfahren hat, die ihm zusteht. Ein vergessener Klassiker. Erst ein paar Jahre später sollten andere Voice & Electronic-Duos wie Soft Cell oder D.A.F. mit einem ähnlichen Konzept die Hitparaden knacken. Die Radikalität von Suicides Debut bleibt aber einzigartig.

Die CD-Re-Issue ergänzt noch ein paar bislang unveröffentlichte Tracks sowie zwei komplette Live-Sets von 1977, ein Auftritt im New Yorker CBGBs und der legendäre, völlig desaströse Auftritt in Brüssel, der damit endete, dass das der Band offen feindselig gesonnene Publikum Alan Vega das Mikrofon klaute.
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