Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Innovation auf ganzer Linie..., 13. Oktober 2008
Bring Me The Horizon - eine Band die mittlerweile jedem Metal- und Hardcore-Fan ein Begriff sein dürfte, werden sie doch ständig von selbsternannten Metalheads oder Hardcore-Fans als Poser und dreckige Emos bezeichnet.
Allerdings steckt hinter der trendy Optik der Band, ein Sound der dreckiger, brutaler und eigenständiger nicht sein könnte, von Emocore oder Poser Metal weit entfernt, spielen die jungen Briten ein derber Mix aus Hardcore, Thrash und Death Metal mit teilweise fiesem Grindcore-Einschlag, cleane Refrains oder Kitschmelodien haben hier keine Chance - zumindest bis jetzt, denn auf ihrem zweiten Streich der sich böse "Suicide Season" nennt, experimentieren die Jungs und wagen völlig neues.
Schon der Opener "The Comedown" glänzt durch Industrial-angehauchte Metal-Riffs, erschlagendem Groove und den abartigen Vocals von Oli Sykes, der diesmal vermehrt schreit als grunzt. Was das experimentieren angeht, kommen Bring Me The Horizon mit dem Titel "It Was Written In Blood" zu ihrem Höhepunkt, ein leicht thrashiger Song mit einer düsteren Gesamtstimmung, der sehr elektronisch angehaucht ist, und vom musikalischen her glatt ein Indie/Alternative Song sein könnte. Zwischen durchstrukturierten Deathcore-Ohrwürmern finden sich allerdings auch kurze Abrissbirnen, wie zum Beispiel "Football Season Is Over" - von Anfang an wird hier die Death/Grind-Schiene in ihrer brutalsten Form gefahren, bis dann durch eine rappende Einleitung, fette Gang-Shouts den Song nach weniger als zwei Minuten zum Ende bringen. Ein sehr herausstechender Titel ist auch das, für dieses Genré fast schon balladeske, "The Sadness Will Never End", welches siehe da, als bisher einzigster BMTH-Song cleane Vocals beinhaltet, die vom Sänger der Architects beschert werden. Der Song punktet von Anfang an durch seine Eingängigkeit und seine durchaus starke Melodik, der die cleanen Vocals sehr zu Gute kommen. Mit dem Titeltrack wird dieses ganze Spektakel eines Monster-Albums dann ausgeleitet, der nochmal alle Elemente des Albums in einem 8-minütigen Werk vereint.
Was man also mit 100%iger Sicherheit sagen kann, das wir hier kein zweites "Count Your Blessings" vorfinden, was auch gut ist, denn wer will schon dasselbe Album zweimal? Bring Me The Horizon gehen auf Risiko, und liegen dabei goldrichtig, entstanden ist ein abwechslungsreiches, frisches Metal-Album das von ruhigen bis ultrabrutalen Songs alles zu bieten hat, was der moderne Metal-Fan erwartet, ohne dabei in Klischees zu versinken.
Fazit: Song- und soundtechnisch ein perfektes Album, was das Rad tatsächlich neu erfindet, denn wo das Debut noch ähnlich wie die meisten anderen Deathcore-Kollegen klingt, ist "Suicide Season" die perfekte Alternative für Leute die, die 1000. Kopie von Despised Icon oder All Shall Perish satt haben!
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Suicide Season, 5. Oktober 2008
Ich konnte es kaum erwarten, das neue Bring me the Horizon Album endlich zu hören. Der neue Song "The Comedown" versprach schonmal viel. Doch konnte dieses Versprechen auch gehalten werden?
Die Antwort gebe ich gleich zu Beginn: Ja!
Eingeleitet wird das Album durch den oben genannten Song "The Comedown". Dieses Lied knüpft nahtlos an das "Count your Blessings" Album an und muss sich somit nicht hinter dem verdammt starken Debut Album verstecken. Zwar konnte er nicht mit dem genialen "Pray for Plagues" mithalten, aber das habe ich auch nicht wirklich erwartet. Dazu war der Anspruch des Songs einfach viel zu groß.(Für mich eines der Besten Lieder aller Zeiten)
Weiter gehts mit "Chelsea Smile". Ebenfalls sehr gelungen. Jedoch wird in diesem, wie auch in nahezu allen anderen Stücken das Growlen ein wenig außen vor gelassen. Was das Album nicht schwächen soll. Es is vielmehr eine angenehme Abwechslung zum ersten Album, in dem diese Technik sehr oft verwendet wurde.
"It was written in blood" ist eine verhältnismäßige "ruhige" Nummer. Hier vermisse ich etwas Einprägsammes. Es läuft ein bisschen vorsich hin und hat keinen wirklichen Höhepunkt vorzuweisen.
Den Song "Death Breath" würde ich mit mittelmäßig bis gut bewerten. Er hat eigentlich sehr gute Ansätze, die aber Stellenweise, nicht gut genug ausgeschöpft wurden. Meiner Meinung nach, hätte man mehr aus diesem Lied machen können. Jedoch ist es immernoch ein sehr vorzeigbarer Titel.
Mit "Football Season is Over" kommt nun endlich das 2. richtig Beeindruckende Highlight auf dem Album. Es strozt nur so vor Stärke und Abwechslung, einer gelungenen Melodie und perfekt passendem Gesang. Ein wirklich starkes Lied und ein must-hear!
"Sleep with one eye open" hat einen sehr schönen Rhythmus und Gitarrenriff, der dem ganzen Lied eine positive Note verpasst. Durch diesen Feinschliff ist es ebenfalls zu einem sehr guten Lied und Tipp auf dem Album geworden.
Mit "Diamonts Aren't Forever" kommt der nächste Toptitel um die Ecke. Für mich der Geheimtipp des Albums. Von vorne bis hinten ein umwerfend gutes Lied und daher auf jedenfall ein Anspieltipp.
Und nun kommt eine, wie es in diesem Genre gerne mal bezeichnet werden kann, "Ballade". Verhältnismäßig ruhig mit einem tollen Intro. Es steigert sich mehr und mehr je länger der Song andauert an Qualität sowie an Härte. Ein wirklich interessantes Lied, dass die Vielseitigkeit von Bring me the Horizon einmal mehr unter Beweis stellt.
Die wohl größte Überraschung liefert wohl "No need for introductions, i've read about girls like you on the back so toilet doors". Der Beginn überascht wohl jeden Zuhörer, denn damit rechnet niemand. Dann ein schlagartiger Wechsel gepaart mit tollem Gesang. Hightlight nummer 3 ist perfekt. Für mich ein erneuter Beweis, wie wandlungsfähig und vielseitig die Band geworden ist. Wo "Count your Blessings" noch eher druch ein Schema geprägt war, kommen hier immer mehr Varianten durch, die diese Platte sehr abwechslungsreich und interessant gestallten.
Das Finale bildet der Song zum Albumtitel - "Suicide Season" Ein würdevoller Abschluss mit einer kleinen Überraschung. Das eigentlich gedachte Outro zieht sich in die länge und beendet den Song mit einem sehr interessanten und ungewöhnlichen Song. Gute Mischung, die zum Schluss angeschlagen wurde.
Nun noch kurz ein paar Worte zum Artwork:
Das Cover ist relativ auffallend. Mit einem sehr schlichten, weißen Hintergrund fällt es einem beim stöbern sicher ins Auge, da bei den meisten Alben dieses Genres die Farbe schwarz als Albumcover überwiegt. Die Person auf dem Cover verkörpert den Titel auf einer recht ungewöhnliche aber durchaus vertretbare Variante. Die Art und Weise der Gestalltung des Covers wird auf der Rückseite und dem Booklet forgesetzt. Wie auch schon beim ersten Album sind die Songtexte nur schwer zu lesen; die Bilder jedoch wie immer sehr interessant und gut gemacht. Die Schrift ist extra bedruckt.
Insgesamt ein sehr schön gestalltetes Artwork.
Alles in allem kann man ganz klar festhalten, dass sich Bring me the Horizon weiterentwickelt haben. Sie haben bei diesem Album einige Dinge ausprobiert, die meines erachtens beeindruckend gute funktioniert haben. Viele haben befürchtet, nach dem fulminanten Debutalbum ginge es nun bergab für die Band und sie würde nie wieder das Niveau halten. Doch man kann ganz beruhigt sein, sie haben das Niveau gehalten und es phasenweise noch gesteigert. Diese Band hat noch viel Luft nach oben, die sie, wie das Album zeigt definitiv nutzen können. "Suicide Season" ist für mich eins der besten Alben des Jahres, das die Entwicklungsfähigkeit junger Bands unter beweis stellt und somit Hoffnung macht.
Anspieltipps sind: The Comedown, Chelsea Smile, Diamonds Aren't Forever, No need for introductions, i've read about girls like you on the back so toilet doors
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Party 'til you pass out..., 6. Oktober 2008
Eins sollte schon zu Beginn klar sein:
Suicide Seasons ist anders und trotzdem Bring me the Horizon.
Der Sound ist im Gegensatz zum Debut weitaus fetter und härter, und teilweise so fett und hart, dass man gar nicht genau weiß wo man hinhören soll. Beim ersten Durchhören musste ich die gewaltige Wand aus Tönen erst mal verarbeiten und was dann dabei rauskommt ist ein durchweg total geiles Album, auch wenn der ein oder andere Song sich ein bisschen ähnelt.
Treibende Riffs und fette Rhythmen geben den Ton an und Sykes Gesang ist diesmal weitaus vielseitiger, wenn auch nicht wirklich abwechslungsreicher. Oft nutzt er die selbe Intonation. Dennoch hat ers einfach drauf und es macht Spaß ihm zuzuhören. Langweilig wirds in keinem Fall, dafür passiert einfach zu viel in den Songs. Glücklicherweise haben Bring me the Horizon es geschafft, nicht zu viele konstruierte und langweilige Moshparts einzubauen. Die krampfhaften Moshparts auf dem Vorgänger haben in einigen Songs doch ein bisschen gestört. Hier kommen sie nur wenn sie auch wirklich passen. Dafür gibts mehr Mitgröhl und Mitsing Stellen und halsbrecherische Riffexzesse. Die Melodien sind einprägsam und es kommt wirklich Atmosphäre auf, die den Text dann gut unterstreicht.
Bring me the Horizon haben auf ihrem zweiten Longplayer eigentlich alles richtig gemacht. Sie haben sich weiterentwickelt ohne sich selbst zu verraten, sie haben neue interessante Stilelemente wie Synthiepads und Cleangesang eingebaut und echt coole Riffs, Melodien und Texte auf die Scheibe gepackt. Das Artwork passt zum Gesamtthema des Albums und was mich wirklich freut ist, dass die Band sich immer noch gerne selbst auf die Schippe nimmt, was einen angenehmen Eindruck hinterlässt, im Gegensatz zu vielen genreähnlichen Bands, die sich für die härtesten und coolsten Typen weit und breit halten.
Insgesamt kann man diese Scheibe also wirklich empfehlen. Nicht jeder Song ist ein Höhepunkt aber im Großen und Ganzen ist die Scheibe einfach gut zusammengestellt und das Wichtigste: sie macht einfach Spaß!!!
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